Politblog
Jean-François Rime am, Mittwoch 2. April 2014

Der Mindestlohn schadet den KMU und ihren Angestellten

Heute vergeben wir eine Carte Blanche an Nationalrat Jean-François Rime.

Aujourd'hui nous donnons carte blanche au conseiller national Jean-François Rime (UDC/FR).

Zurzeit weist die Schweiz eine aussergewöhnlich niedrige Arbeitslosenquote aus, selbst bei Jugendlichen. Parallel dazu haben wir es im Vergleich zum Ausland geschafft, die Frauen gut in die Arbeitswelt zu integrieren: Über 80 Prozent der Frauen gehen einer geregelten Arbeit nach. Wir verfügen in der Schweiz über innovative und leistungsfähige Branchen und Unternehmen, die ihren Angestellten im Vergleich zum Ausland gute Löhne zahlen können. Wir sind nach den Vereinigten Staaten das wettbewerbsfähigste Land der Welt, und in Sachen Innovationsfähigkeit belegen wir schon seit Jahren einen Spitzenplatz. Diese Situation ist alles andere als ein Zufall!

Die Annahme der Mindestlohninitiative wäre Gift für unseren Wohlstand. Die Initiative verspricht der Bevölkerung höhere Einkommen, obwohl sie schwerwiegende Folgen für die Wirtschaft hätte. Überall dort, wo ein Mindestlohn eingeführt wurde, hatte das nämlich oft zur Folge, dass die schwächsten Arbeitskräfte durch Maschinen oder durch besser qualifizierte Arbeitskräfte ersetzt wurden. Falls die Initiative angenommen würde und die Arbeitgeber dazu verpflichtet wären, ab Datum der Einstellung den weltweit höchsten Mindestlohn zu zahlen, so hätten jene, die in das aktive Erwerbsleben eintreten möchten, zweifellos noch mehr Schwierigkeiten! Teilzeitarbeitsstellen – gerade für Familien ein nicht zu unterschätzendes Zusatzeinkommen – wären stark gefährdet. Dies würde zuerst und vor allem die Frauen treffen.

Ein Mindestlohn führt dazu, dass die schwächsten Arbeitskräfte durch Maschinen ersetzt werden.

Ein Monatslohn von über 5000 Franken? Küchenhilfe in einem Restaurant. (Keystone)

Ein Monatslohn von über 5000 Franken? Küchenhilfe in einem Restaurant. (Keystone)

Die Initiative der Gewerkschaften fordert das Festschreiben eines Mindeststundenlohns von 22 Franken in der Verfassung. Die Schweiz würde damit, wie bereits erwähnt, über den weltweit höchsten, vom Staat festgeschriebenen Mindestlohn verfügen! Die Folgen wären vernichtend: Mit einem Grundlohn von 4000 Franken pro Monat plus Zulagen müsste beispielsweise ein Restaurantbesitzer einer unqualifizierten Küchenhilfe ohne Berufserfahrung über 5200 Franken auszahlen. Viele Unternehmen, gerade in den Randregionen, könnten das nicht stemmen – für die dortigen KMU-Betriebe würde das buchstäblich das Todesurteil bedeuten.

Die Festlegung des Lohnes durch den Staat hätte Auswirkungen auf die Gesamtheit der Lohnstruktur. Die Umsetzung der Initiative würde selbst Grossunternehmen, die auf den Export ausgerichtet sind, einen heftigen finanziellen Schock versetzen: Die Lohnkosten würden derart drückend, dass diese Unternehmen an Wettbewerbsfähigkeit einbüssen würden und sich in der Folge gezwungen sähen, Arbeitsplätze abzuschaffen und die Beschäftigung für das untere Lohnsegment zu rationalisieren. Ganz offensichtlich verkennen die Initianten die Auswirkungen ihrer Initiative, die genau jenen schaden würde, die sie vorgeben zu schützen: Junge Berufseinsteiger, Frauen und Personen, die nach einem Arbeitsunfall versuchen, sich wieder in den Arbeitsmarkt zu integrieren.

Die ländlichen Gegenden und die Bergregionen würden von der Initiative stark getroffen, weil ihnen ein entscheidender Konkurrenzvorteil genommen würde, nämlich die moderaten Lebensunterhalts- und Lohnkosten. Steigen die Lohnkosten, haben die Unternehmen kein Interesse mehr daran, in diesen Regionen zu bleiben. Und wo es weder Stellen noch wirtschaftliche Perspektiven gibt, bleiben auch die Bewohner nicht. Die Annahme der Initiative würde zur Entvölkerung von ganzen Talschaften und zur Schliessung von zahlreichen Schulen führen, die Jugendlichen würden in die Agglomerationen ziehen, zurück blieben noch die ältesten Dorfbewohner. Das kann doch nicht das sein, was wir uns unter nationalem Zusammenhalt vorstellen! Am kommenden 18. Mai werde ich deshalb ein kategorisches Nein zur Mindestlohninitiative einlegen!

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Jean-François Rime ist Nationalrat (SVP, FR), Unternehmer und Präsident des Schweizerischen Gewerbeverbands (SGV).
est Conseiller national (UDC, FR), entrepreneur et président de l'Union suisse des arts et métiers (USAM).

79 Kommentarecommentaires zusur “Der Mindestlohn schadet den KMU und ihren Angestellten”

  1. Sportpapi sagt:

    Seit wann interessiert sich die SVP dafür, was Gift ist für unseren Wohlstand? Inländervorrang ohne Mindestlohn (oder generell minimale Lohnvorgaben) ist ja gar nicht durchführbar.

    • Stefan Mutz sagt:

      Bitte sachlich bleiben,Ihre ständigen Kommentare weisen ausser Dauer-SVP-Bashing weder Lösungsvorschläge noch Toleranz gegenüber anders denkenden aus!”Zerscht dänke,denn rede” ode hier “Zerscht dänke,denn schriebe”,sollten Sie sich bitte mal zu Herzen nehmen….

      • Sportpapi sagt:

        @Stefan Mutz: 1) Es ist eine ganz sachliche Geschichte. Wir haben gerade eine SVP-Initiative angenommen, die unserem Wohlstand schadet. Bewusst. Weil, unter anderem, man etwas gegen den Lohndruck durch ausländische “Dumping”-Arbeiter unternehmen wollte. Die konsequente Folgerung davon heisst Mindestlohn. 2) Inländervorrang ohne dass der Lohn auf Schweizer Niveau fixiert ist funktioniert nicht. Wenn Sie eine Ingenieursstelle zu 4000 Franken im Monat oder weniger ausschreiben, finden Sie keinen Schweizer. Haben Sie darüber nachgedacht, bevor Sie mir geantwortet haben?

        • Josef Marti sagt:

          Sie liegen falsch. Wenn kein Schweizer dafür kommt, kriegt man vielleicht einen Inder, Japaner oder Amerikaner; mit denen haben wir aber keine PFZ und es ist schwieriger solche Leute in grossen Massen zu importieren so dass diese den Arbeitsmarkt überschwemmen und in der Summe zu kollektivem Lohndruck beitragen würden. Solche Arbeitgeber können ja nach Bulgarien übersiedeln, nur geht die Rechnung dabei nicht auf. Es geht wie immer um die Maximierung der Vermögens- u. Unternehmenseinkommen zulasten Lohnquote; nur das soll Wohlstand bringen??

          • Guido Meier sagt:

            Die Realität und die Welt sieht anders aus: Firmen gehen jetzt in die USA (z.B. Novartis, UBS) und IT wird nach Indien ausgesourced. Aufgrund solcher unwirtschaftlichen Voten, erscheint mir das legitim.
            In diesen Ländern kann man Geld und den damit verbundenen Wohlstand sicherlich gut gebrauchen. Wenn die Schweiz das SVP-Experiment: “Wohlstand durch weniger Ausländer” versuche will, dann dürfen sie natürlich gerne versuchen auf die “Maximierung der Vermögens- u. Unternehmenseinkommen” zu verzichten und zu gucken, was dabei rauskommt.
            Aber bitte dann nicht rumheulen, wenn die Steuern steigen.

          • Josef Marti sagt:

            Fragmentierung der Wertschöpfungsketten ist seit langem ein normaler wirtschaftl. Prozess, das macht die EU und D gegenüber dem Osten schon seit Jahrzehnten, dazu musste sie mit anderen Ostländern und Asien auch keine PFZ einführen. Entscheidend ist die Produktivität, Humankapital/Bildung, deshalb sind die Export Länder wie D und CH trotz Asien nicht unterzukriegen. Die Steuern steigen sowieso, aber nicht die direkten sondern Konsum/Verbrauch (MWST, CO2 etc); erstaunlich dass diese Verlagerungstaktik von vielen nicht erkannt wird.

          • Guido Meier sagt:

            Fakt ist, dass die Steuern in der Schweiz für jurisitsche Personen gesunken sind – in allen Kantonen. Bei der CO2-Abgabe handelt es sich um eine Lenkungsabgabe. Die MWST-Erhöhung wurde im letzten Artikel von Hr. Rime explizit gefordert, welches Spiel die SVP spielt ist offensichtlich, d.h. es wird wohl von einigen erkannt.

            Wer der Meinung ist, dass die Spezialisierung und die komplexen Supply-Chains keine PfZ benötigt verkennt den Trend der heutigen Zeit – bei welcher die EU auch dabei ist: Reduzierung von nationalen Vorschriften – hin zu freine Märkten (frei von Xenophobie).

          • Josef Marti sagt:

            Na ja, da bin ich aber mal gespannt ob und wann die EU eine PFZ mit China einführt. Wir haben immerhin schon ein Freihandelsabkommen mit China, aber keine PFZ. Die EU hingegen scheint nicht mal ein Freihandelsabkommen mit der USA zustandezubringen wo denn noch eine PFZ; scheinen alle Xenophobe zu sein.

    • Martin Frey sagt:

      Ist ja nicht so dass wir momentan in ein rechtsfreien Raum sind, Sportpapi. Wir haben bereits einen Mindestlohn, aber der soll sich einfach in einem vernünftigen Mass bewegen, je nach Land und Branche. Man kann nicht einfach nur den Mindestlohn hochschrauben und sich dabei keine Gedanken über die Zusammenhänge machen. Die meisten westlichen Länder kennen einen Mindestlohn, nur ist der nirgends derart surreal astronomisch wie von unseren Linken gewünscht. Man weiss einfach dass ein zu hoher Mindestlohn ein Jobkiller ist, gerade für die Niedriglohnbranche, sowie Gift für jede Volkswirtschaft.

      • Guido Meier sagt:

        Ja, der Mindestlohn ist für bestimmte Regionen zu hoch. Ein Mindestlohn bzw. das Sozialsystem sollte “working poor” verhindern; d.h. trotz vollem Arbeitspensum noch Sozialhilfe beziehen müssen, sollte nicht eintreten (unabhängig von der Nationalität).

        Arbeiten sollte sich für alle Beteiligten lohnen. Aber auch eine Ausbildung sollte sich weiterhin bezahlt machen.

      • Sportpapi sagt:

        @Martin Frey: EIn Kompromiss und guter Gegenvorschlag wären ja verbindliche Gesamtarbeitsverträge oder Branchenlösungen, die regionale und branchenbezogene Besonderheiten aufnehmen. Weshalb gibt es die denn zu wenig? Und: weshalb sind die Gegner einer Mindestlohninitiative auch gegen solche “vernünftigen” Kompromiss-Lösungen? Damit wäre das Thema ja vom Tisch gewesen.

      • der mindestlohn richtet sich nach den lebenskost desjenigen landes. da in der schweiz die lebenskost hoch sind, wird dem rechnung getragen. bei jeder abstimmung der letzten jahren wo vom arbeitgeber mehr verlangt wurde, wird jedesmal mit arbeitsplatzverlust ängste geschührt. wo haben diese sich bewahrheitet?
        und wenn vom bundesrat märz mit der unternehmenssteur II grosszügigige geschenke an die wirtschafft getätigt wurden, so sollte es für einen anständigen lohn der arbeitnehmer auch noch reichen.
        Es darf nicht sein, dass wenn jemand 100% arbeitet noch vom sozialamt unterstützt werden muss.

    • Guido Meier sagt:

      Ich will nicht wie Stefan Mutz SVP-mässig poltern, sondern auf Sportpapi eingehen:

      Die SVP ist im Prinzip am Wohlstand interessiert, das Interesse an der Xenophobie ist einfach grösser, denn diese ist für die SVP ein Wahl-Motor.

      Um zu verhindern, dass Ausländer zu Dumping-Löhnen in der Schweiz angestellt werden, gibt es 2 Möglichkeiten:
      1. Keine Ausländer in die Schweiz lassen
      2. Mindestlohn
      Beide Massnahmen führen irgendwie vermutlich zum Ziel, beides ist aber sicherlich wirtschaftsschädlich, ob die Mindeslohnintiativ zur “Entvölkerung von ganzen Talschaften” führt, kann offen bleiben…

      • M. Bättiger sagt:

        Naja, auf die ewig dümmlich-selbstgerechten Unterstellungen an die SVP mag ich gar nicht mehr eingehen.
        Es gibt aber noch weit mehr Möglichkeiten Dumping-Löhne von Ausländern zu verhindern (was verstehen Sie darunter?).
        Z.B. den Inländervorrang. Oder GAV.
        Der Mindestlohn von 4000.- krankt schon daran, dass er überhöht ist und keinen Unterschied macht, wo jemand arbeitet (Stadt Zürich oder in einem kleinen Dorf in Graubünden), wer ihn beschäftigt (ein finanzkräftiger Grosskonzern oder ein Einzelunternehmer) und wen der Lohnempfänger zu unterstützen hat (sich selber, Familie).

      • Sportpapi sagt:

        @Guido Meier: Sage ich doch. Und es sendet eben widersprüchliche Signale, wenn man verkündet, man wolle sich gegen Lohndumping einsetzen, und sei deshalb für Lösung 1, aber auf keinen Fall für Lösung zwei.
        Noch einmal die Frage: Wie soll ein Inländervorrang funktionieren, ohne dass die Löhne zumindest in der Bandbreite fixiert sind? Dass keine (oder sehr wenige) Schweizer Spargeln stechen, liegt ja im Wesentlichen am tiefen Lohn für harte Arbeit. Würde der Markt spielen (was es mit Inländervorrang nicht tut), wäre der Lohn höher oder es gäbe keine Spargeln mehr in der Schweiz.

        • Guido Meier sagt:

          Sie müssen begreifen, dass es der SVP nicht darum geht “Lohndumping von Ausländern”, die Naturverschandelung, die Stau oder sonst etwas zu verbessern – es ging dabei rein um ein xenophobisches Anliegen.

          Von einem Mindeslohn würde auch der Ausländer profitieren, deshalb ist die SVP auch dagegen.

          Inländervorrang funktioniert für die SVP wunderbar: Es bringt nichts ausser ein gutes Gefühl, wenn eine alleinerziehende CH-Spargelstecherin nach einer 50 Stunden Woche wieder aufs Sozialamt muss.

      • Josef Marti sagt:

        Auch im Kontingentssystem konnten (und wollten) Dumpinglöhne nicht verhindert werden, waren aber anzahlmässig begrenzt. Ich selbst hatte damals (ca.1999/2000) einen D-Kollegen der für den haargenau gleichen Job Fr. 2000 weniger bekam, mein Chef (Partner) hatte sich diebisch über seinen fetten Bonus gefreut. Bei einem späteren Stellenwechsel hatte ich nicht die geringsten Probleme einen neuen Job ohne Lohneinbusse zu bekommen, komisch nicht? Einen schlagenderen Beweis was das System PFZ bezweckt kann man ja wohl nicht miterleben.

        • Guido Meier sagt:

          Die Vereinbarung der Personenfreizügigkeit zwischen der Schweiz und der EU trat im Rahmen der Bilateralen Verträge I zum 1. Juni 2002 in Kraft.

          D.h. Ihr Erlebnis basierte auf Kontigenten und Inländervorrang (damals per 2000); d.h. die SVP-Lösung, die wieder eingeführt werden soll, scheint gemäss Ihrer Erfahrung nicht zielführend zu sein.

    • R. Merten sagt:

      Sie unterliegen einer falschen Beurteilung der Sachlage, Sportpapi. Inländervorrang ohne Mindestlohn ist selbstverständlich durchführbar. Zudem wäre es mutig und selbstbewusst, wenn Sie sich mit Ihrem richtigen Namen outen würden, Sportpapi. Die CH braucht Bürger, die offen zu ihren Meinungen stehen können.

      • Guido Meier sagt:

        Meinungen sind wie Nasen – jeder hat eine. Einige sind schief und krumm und einige sogar falsch und triefend.

        Wenn man mit “inländervorrang” wirklich ein Problem hätte bekämpfen wollen, dann müsste man auch die Lösung Mindeslohn akzeptieren. Dieser Gedankengang ist richtig und nachvollziehbar.

        Ich persönliche lehne beides ab.

        Ein Mindeslohn hätte noch einen Vorteil: er würde die CH-Schweiz noch unattraktiver machen und so die Wirtschaft schwächen und so würde die Schweiz für böse Ausländer noch unattraktiver und somit der Dichtestress in der Schweiz gelöst.
        Auf Anführungszeichen verzichtet

        • R. Merten sagt:

          Hr. G. Meier- Sie analysieren das Problem falsch. Bei einem Mindestlohn von CHF 4000.- könnten viele Betriebe nicht oder sehr schlecht überleben. Firmen würden schlecht ausgebildete Leute entlassen und die Aufgaben dem bestehenden Personal aufbürden. Kommt dazu, dass für die Sozis erfahrungsgemäss die CHF 4000.- nur ein Anfang bedeutet. Ziel des Sozialismus bedeutet ein finanzielle Gleichstellung aller Personen. Wo das hinführt sieht man sehr konkret in sozialistisch geführten Ländern ! Und wer dieses System nicht begreift, dem ist nicht mehr zu helfen oder eine betreibt eine Neidkultur!

          • Guido Meier sagt:

            Ich glaube Sie wissen nicht was eine Analyse ist und ich gehe auch davon aus, dass, obwohl ich mich so einfach wie möglich ausdrücke, das Geschriebene zwar gelesen – aber nicht verstanden wird.

            Der Mindeslohn muss doch auch ein Fest für die SVP sein, die Wirtschaft geht vor die Hunde und Ausländer kommen nicht mehr.
            Natürlich besteht ein Risiko, dass durch den Mindeslohn einerseits die Sozialhilfe Einsparrungen tätigt und das Volk mehr Geld zum Ausgeben hat und so über die Inland-Nachfrage die Wirtschaft ankurbelt und dann kommen wieder böse Ausländer und machen sich hier auf breit – Neid?

          • Peter Steiner sagt:

            @R. Merten: Wunderbar. Also werden ein paar unfähige Unternehmer verschwinden.
            Oder haben sie jemals gehört, dass einer dieser “Unternehmer” dann auch branchenüblich wenig verdient?
            Die Manager verdienen sich auch in Billiglohn-Branchen eine goldene Nase während die Allgemenheit zuerst mit Prämien-Verbilligungen und später mit Ergänzungsleistungen diese Löhne quersubventioniert.

            Schon komisch, von Rechts wird immer nach Eigenverantwortung geschrien, aber wir subventionieren Bauern, Reinigungsfirmen, Schnapsbrenner, Tabakproduzenten….
            Freier Markt nur zulasten der Arbeitnehmer…

      • Sportpapi sagt:

        @R. Merten: Was hat mein Name mit meiner Meinung zu tun? Ich bin aber gespannt, wie die Sachlage richtig beurteilt werden muss. Meiner Meinung nach hat das bisher erst Guido Meier getan, der das Problem erkannt hat. Erklären Sie mir doch mal, wie ein Inländervorrang konkret funktionieren kann, ohne die Löhne zu fixieren. Löhne sind das Resultat von Angebot und Nachfrage. Simpel gesagt: wenn wir Lehrermangel haben (und nicht limitierte Ausbildungsplätze), dann zahlen wir zu wenig. Bzw. die Lücke wird durch Ausländer gefüllt, die zu dem Lohn kommen.

        • Sportpapi sagt:

          Die Idee ist nun, dass Schweizer, die heute z.B. wegen ihrer Lohnforderungen nicht angestellt werden, oder die aufgrund des Alters zu teuer sind, statt einem Ausländer angestellt werden. Also zu höheren Kosten für die Unternehmer. Das funktioniert in einem abgeschotteten Markt. Wird aber eine Stelle zum heutigen Lohnniveau ausgeschrieben, werden sich diese teureren Schweizer nach wie vor nicht melden bzw. die Stelle nicht erhalten. Der Nachweis, keine Schweizer zu finden, ist erbracht, und alles bleibt beim Alten.

        • Sportpapi sagt:

          Der grosse Unterschied ist, dass dabei die Unternehmer bestimmen, was eine Arbeit wert ist, welcher Lohn bezahlt werden kann. Noch einmal: findet man in der Schweiz zu diesem Lohn die Arbeiter nicht, möchte man weiterhin im Ausland rekrutieren. Möchte man das reduzieren, möchte man, dass die Löhne steigen und Schweizer angestellt werden, geht das nur über Vorgaben an die Unternehmen. Zum Beispiel über Mindestlöhne. Besser wären aber sozialpartnerschaftliche Einigungen.

  2. Ronnie König sagt:

    Naja, Mehrkosten von 2.5 Mia stelle ich Bankenboni von 6.7 Mia gegenüber, Lohnwachstum und Rendite der Meister/Besitzer der KMU, auch, wenn nicht jede KMU viel abwirft. Rime generalisiert und lässt weg, das kann ich dann auch, trifft aber dann auch nicht die Realität. Ursache und Wirkung wird zuwenig beleuchtet, aber es ist in der Tat gefährlich alles über einen Kamm zu Scheren, ob es nun Mindestlöhne sind oder vieles anderes, denn die Dinge sind nun mal immer anders wie man es gerne hätte. Gilt für Pro und Contra. Was Rime auslässt zB ist der Wert der sozialen Komponente für Politik und Wirts

    • Urban Zuercher sagt:

      Als Ergänzung, wie gestern erst wieder vom IWF vorgerechnet: Die Schweizer Grossbanken wurden 2011/12 mit 5-50 Mia. von der Allgemeinheit subventioniert (die 5mia sind sehr konservativ gerechnet, der wahre Wert wird einiges darüber sein.) Dem gegenüber sind die Kosten von 2.5Mia für Leute im Tiefstlohnsektor wohl ein Pappenstiel… Aber typisch SVP halt: Denen, die haben, wird gegeben, von allen andern wird genommen. Und schuld daran sind die Ausländer. Oder die Linken. Oder die Frauen. Oder wer sonst grad ume ist, nur nicht die Steigbügelhalter der SVP.

      • M. Bättiger sagt:

        UBS hier, UBS da. Nun, es sind nicht alle Arbeitgeber die UBS oder eine Grossbank. Es gibt auch den kleinen Dorfladen des Selbständigen Hans Muster in einer abgelegenen Gegend – und der muss dann eben auch 4000.- bezahlen (plus Sozialkosten). Und was macht der Arbeitgeber, wenn er diesen erhöhten Lohn nicht mehr stemmen kann? Richtig geraten!

  3. M. F. Baumgartner sagt:

    Das ist doch ganz einfach, ich entlasse drei von meinen Mitarbeiter, reduziere die Produktion und bezahle den geforderten Mindestlohn. Mir kann niemanden vorschreiben wieviel Albeitskräfte ich beschäftigen will !

  4. Markus Rotkopf sagt:

    Ich dachte bisher immer, bei Abstimmungen kann man Ja oder Nein stimmen. Dass es auch ein kategorisches Nein gibt, ist mir bisher gar nicht aufgefallen…

    • Martin Frey sagt:

      Ein kategorisches Nein ist auch die einzig richtige Antwort auf diese gefährliche Initiative. Denn die Geschwistervorlage des bedingungslosen Grundeinkommens steht auch schon in den Startlöchern. Mit anderen Worten: alle Leute ab 20 kriegen dann lebenslänglich mindestens 4000.- Die Frage stellt sich nur: Wer soll dann noch eine Berufslehre machen? Weshalb soll der Bäcker um 0300 aufstehen um Brötli zu backen? Die Vorlage ist so gefährlich weil sie die wichtigste Stütze unserer Wirtschaft, ja unserer Gesellschaft vital bedroht. Das duale Berufsbildungssystem der Berufslehre.

      • Paul Levi sagt:

        @M. Frey: Der Vergleich mit dem bedingungslosen Grundeinkommen ist völlig daneben. Die beiden Themen haben gar nichts mit einenander zu tun und kommen nicht mal aus der gleichen Ecke. Klar werden die Leute genauso eine Berufslehre machen wir bisher, denn wer schon will lebenslang als ungelernter einen Job machen, ohne irgendwelche Aufstiegsmöglichkeiten. Der Bäcker wird aus dem gleichen Grund aufstehen, wie bisher, weil er seinen Job gern macht. Zudem sind ja nur ein kleiner Teil der Berufstätigen betroffen, also deswegen wird nicht gleich das ganze Berufsbildungssystem zusammenbrechen.

      • Martin Frey sagt:

        Selbstverständlich kommen die Ideen aus der gleichen Ecke, der sozialistischen Mottenkiste letztendlich. Und Sie können mir gerne erklären, weshalb jemand eine harte Ausbildung machen soll, sich geistig und körperlich abmühen um einen strengen Beruf zu erlernen, wenn er ohne all das 4000 bekommen soll? Die meisten Lehrabgänger verdienen nicht mehr. Dies ist einfach ein Faktum. Arbeit, Ausbildung, und persönliche Anstrengungen sollen sich lohnen. Darauf basiert unsere Welt und auch der Erfolg unserer Gesellschaft. Ein Mindestlohn soll ein sozial vertretbares (Ueber-)Leben sichern, mehr nicht.

        • Janine Meier sagt:

          Sie finden es sozialistisch, wenn man verhindert, dass working poor ihren Lohn mit Sozialhilfe aufstocken müssen und so die Unternehmen, welche so tiefe Löhne bezahlen, in ihrem Tun bestärkt und vom Staat quasi subventioniert werden?
          Auf dem Bau kriegen Sie heute schon 4500.- ohne Lehre. Und trotzdem machen die allermeisten eine Ausbildung. Sonst hat meine keine Chance, sich weiterzubilden und stetig mehr zu verdienen. Unterschätzen Sie die jungen Leute mal nicht.
          “Ein Mindestlohn soll ein sozial vertretbares (Ueber-)Leben sichern, mehr nicht.” Genau das tut der Mindestlohn ja.

  5. Paul Levi sagt:

    Ausgerechnet ein SVP-Mann nimmt Bezug auf das Ausland? Da wird doch immer von Unabhängikeit und Selbständigkeit gefaselt und das man sich nicht reinreden lassen will, aber beim Mindestlohn gilt das alles nicht mehr. Da soll das Ausland, das komplett andere Lebenskosten und Durchschnittslöhne hat, plötzlich als Vergleich herhalten? Sorry, aber das ist völlig unsinnig. Da werden Äpfel mit Birnen verglichen.

    Was auch nicht stimmt, ist dass die Exportindustrie drunter leiden würde, da diese gar nicht davon betroffen ist. Es trifft nämlich wie immer die Schwächsten, die die keine Lobby haben.

  6. M. Bättiger sagt:

    Ich denke, dass Problem der Linken ist, dass sie sich immer an UBS, Nestle und Novartis orientieren. Aber Arbeitgeber ist eben auch Hr. Hans Muster aus Hinterpfupfigen, der in einer 400-Seelen-Gemeinde eine Käserei betreibt und eine ungelernte Verkäuferin anstellt. Ihr kann er vielleicht noch 3’500 Franken Lohn zahlen, aber nicht 4000 (plus Sozialabgaben). Diese jährlich zusätzlichen Fr. 6000 plus kann er schlicht nicht erwirtschaften. Folge wäre, dass sein Geschäft die Löhne nicht mehr erwirtschaften kann. Er muss es schliessen. Ein Mindestlohn von 4000 ist völlig überhöht.

    • Urban Zuercher sagt:

      Klar muss er die Preise an die Konsumenten weitergeben, ist ja logisch. Und von hinterpfupfigen werden jetzt deswegen nicht gleich alle konsumenten nach deutschland einkaufen gehen

    • Sportpapi sagt:

      Weshalb gibt es denn keinen Gegenvorschlag mit einer anderen Summe? Vielleicht sogar regional unterschiedlich?

    • Paul Levi sagt:

      Niemand orientiert sich an UBS usw denn dort werden ja gute Löhne bezahlt. Es betrifft genau die Arbeiter in solchen Kleinstbetrieben die ausgenutzt werden, wie z.B. viele Verkäufer oder Putzpersonal. Wenn eine Käserei wirklich wegen 6000 Fr schliessen muss, dann würde sie so oder so bald zu tun. Bei wievielen Arbeitsstellen trifft so eine Konstellation zu? Wohl die allerwenigsten. Wird der Millionär die schlecht bezahlte Putzfrau entlassen und dann selber putzen. Wohl kaum. Vieler der schlechtbezahlten Arbeiter werden auch mit etwas mehr Geld genau gleich weiter angestellt bleiben.

      • John Zysset sagt:

        @ Levi , schön das sie mit den Stellen von Kleinbetrieben so Fahrlässig umgehen wollen ,ich sehe sie haben gegen NULL Ahnung wie sich ein Kleinbetrieb am Leben erhalten muss ! Wenn es noch mehr so unwissende Wähler in der Schweiz gibt werden die Arbeitslosenkassen einen guten Zugang in Kauf nehmen müssen ! Sie können dann jedem einzelnem ein “Herzliches Ups” entgegen bringen ,und diese werden den Lapsus von den Ja Wählern dann sicher verstehen (Ironie aus!)

        • Paul Levi sagt:

          Ich habe sehr wohl eine Ahnung wie sowas läuft. Die Löhne werden gedrückt bis zum geht nicht mehr und niemand wagt es, etwas dagegen zu machen. Irgendwo findet man immer einen Armen der für noch weniger bereit ist zu arbeiten. Der Staat muss dann einspringen und subventioniert somit die Betriebe die ihre Mitarbeiter ausnützen. Das können Sie mir nicht erzählen, dass 100 tausenden Kleinbetriebe kurz vor dem Kollaps stehen. Solche Schauermärchen nimmt einfach niemand mehr ab.

      • MickGenlteman sagt:

        Da haben sie aber wenig Ahnung, wieviele kleine Betriebe am absoluten Minimum operieren.
        Gerade die Restaurationsbetriebe können sich so schon kaum über Wasser halten. 6000.- sind für manchen Wirt bereits sein Salär – mit 70 Stunden Wochen versteht sich.
        Sie sind aber sicher einer dieser Sorte, die als erste aufschreien, wenn die Stange 10 Rappen mehr kostet, und statt dessen ein Glas Wasser aus dem Hahn bestellt.
        Alles schon erlebt…

        • John Zysset sagt:

          @Gentleman Danke , Herr Levi scheint einer dieser Menschen zu sein ,der das Gefühl hat alle Chefen verdienen sich eine goldene Nase und unterdrücken ihr Personal ! Das es in viele kleinen Handwerksbetrieben Chefen gibt die in gewissen Monaten Schwierigkeiten haben überhaupt auf einen gleich hohen Lohn zu kommen wie die Angestellten ,ist Herrn Levi absolut nicht bekannt , aber er meint er hat “sehr wohl” eine Ahnung wie ein Kleinbetrieb überleben kann ! Herr Levi Sorry aber sie haben Null Ahnung wie Kleinbetriebe ums Überleben kämpfen !!

          • Paul Levi sagt:

            @J. Zysset: Handwerkersbetriebe?? Da schreibt einer, dass ich keine Ahnung habe und schreibt was von Handwerkersbetriebe. Dabei wissen ja alle, dass Handwerker von der Mindestlohninitiative gar nicht betroffen sind, da diese schon jetzt mehr als den geforderten Mindestlohn bezahlen. Im Gastrobereich könnte ich mir jetzt eher vorstellen, dass es mal knapp werden kann, aber das betrifft nicht tausende von Betrieben.

  7. John Zysset sagt:

    Jeder Schweizer der das Gefühl hat nach einer Mindestlohn Initiative Annahme mehr Geld zur Verfügung zu haben ,soll die Rosarote Brille ausziehen !!!! Die einzigen Betriebe die sich so was leisten könnten sind Betriebe die Milliarden Umsätze reinholen und Millionen CO Löhne bezahlen ,kleine KMU Betriebe werden Arbeiter entlassen müssen und die restlichen paar Arbeiter müssen doppelte Leistung erbringen ! Höhere Löhne bedeuten höhere Lebenserhaltungskosten , also bleibt alles beim Alten ! Der BR könnte was ändern ,Steuern und KK runter dann kann sich auch der Kleinverdiener wieder was leisten

    • Janine Meier sagt:

      “Die einzigen Betriebe die sich so was leisten könnten sind Betriebe die Milliarden Umsätze reinholen und Millionen CO Löhne bezahlen [...]” Naja, 91% der der Arbeitnehmenden verdienen bereits >4000.- und die sind längst nicht alle bei Firmen angestellt, die Milliardenumsätze machen. Und gerade in der Schuh- und Textilverkaufsbranche, bei den grossen Ladenketten, verdienen viele Leute weniger als 4000.-. Der Ladenkettenbesitzer zockt ab, der Angestellte leidet. H&M war nicht umsonst in den Medien in den letzten Tagen.

  8. Alfred Siffert sagt:

    Und jetzt wird wieder gedroht und gejammert. Solange ich einen Ölverkäufer kenne, der mit 4 Mitarbeitern in 5 Jahren Mio mit Lieferungen an die Migros wurde, einen Coiffeursalonbesitzer, der mit 7 Angstellten 15’000 verdient und einen Apotheker, der 2 Apotheken hat und seine Zeit auf dem Golfplatz verbringt, spricht nichts gegen einen Mindestlohn. Und wenn man auf dem Land eine Beiz hat, die kaum rendiert, nimmt man halt 4 Leute a 25%. Wenn jeder noch (wie in der Schweiz üblich) eine oder zwei unbezahlte Überstunden macht, dann wird man das überleben. Es hat Mia-Gewinne, etwas abnehmen tut gut

  9. SrdjanM sagt:

    Unsinn 1: Arbeitskräfte durch Maschinen ersetzen?
    Eh, das ist schon bereits passiert, wo es passieren konnte. Ausserdem bezahlt die Industrie fast überall mehr als diese mickrigen 22.-
    In den angesprochenen Branchen (Tourismus, Landwirtschaft) lassen sich die Menschen kaum so einfach ersetzten.

    Unsinn 2: Zulagen in der Höhe von 1200.-? Im Durchschnitt?! Ausbezalht?
    Diese Rechnung würde ich gerne sehen, natürlich bezogen auf die oben erwähnten Branchen.

    Und wie stand Jean-François Rime damals zu der Unternehmenssteuerreform ll?
    Wäre da ein weing ausgleichender Gerechtigkeit nicht angemessen?

  10. K.A. Barett sagt:

    Der grösste Feind der Theorie ist die Praxis. Vieles ist theoretisch möglich, das in der Praxis scheitert. Als Anbieter kann ich für meine Produkte Höchstpreise verlangen. Wenn die potenziellen Kunden meine Produkte zu den geforderten Preisen nicht zwingend haben müssen, werden sie nicht kaufen. Es sei denn, ich verkaufe zum Beispiel ein Automobil der Premiumklasse, das alle haben wollen, nicht müssen. Dann kann ich hohe Preise durchsetzen. Ob man das nun mag oder nicht, aber die Arbeitskraft eines Menschen ist ein Produkt hoher oder tiefer Qualität, das wertschöpfend weiterkauft werden muss.

    • Manuel Heffner sagt:

      Erstens ist die Arbeitskraft kein Produkt, zweitens wird sie nicht wertschöpfend weiterverkauft und dritten meinen Sie mit Qualität die Verfügbarkeit und sonst nichts. Amateur.

  11. Fortunat Reiser sagt:

    Ach ja, wenn einige tausend Angestellte ein paar hundert Franken mehr pro Monat kriegen würden, würde die Schweiz geschädigt und ganze Talschaften würden entvölkert…Mein Gott, wie viele Lügen müssen wir uns von den Neoliberalen Staatsfeinden denn noch anhören? Es wird immer absurder. Dieser Mann spricht von Todesurteilen und Nationalem Zusammenhalt und dergleichen mehr…Unglaublich, wie beliebig und einseitig hier mit Begriffen um sich geworfen wird. Diesem Mann fehlt es eindeutig an Intelligenz und Vorstellungskraft, er ist eine Schande für das Parlament!

  12. Ruedi Voser sagt:

    Ja klar, die Gestelle z.B. bei Coop etc. werden von Robotern aufgefüllt. Nein im Ernst. Immer wenn es z.B. um mehr Ferien, Lohn etc. für den kleinen Mann geht, ist das höchst gefährlich für die Wirtschaft und kann die Schweiz in den Untergang treiben.
    Auch Rentenalter soll erhöht werden und, und, und. Auf der anderen Seite ist mit den Mrd. Boni, Millionengehälter. Abgangsentschädigungen in Millionhöhe, Lohnfortzahlung bei Autritt etc. alles im Grünen Bereich. Aber der kleine Mann wird es wieder glauben und schön brav NEIN zum MIndestlohn stimmen.

  13. Jane Doe sagt:

    Ich bin ganz klar gegen diese Initiative. Trotzdem finde ich es irgendwie “gschpässig”, dass jemand von der SVP so wahnsinnig stolz darauf ist, dass in der Schweiz über 80% der Frauen berufstätig sind. Denn zu dieser hohen Zahl hat die SVP rein gar nichts beigetragen.

  14. Stefan Anslinger sagt:

    also, eigentlich müssten ja alle “wachstumskritischen” MEI Befürworter für diesen Mindeslohn sein… Wenn man konsequent deren Argumentation folgt…

    • Nelli Bühler sagt:

      man ja noch diesem Argumentation folgen doch wo bleiben die AHV-Ehepaare die nicht einmal CHF 3300.- und keine 2te Säule haben. Darum werden wir NEIN und noch einige die in der gleichen Lage sind stimmen!

  15. MickGenlteman sagt:

    Ein MIndestlohn lässt hunderte KMU und tausende Arbeitsplätze verschwinden. Wenn ein Wirt für jeden ungelernten Tellerwäscher, der vielleicht gerade erst eingewandert ist, 4000.- Franken bezahlen muss, kann er gleich den Laden dicht machen.
    Dazu geht der Anreiz für eine Lehre komplett verloren.
    Reinigungsunternehmen, werden reihenweise verschwinden. Egal ob sie Schweizer oder Ausländer eingestellt haben. Es sind in der Regel ungelernte Mitarbeiter, wenn die plötzlich alle CHF 4000.- verdienen, geht die Rechnung nicht mehr auf.
    Die zusätzlichen Kosten auf die Kunden abzuwälzen geht nicht.

    • Janine Meier sagt:

      Im Gastgewerbe wurde der Mindestlohn seit 1998 von 2350 auf 3680.- erhöht und trotzdem gibt es nicht weniger Restaurants als zuvor. Wenn mehr Leute mehr verdienen, geben auch mehr Leute mehr aus in Restaurants, beim Coiffeur etc und die Restaurants können sich die minimale Lohnerhöhung leisten.
      Wer putzt denn die Büros, wenn die Reinigungsunternehmen reihenweise verschwunden sind? Wer ein sauberes Büro will, wird die minimale Preiserhöhung in Kauf nehmen.
      Sind Sie etwa bereit, die Familie der Reinigungskraft durch Sozialhilfe für working poor zu unterstützen, während die Firma abkassiert?

  16. Hartmann E. sagt:

    Für mich hat der Mindestlohn mit keiner Partei zu tun. Ich weiss einfach, dass ALLE Waren (vom Brot bis hin zu Möbeln etc.) UND Dienstleistungen (Stadt- und Gde.-Verwaltungen etc.) teurer werden, so dass der angepeilte Mindestlohn natürlich wieder nicht reicht (Schneeballsystem). Die Rentner bekommen nicht mehr und sind somit die Geprellten und rascher von der Sozialfürsorge abhängig. Es ist der Schein, der trügt! Also: nein!

    • Janine Meier sagt:

      Ich zitiere aus dem Initiativtext: “Der gesetzliche Mindestlohn wird regelmässig an die Lohn- und Preisentwicklung angepasst, mindestens aber im Ausmass des Rentenindexes der Alters- und Hinterlassenenversicherung.”

  17. f.a. blume sagt:

    reine panikmache
    …… und kurzfristges denken noch dazu
    .
    durch die mindestlöhne kommt mehr geld in den umlauf
    …. das sonst bei den aktionären landet
    ……. und die horten bekanntlich das meiste geld
    ………… darum werden die reichen immer reicher

  18. Martina Puls sagt:

    Diese Mindestlohninitiative darf mit ruhigem Gewissen angenommen werden. Denn durch Annahme der MEI haben ja gerade SVPler Vorredner dazu den Boden geebnet, vermehrt inländische ArbeitnehmerInnen besser zu entlöhnen. Je mehr am Ende des Monats in der Lohntüte, desto mehr Kaufkraft. Für die vielzitierten KMUs mit wenig Angestellten gibt es genügend Ausweichmöglichkeiten mit Teilzeitjobs, Praktikanten, Lehrlingen etc. Die Wirtschafts-Suppe haben die Befürworter der MEI selber versalzen und sollen sie auch selber auslöffeln…

  19. max bernard sagt:

    Mag sein, dass der Mindestlohn den KMU’s schadet – aber noch weitaus mehr schaden die Dumpinglöhne den betroffenen Arbeitnehmern! Die müssen nämlich davon leben!!!

  20. Peter Ringger sagt:

    Mich würde es einmal brennend interessieren, mit welchem Mindestlohn Herr Rime oder die Arbeitnehmervertreter generell dann einverstanden wären. Alle behaupten, das 4000 viel zu hoch sei, aber darüber, was denn für Arbeitgeber in der ganzen Schweiz als Mindestlohn zumutbar sein soll, wird beharrlich geschwiegen. Ich möchte darum von allen, die hier Herrn Rime unterstützen gerne wissen, wo für Sie persönlich die Grenze des zumutbaren Lohns erreicht ist. Vielleicht könnte man sich bei einer nächsten Initiative auf einen Betrag einigen, der Dumping verhindert aber für Arbeitgeber akzeptabel ist.

  21. Thomas Hartl sagt:

    Ich wünschte, Jean-François Rime und andere Gegner eines Mindestlohn, würden mit gutem Beispiel vorangehen, und uns zeigen, wie leicht es sich doch mit einem Lohn unter 4000 Franken leben lässt. Wie könnte die Schweizer Wirtschaft erblühen, wenn nur genug Menschen unserer Führungselite freiwillig die Bürde eines tiefen Lohn auf ihre Schultern laden würde, und zum Wohl des Volkes in Bescheidenheit leben würden. Stellen sie sich vor, wie konkurrenzfähig die Schweiz plötzlich wäre, wenn hier Manager zu Dumpinglöhnen arbeiten würde, nur um uns alle in eine goldene Zukunft zu führen.

  22. PFENNIGER sagt:

    Was ist besser?
    In einem 5-Mann Betrieb einen 19-jaehrigen gelernten (aber nur fuer einfache Arbeit geeignet) fuer 3200.- anzustellen?
    Oder aber diese Arbeit den 5 Anderen aufzubrummen und diesen dafuer jeweils 500.- mehr Lohn geben?
    Bis jetzt haben viele Firmen Variante1 gemacht. Bei Annahme der Initiative wird ziemlich sicher nur noch Variante2 durchgefuehrt.
    Jugendarbeitslosigkeit wuerde garantiert steigen.
    Sind wir doch ehrlich, mit 19Jahren kann man gut mit so einem Lohn leben. (Bei den Eltern wohnen, keine Kinder, Partner der auch arbeitet)
    Zudem ist es so, dass der junge Mensch, wenn er sich bemueht, mit 25Jahren auch auf seine 4500.- kommt. Aber man kann nicht einfach nur fordern ohne mal richtig geliefert zu haben.
    Und glauben Sie mir ich weiss von was ich schreibe. Es gibt in der Schweiz nicht nur grosse Konzerne. Das Gegenteil ist der Fall. Der grosse Teil der Arbeitnehmer arbeitet in 1-30Personen-Firmen.

  23. Michael Bonanomi sagt:

    (Bitte vorherigen Kommentar nicht freischalten, merci!)
    Wer gegen die MLI ist, soll mal bitte hier in diesem Blog-Forum aufzählen, Angehörige welcher Angestelltengruppen in diesem Land bei voller Arbeitszeit nicht CHF 4000 verdienen sollen.

    • PFENNIGER sagt:

      Sie muessen einfach wissen, dass es sehr viele Klein- und Kleinstunternehmen gibt, wo auch der Chef nicht mehr als 6000.- verdient. (60h- Wochen)
      Nur um das Unternehmen durchzubringen. Es gibt nicht nur immer Fette Jahre!
      Klar, dann kann man ja sagen, das diese Unternehmen nicht mehr gebraucht werden. Wenn man aber so anfaengt fuehrt das zu einer Spirale, die ich nicht erleben moechte.
      In der Schweiz gibts nicht nur Banken- und Beamtenjobs.

      • Thomas Hartl sagt:

        Die meisten Unternehmen sind dem freien Wettbewerb ausgesetzt. Wer gegen seine Konkurrenz nicht besteht oder die technologische Entwicklung verpasst, muss schliessen. Wäre das nicht so, gäbe es in der Schweiz tausende von Hufschmieden oder Schriftsetzer. Diesen Prozess mit Duminglöhnen zu verzögern und von Steuerzahler über Sozialhilfe und Krankenkassenvergünstigung zahlen zu lassen, bringt nichts. In einzelnen Fällen macht eine staatliche Subventionierung Sinn, aber sicher nicht, so wie heute Arbeitskräfte aus dem Ausland mit Dumpinglöhnen ausgebeutet werden.

        • PFENNIGER sagt:

          Herr Hartl hat grundsaetzlich recht. Ich wage aber zu Behaupten, dass bei Annahme die Arbeitslosenzahl auf 5-6 Prozent steigt.
          Schlussendlich wird es wieder den Steuerzahler treffen.
          Ich bin einfach der Meinung, dass wir bei einem NEIN das kleinere Uebel haben. Ganz fair wird es sowieso nie.
          Sonst muesste man auch Ihre liberale Haltung zur Wirtschaft ueberdenken und das waere schade.

  24. Matti sagt:

    Ich kann es nicht mehr hören. Politiker wie Rime setzen alles daran, die Preise in der Schweiz ganz weit oben zu halten und die Löhne ganz schön tief.

  25. Ruedi Bührer sagt:

    Herr Rime was sind schwache Arbeitskräfte ? Sind Putzfrauen, Verkäuferinnen, Küchenhilfen schwache Arbeitskräfte ?
    Kaum sie werden auf perfide Art und Weise von Leuten wie Sie ausgenützt. Mit billig Leuten aus dem Ausland werden heute Produktionen aufgezogen die keinen Platz in der Schweiz haben weil diese Leute hier vom Lohn gar nicht leben können. Es lässt sich aber damit für eine gewisse Kaste viel Geld verdienen.
    Ja es gibt die schwachen Arbeitskräfte. Sie sind jedoch in der Schweiz gut in Eingliederungswerkstätten untergebracht.

  26. Peter Meier sagt:

    Es ist verwunderlich, dass die Initanten der MEI nun gegen den Mindestlohn sind! Ich dachte die tun alles für das Volkswohl? letztlich geht es aber nur um das Wohl der eigenen Klientel. Das Volch ist nur Mehrheitsbeschaffer und wird mit ausländerfeindlichen Parolen bei Laune gehalten.

  27. will williamson sagt:

    Dass eine Vollzeit arbeitende Person mit normaler Arbeitsfähigkeit 4000 fr. verdienen soll, scheint mir angesichts unseres Lebensaufwands angemessen. Wie aber sieht es mit minder Leistungsfähigen aus? Die werden dann vermutlich auf der Strecke bleiben, entweder nicht eingestellt oder gleich wieder entlassen werden.

  28. will williamson sagt:

    “Die Annahme der Mindestlohninitiative wäre Gift für unseren Wohlstand. ”

    Dass der Gewerbeverband sich um das Wohl der Geringverdiener Sorgen macht, glaube ich nicht. Die Formulierung ist aber schon richtig. Mit “für unseren Wohlstand” meint Herr Rime eben den Wohlstand der Gewerbetreibenden.

  29. Meier sagt:

    Alles eine Frage der Organisation und Strukturierung um Mindestlöhne oder 22.- Fr. Stundenlohn bezahlen zu können. Der Beweis dafür ist für mich mein eigener Arbeitgeber.

  30. Goran sagt:

    Sorry: Ich wollte sagen: nur weil er sich fuer den Bundesrat von den ueblichen SVPler Schafen waehlen wollte!

  31. cristiano safado sagt:

    Immer die gleiche Leier der Arbeitgeber. Tatsache ist einfach, dass man aus langjähriger Erfahrung mit GAVs weiss, dass ein Mindestlohn nicht zu Arbeitsplatzverlusten geführt haben. Mindestlöhne haben weder im Positiven noch im Negativen folgen, mal von einigen ganz wenigen Ausnahmen abgesehen.
    Uebrigens, dass nach Annahme der Mindestlohninitiative eine unqualifizierte Küchenhilfe ohne Berufserfahrung über 5200 Franken verdienen würde, ist humbuck..

  32. Thomas sagt:

    Das ganze wurde einfach nicht bis zum Ende durchdacht, so dass es aktuell einfach mehr schaden als helfen würde. Hier muss sich in Zukunft noch einiges mehr ändern.

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