Blogs


Politblog
Maurus Zeier am, Montag 18. Februar 2013

Und wann redet der Staat beim Sackgeld mit?

Heute vergeben wir eine Carte Blanche an Maurus Zeier, Co-Präsident Jungfreisinnige Schweiz. Aujourd'hui nous donnons Carte Blanche à Maurus Zeier, coprésident des Jeunes libéraux-radicaux suisses.

Die Frage, wie viel die Spitzenleute unserer grossen und international tätigen Unternehmen verdienen, plagt derzeit viele Schweizerinnen und Schweizer. Liberale bleiben davon verschont. Sie anerkennen Einsatz und Leistung, fördern Wettbewerb und Konkurrenz, verspüren weder Neid noch Missgunst.

Als Thomas Minder vor einigen Jahren die Unterschriften für seine Volksinitiative mit dem irreführenden Titel «gegen die Abzockerei» eingereicht hat, habe ich eine Internetseite dagegen publiziert. Nicht, weil ich Angst hatte, Herr Minder würde zukünftig ein potentielles Millionensalär verunmöglichen. Ich habe die Website kreiert, weil ich aus tiefster liberaler Überzeugung gegen diese Initiative war – und es heute noch bin.

Die von Thomas Minder ernannten Abzocker haben nicht getäuscht, sondern verhandelt.

Am 3. März gehts um seine Abzockerinitiative: Thomas Minder. (Bild: Keystone)

Am 3. März gehts um seine Abzockerinitiative: Trybol-Chef Thomas Minder. (Bild: Keystone)

Der Duden setzt abzocken mit über den Tisch ziehen, ausschlachten oder ausnehmen gleich. Abzocker wären also Leute, welche sich unrechtmässig verhalten, täuschen und betrügen. Die von Thomas Minder ernannten Abzocker haben nicht getäuscht, sondern verhandelt. Sie haben ihren Werdegang, ihre Fähigkeiten und ihre Motivation angeboten und basierend darauf mitunter ihre Vergütung verhandelt. Nur wenige Leute verfügen über die optimale Kombination der nachgefragten Fähigkeiten, was den Marktwert der einzelnen wenigen in die Höhe treibt. In einem Land mit Vertragsfreiheit, wie wir sie in der Schweiz glücklicherweise vorfinden, bestimmen Angebot und Nachfrage den Preis. Hochqualifizierte Fachkräfte stehen privaten Unternehmen gegenüber, welche von privaten Aktionären getragen und finanziert werden. Die Unternehmen vergleichen den Preis mit der Leistung und dem Nutzen einer Fachkraft und entscheiden auf dieser Basis über eine mögliche Anstellung. Lohnt es sich für die Unternehmung nicht, wird sie auf die Anstellung verzichten.

Was in der Politik die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger sind in der Wirtschaft die Aktionärinnen und Aktionäre. Mit dem Unterschied, dass das Gewicht des einzelnen Aktionärs über den von ihm kontrollierten Anteil an der Unternehmung definiert wird. Wer nicht Aktionär ist, ist «Nicht-Spieler», und seit Monopoly und Eile mit Weile wissen wir alle: Nicht-Spieler, Maul halten.

Die «Spieler» definieren die Spielregeln und tragen die Verantwortung. Aktuell geniessen sie mit dem aktuellen Aktienrecht eine nahezu maximale Flexibilität bei der Festlegung ihrer Spielregeln. Den einzigen «Problem-Spieler» unter den zahlreichen Akteuren stellen die Pensionskassen dar. Denn im heutigen System haben wir als Angestellte keine Möglichkeit, Einfluss auf die Investitionspolitik der Pensionskassen zu nehmen. Nun kann man die Pensionskassen ins Visier nehmen und mit Vorschriften und Regulierungen eindecken oder aber man könnte Wettbewerb und Konkurrenz schaffen, wie echte Liberale dies immer tun. Stellen Sie sich vor, Sie könnten künftig ihre Pensionskasse frei wählen: Problem gelöst, Wettbewerb geschaffen, Regulierung beseitigt.

Die öffentliche und mediale Diskussion über Vergütungen privater Unternehmungen ist im Prinzip dasselbe, wie wenn künftig die Auszahlung und Verteilung des Taschengeldes einer Schweizer Familie öffentlich diskutiert und bewertet würde. Der Entscheid der Eltern über die Höhe des Taschengeldes ihrer Kinder ist genauso Sache der Eltern, wie es Sache der privaten Unternehmung ist, über die Vergütung ihrer Mitarbeitenden zu entscheiden. Wenn Vater Franz Müller seinem Sohn Fritz Müller das Taschengeld zuspricht, ist dies grundsätzlich dasselbe, wie wenn der von den Aktionärinnen und Aktionären gewählte Verwaltungsrat der Novartis über den Lohn ihres Präsidenten befindet. Gut möglich sogar, dass nicht nur die Novartis sondern auch Vater Müller gezielte Leistungsanreize setzt und bei erfolgreicher Zielerreichung einen Bonus spricht.

Bedenklich jedoch ist, dass eine Regulierung der börsenkotierten Unternehmungen, welche der Schweiz am meisten Wertschöpfung und Arbeitsplätze bescheren, beim Souverän reelle Chancen hat, während die öffentliche Diskussion über Ethik und Moral der familieninternen Taschengeldflüsse der Müllers als inakzeptablen Eingriff in die Privatsphäre taxiert würde. Man stelle sich vor, wenn der Staat Franz Müller per Verfassung verbieten würde, seinem Sohn Fritz beim Auszug aus dem Elternhaus eine «Abgangsentschädigung» zu bezahlen. Wie würden die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger wohl über ein solches Gesetz entscheiden?

Maurus Zeier Co-Präsident Jungfreisinnige Schweiz
Coprésident des Jeunes libéraux-radicaux suisses.

255 Kommentarecommentaires zusur “Und wann redet der Staat beim Sackgeld mit?”

  1. van der Waerden sagt:

    In sich schlüssiger und richtiger Gedanke !
    Was allerdings dazu passt und hier deshalb ausgeblendet wird, ist beispielsweise, dass ich per Gesetzt gezwungen bin, eine Krankenkassenprämie zu bezahlen, womit die Kassen (rel. teure) Medikamente erstatten, die per Gesetz zugelassen sind, andere (die ich besser und billiger fände), aber per Gesetz nicht erstattet werden dürfen – und davon dann so eine private Firma kassiert, die ihrem Lieblingssohn mal eben ein Taschengeld von 72 Mio Fr. auf den Weg geben kann.

    • Walter Schneider sagt:

      Werte Herr oder Frau van der Waerden. So sehr ich Ihre Aufregung über KK-Prämien verstehe, sowenig, ja, gar keinen nenneswerten Einfluss hat Vasella’s Entschädigung auf den Medikamentenpreis. Sie schlagen den Sack und meinen den Esel.

      • smart sagt:

        Vasella ist ja auch nur die Spitze des Eisbergs! Ich schätze mal dass beim Medikamentenpreis rund 75% der Kosten Lohnkosten (inkl. Löhne der Forscher) darstellen. Die Lohnpolitik dieser Pharmabuden im Gesamten hat durchaus einen Einfluss auf die Medi-Preise.
        Kommt dazu, dass Vasella entscheidend zur Kartellbildung im Pharmamarkt beigetragen hat, nur darum kann sein Nichtstun in den nächsten Jahren soviel wert sein. Die Minder-Initiative kann nur der Anfang für eine sauberere und wieder marktwirtschaftlichere Wirtschaft für die Zukunft sein. Ein verbessertes Kartellrecht muss folgen!

        • Eric Cerf sagt:

          Die Annahme der Abzocker-Initiative ist dank Hr. Vasellas kühnem Zugriff absehrbar. Natürlich passt diese Abstimmung allen reichen Geldsäcken nicht in den Kram! Wir verstehen die Sorgen und Nöte der Gutbetuchten, was geht der Pöbel da unten denn an, wieviel Lohn, Boni und Abfindungen wir legal oder illegal in der CH garnieren? Richtig, oder fast richtig. Dumm ist bloss, dass die ganz grosse Mehrheit der arbeitenden Leute nicht ins Selbstbedienungskässeli der Firmen greifen kann. Die Neidgesellschaft gibts eben auch, Minder hin oder her. Shit happens.

    • Yves Adams sagt:

      Danke für den Vergleich, besser geht nicht. Die sogenannten Liberalen sind immer mit dabei, wenn der Gesetzgeber Zückerchen rüber reicht. Wehe der Staat setzt Grenzen.

      • R. Merten sagt:

        Ueberall, wo der Staat die Finger drin hat, resultieren Verluste in grosser Höhe, Hr. Adams.. Z.B. in den Pensionskassen der links-grünen Städte. Und der Steuerzahler hat dieses Missmanagement noch zu bezahlen. Und die Verantwortlichen stehlen sich dann mit fadenscheinigen Argumenten aus der Verantwortung. Oder Politiker, wie die CVP-Nationalrätin Riklin aus Zürich, beschaffen sich auf Staatskosten billigen, subventionierten Wohnraum. Der linke Filz blüht nach wie vor. Und die Devise der Genossen: bezahlen sollen die anderen!

        • B. F. sagt:

          Sie meinen wohl den linken Filz, der die Swissair in den Abgrund gewirtschaftet und den Steuerzahler eine Stange Geld gekostet hat…

        • sepp z. sagt:

          R.Merten, das ist nun komplett falsch. Die gegenwärtigen Milliardenverluste finden sich in der Pensionskasse des Kantons, welcher seit Jahren von einer bürgerlichen Mehrheit bewirtschaftet wird. Sorry.

          • R. Merten sagt:

            sind dann die städtischen oder kantonalen Pensionskassen in Genf, Lausanne, Jura, St.Gallen etc nicht in links-grünen Händen, Sepp Z. ? Bitte sich gründlich informieren.

        • Roland Stuber sagt:

          Ich glaub Ihnen, R. Merten kein Wort! Jedesmal wenn ein Finanzdebakel aufgedeckt wurde, waren die obersten Chefs von der FDP oder SVP oder was sich sonst rechtsbürgerlich schimpft. Ob Pensionskassen oder Departemente, die mit EDV-Integrationen/-Migrationen Millionen sinnlos verbutterten.. EGAL – jedesmal rechtsbürgerliche Finanz-Nichtskönner, die sich aber bei den kantonalen Wahlen als DIE Finanzgenies per se wiederverkaufen. Irgendwann werden auch die dümmsten rechtsbürgerlichen Wähler erkennen müssen, das diese Nullen aus ihrer eigenen Partei stammen. Aber erzählen SIE Ihre Märchen weiter…

          • R. Merten sagt:

            Es ist ja gleich welche Partei, Hr. Stuber und Sepp.Z.- ich sage einfach, dass sobald staatliche Organe oder Stellen mit unternehmerischen Aufgaben betraut werden, ist Versagen an der Tagesordnung-Beispiele gibst zuhauf. Und unterstellen Sie mir ja nicht, ich wisse nicht wovon ich spreche!! Auch die Verschleuderungspolitik und Verschuldung in den links-grünen Städten ist Tatsache.

    • R. Merten sagt:

      Ich verstehe Ihre Argumentation nicht Hr. oder Frau van der Waerden. Es ist klar, dass in einer AG die Aktionäre bestimmen, welche Saläre bezahlt werden oder welche Strategien zu befolgen sind. Auch wenn es die Genossen nicht wahrhaben wollen- die Aktionäre entscheiden und nicht Aussenstehende. Auch wenn die Höhe der Bezüge von Vasella nicht in Ordnung sind, geht es Private, die keine Aktien dieser Gesellschaft besitzen, nichts an, sofern keine Gesetze verletzt werden. Natürlich wollen die Linken wieder mit einer Gesetzesflut die Eigentumsverhältnisse beschränken, siehe auch Erbschaftsinitiat.

  2. Roger Walser sagt:

    Der Vergleich mit dem Taschengeld ist im Prinzip richtig, aber trotzdem falsch. Beim Vater handelt es sich um eine einzelne Person die über ihr eigenes Geld entscheidet. In der AG ist es der Verwaltungsrat der über das Geld der Aktionäre entscheidet. Er muss also nicht in die eigene Tasche greifen. Wenn man den Vergleich korrekt darstellen möchte dann müsste der Aktionär über die Höhe des gehalts entscheiden und genau das will die Initiative.

    • Luisa sagt:

      Was hier aber allg. ausgeblendet wird, ist d.Situation d.ArbeitnehmerInnen. Dort werden d.Löhne gekürzt (keine Lohnerhöhung ist nämlich Lohnkürzung, weil d.Teuerung weitergeht!), Manager-Fehler bezahlen d.Angestellten, obwohl diese ja die Gewinne der Firmen erwirtschaften.
      Die FDP benimmt sich, als ob d.Manager ALLEINE d.Gewinne machen würden und es d.ArbeitnehmerInnen überhaupt nicht gäbe…
      Und genau das stinkt mir schon lange!!

      • Stefan Schmid sagt:

        Werde selbständig, Luisa. Verlasse das umsorgte und verantwortungsarme Angestelltendasein, und gestalte Deinen Broterwerb selber.

        • Anja sagt:

          Die Manager sind aber nicht selbstständig, Herr Schmid, sie managen lediglich (okay, nicht in jedem Fall) ein Unternehmen, das jemand anderer aufgebaut hat. Und ohne die Angestellten, die Luisa anspricht, geht es nun wirklich nicht. Daher bin ich auch nicht prinzipiell gegen Boni oder hohe Löhne (obwohl 72mio nun wirklich sämtliche Grenzen des Ertragbaren sprengen), sondern dagegen, dass einige wenige sich auf Kosten allen anderen unverhältnismässig bereichern.

        • K.A. Barett sagt:

          Ja, richtig. Jeder und jede kann eine Firma gründen und damit Erfolg haben; oder eben Misserfolg. Die Firmengründung ist auch der Königsweg zur Umsetzung der Frauenquote. Jede Frau kann sich zu verwirklichen versuchen, indem sie auf eigenes Risiko eine Firma gründet und dann zeigt, wieviele Frauen sie in die eigene GL und den eigenen VR nimmt und in welchem Ausmass sie die Angestellten an den Entscheidungen und dem Erfolg partizipieren lässt.

    • Rudi Pommel sagt:

      Beim Lesen des Artikels hatte ich ebenfalls genau Ihren Gedankengang. Aus dieser Perspektive müssten echte Liberale eigentlich die Initiative unterstützen, da der Eigentümer (Vater bzw. Aktionäre bzw. “der Prinzipal”) über sein eigenes Geld liberal entscheiden soll.

      • Peter Hofer sagt:

        Darum bin ich für die Initiative. Die Initiative wird helfen, den Standort Schweiz zu verbessern langfristig, Wahrung der Eigentumsrechte.

        Zudem enthält der Gegenvorschlag viel Bûrokratie, betrifft auch nicht börsenkotierte KMU (Minder richtigerweise nur börsenkotierte, wo das Principal Agent-Problem auftritt), kein Wunder erzählt die Economiesuisse nichts davon, sie vertritt vor allem die grossen Komzerne, nicht die KMU…

        • Martina Puls sagt:

          Richtig Peter Hofer und es sind auch die KMU in der Schweiz, die am meisten Arbeitsplätze dem Schweizer Volk zur Verfügung stellen! Aber eine fragwürdig ‘liberale’ Oberschicht glaubt doch tatsächlich an einen Selbstbedienungsladen in einem von Aktionären getragenen Konzern und stellt ArbeitnehmerInnen auf die Strasse wenn die Marge zu knapp wird! Das RAV oder Sozialamt soll diese Leute dann auffangen und finanziell unterstützen! Solches Gebaren kennen KMU wenig, weil hier noch die Chefin selber im Betrieb anwesend ist und jedem Mitarbeiter in die Augen sehen will.

      • Reto Weber sagt:

        @Pommel
        Nicht ganz. Denn die Initiative bevormundet den “Vater” – du darfst die Entschädigungn nicht bezahlen, selbst wenn du es für sinnvoll erachtest. Du hast so und so abzustimmen etc. Der Gegenvorschlag ermöglicht übrigens ebenso, dass der “Vater” über sein eigenes Geld verfügen kann – ohne anmassende Verbote, Pflicht zur elektr. Abstimmung, jährlichen Wahlen etc.

    • smart sagt:

      Der Vergleich des Managerlohns mit dem Taschengeld finde ich echt genial! Beides wird ohne erkennbare Gegenleistung ausbezahlt und dient der Ruhigstellung des Nachwuchses! Wobei beim Taschengeld der Nachwuchs minderjährig, bei den Managern aber volljährig ist.
      Im MWST-Gesetz hat übrigens sogar der CH-Gesetzgeber festgehalten, dass auch VR-Entschädigungen ohne entsprechende Gegenleistung ausbezahlt werden. Art. 18 Abs. 2 Lit. j. MWSTG. “Mangels Leistung gelten nicht als Entgelt: Entschädigungen für Tätigkeiten wie Verwaltungsrats- und Stiftungsratshonorare”. So genial unsere Parlamentarier!

    • tststs sagt:

      Das Sackgeldbeispiel weitergesponnen:
      Während die anderen 3.Klässer 5 Franken pro Woche bekommen, erhält Fritzli Müller sagenhafte 3500 CHF pro Woche. Einige Schüler finden das nicht so lässig ((Fritzli sagt, sie seien Neider). Sie erzählen es ihren Eltern. Diese sprechen dann Müllers an, ob sie das nicht auch ein bisschen übertrieben fänden…. Nö, das sei doch Privatsache… auch Apelle an die Moral oder das Gewissen fruchten nicht. Um den sozialen Frieden auf dem Pausenhof zu erhalten, schaltet sich dann doch irgendwann die Schulleitung ein… und ja, es ist völlig übertrieben, die Höhe des Sackgeldes festzulegen. Es ist aber auch völlig übertrieben einem vernünftigem Menschen ein Gurtenobligatorium aufzuerlegen… Es ist halt wie immer; Gesetze gibt es für die Handvoll Unbelehrbaren…

      • Christian Weiss sagt:

        Was, wenn nicht Neid ist der Antrieb, wenn man sich über Fritzli Müllers Sackgeld aufregt? Ob es für Fritzli Müllers Erziehung sinnvoll ist, wenn er mehr Geld zur Verfügung hat als ein durchschnittlich verdienender Erwachsener, sei dahingestellt. Trotzdem geht es niemanden ausser Familie Müller etwas an. Unmoralisch ist ein solches Sackgeld nur dann, wenn Fritzli Müller Schaden in seiner Entwicklung nimmt, weil er wahrscheinlich jeden Bezug zu einem normalen Salär verliert, dass er nach Ende seiner Ausbildung allein erzielen kann.

        • Henri Hartmann sagt:

          Wenn man schon mit der Moral argumentiert, müsste man auch die grenzenlose Gier der Abzocker erwähnen, die jedes Mass an Vernunft und Rücksicht grenzenlos überschreitet. Im Vergleich ist für mich das Argument des Neides ein Windelkind. Ich bin auch gegen zu viele Gesetze und Verbote. Wir müssen unbedingt die Möglichkeit behalten unsere Welt selbst zu gestalten. Aber diese Initiative gehört für mich zur Gattung Rahmenbedingung, die es einfach braucht, damit eine Gesellschaft richtig funktionieren kann.

        • Emanuel Dettwiler sagt:

          @Christian Weiss: Und Fritzli Müllers Machtposition auf dem Schulhausplatz? Nicht der Rede wert? Nicht unmoralisch?

      • alien sagt:

        Diese Geschichte, tststs, gefällt mir, echt. Sie illustriert die Sache sehr gut. Ich erzähle sie mal meiner Mutter.

  3. Thomas Tschan sagt:

    Wovor haben Sie Angst, Herr Zeier? Weder die Wirtschaftsfreiheit wird durch diese Initiative eingeschränkt, noch stellt sie einen Eingriff in die Privatsphäre dar. Im Gegenteil, sind es doch nun gerade die Besitzer, sprich Aktionäre einer Unternehmung, die über die rechtmässige Verteilung der Vergütung befinden dürfen. Und dass die von Ihnen erwähnten “Spieler” auch tatsächlich die Verantwortung tragen, ist in meinen Augen ein Beweis dafür, dass Sie vom Wirtschaftsgeschehen weitaus weniger Ahnung haben, als dass Sie offenbar möchten.

  4. Sven E. sagt:

    Wäre Vater Müller Quasimonopolist für lebenswichtige Medikamente und würde des Vaters Taschengeld an seinen Sohn diese verteuern, wäre die Öffentlichkeit wahrscheinlisch sehr wohl bereit, das Taschengeld verfassungsmässig zu deckeln.

    • Andri Silberschmidt sagt:

      Dann wäre die richtige Lösung, Markteinschränkungen aufzunehmen und unsere Pharmakonzerne mal auf den freien Markt werfen. Nicht Gesetze mit neuen Gesetzen bekämpfen, was ein Rattenschwanz verursacht.

  5. Peter Meier sagt:

    Nur mit dem feinen Unterschied, dass der Fritz Müller nicht bei den Wurschtens als neuer Sohn des Hauses einziehen wird. Ihr Vergleich ist so hanebüchen und naiv, da kann ich mir ein “Jööö ist der herzig, der kleine Liberale” nicht verkneifen.

  6. Philipp Rittermann sagt:

    absolut haltlos. am falle vasella sieht man, dass die minder-initiative gegenüber dem abgeschwächten gegenvorschlag nur vorteile bringt. hat die aktionsärsklage erfolg, würde er hier bestraft werden, der gegenvorschlag hätte keine direkten strafrechtlichen konsequenzen. die damen und herren millionen-abzocker müssen merken, das es schmerzt. ausserdem merke ich, dass sich der freisinn am vehementesten gegen die minder-initiative wehrt….warum wohl…?

    • Roland Stuber sagt:

      Weil “echte Liberale gegen jede Regulierung sind”
      DEREN Zauberwort heisst jahraus jahrein “Selbstregulierung” was man mit Menschlicher GIER gleichsetzen kann (siehe Vasella- und Barnevik-Typen etc.) UND mit ein Grund warum unsere FDP in der Wählergunst in der Bedeutungslosigkeit verschwinden wird. Nach FDP-mitverschuldeten Abzockerexzessen ist das Volk inzwischen nicht mehr bereit ihre Märchen abzukaufen! Econiesuisse und FDP führen in ihrer Dauer-Ignoranz ihr eigenes “Grounding 2026″ durch. Wollen wir wetten?

    • Peter Harder sagt:

      Herr Rittermann, nur weil der Gegenvorschlag keine STRAFrechtlichen Konsequenzen kennt, heisst das nicht, dass es es keine ZIVILrechtlichen Mittel gegen derartiges Missverhalten gibt. Die Initiative will einfach generelle Verbote, währendem der Gegenvorschlag den Aktionären echte Mitspracherechte gewährt (Antrittsprämie, Vergütungsreglement, Abtrittsentschädigung).

      • Philipp Rittermann sagt:

        wissen sie herr harder. wenn ich noch an anständige menschen glauben würde, wäre ich auch für den gegenvorschlag. die realität zeigt leider das gegenteil; und dafür brauchts nun mal leider “verbote”.

    • Rolf Schultheiss sagt:

      Liebe Freisinnige, der Artikel wiederspiegelt euer liberales Gedankengut, nach dem Motto: Der Markt wird es wohl richten und “Mehr Freiheit, weniger Staat”. Ebendieser Markt versagt leider auch in dieser Angelegenheit, aber es wird klar, wer denn nun zu den Verhindern bei dieser Initiative gehört hat – notabene ein 5-jähriges Trauerspiel bis diese Initiative nun zur Abstimmung kommt! Dass sich nun selbst FDP-Exponenten echauffieren über Vasella: Die Geister die ich rief werd ich nicht mehr los. Es wird sich am 3.3. zeigen ob die alte Masche der Economiesuisse mit Verlust der Arbeitplätze zieht

  7. Sven Müller sagt:

    Wenn Sie auf die Strasse gestellt werden und der Manager Ihrer Firma kriegt Geld dafür ist was falsch. Die Mitarbeiter sind in Ihrer Welt keine Mitspieler sondern Spielfiguren, aber für viele ist das Leben kein Spiel und sie haben es satt, als Spielfiguren behandelt zu werden.
    Nein, ein Patron wäre wie ein Vater. Ein Manager ist vielmehr ein Sklaventreiber, der aus der Firma und damit aus dem kleinen Arbeiter Geld presst. Maximaler Profit auf Kosten der Sklaven sozusagen.
    Sie meinen Sie seien für Freiheit? Sie haben sich dem Diktat des Geldes unterworfen – das ist nicht wirklich liberal…

  8. Dennis Knecht sagt:

    Ich habe meinen Stimmzettel ausgefüllt und zwar mit “ja”. Der entscheidende Punkt ist, dass die Pensionskassen bei Annahme der Minder-Initative (nicht aber beim Gegenvorschlag) an Aktionärs-Abstimmungen teilnehmen müssen, und zwar indem sie strikt die Interessen ihrer Versicherten vertreten. Es ist unverständlich, dass dies nicht schon längst geschieht. Ich hege den Verdacht, dass in den oberen Führungszirkeln die Mentalität herrscht: lässt du mir meine Millionen, lass ich dir deine. Neid spielt dabei keine Rolle. Hohe Löhne sind weiterhin möglich, aber nur mit Zustimmung der Aktionäre.

    • Bernie Graezer sagt:

      Sie irren sich wie die Minderinitiative. Das Stimmengewicht der PKs ist bei SMI Titeln verschwindend gering. Der Gegenvorschlag ist griffiger. Die MinderInitiative will einfach nicht begreifen, dass Kapitalgesellschaften nach Kapital und nicht nach Köpfen abstimmen. Was man unter liberalen und wirtschaftlichen Aspekten fordern kann, ist Transparenz.

      • Martin Muheim sagt:

        Wie dumm, das die Initiative einfach nichts begreifen will!
        Die Minder-Initiative wird bekämpft, weil sie die Aktionärsrechte stärkt. Der Gegenvorschlag ist ein typisch schweizerisches Gesetz mit viel Juristenfutter, über den sich dann später der “Normalbürger” ärgern wird.

      • R.Meierhans sagt:

        Sie merken nicht, wie Sie sich widersprechen. Eben gerade dass bei GV-Abstimmungen nicht
        die Anzahl anwesender Aktionäre, sondern das vertretene Kapital wichtig ist. garantiert, dass
        die meisten Anträge der GL angenommen werden. Das ist kein Fehler der Minder-Initiative,
        sondern des Aktien-Rechts.

    • R. Merten sagt:

      Was heisst genau im Interesse der Versicherten, Hr. Knecht? Haben Ihrer Meinung nach, alle 10000 Mitglieder die gleichen Interessen? Wieviel soll beispielsweise der Aktienanteil der Pensionskasse sein? Welche Qualität von Obligationen und Aktien dürfen gekauft werden? Fragen über Fragen. Mit einer einfachen Anschauung des Problems kann dieses nicht gelöst werden.

    • Ueli Hoch sagt:

      Und was bitte sehr ist im Interesse der Versicherten? Es geht bei der GV ja nicht nur um Gehälter des Managements, sondern auch um andere Fragen, um Aquisationen, um Firmenzusammenschlüsse, ….. . Zudem, nehmen wir mal an Plan A verspricht eine hohe Rendite, ist aber mit einem massiven Arbeitsplatzabbau in der CH verbunden. Plan B sieht keinen Arbeitsplatzabbau vor, dafür ist absehbar, dass der Aktienkurs vor sich hindümpeln wird. Wie soll nun der Pensionskassenvertreter stimmen??? Für mehr Rendite oder für Arbeitsplatzerhalt??

      • Regenscheit sagt:

        Das sind doch genau die Fragen die vorher die PK einfach den Kopf in den Sand gesteckt haben. Es sind gute Fragen und über die sollen sich die PK Vertreter eine Meinung bilden. Das Ziel für die PK ist doch eine langfristige, Geldanalge mit Rendite. Wenn die PK Mitglieder meinen sie müssten ein Fairtrade Label haben, sollen sie doch, ist doch OK. Es bleibt dann noch offen dem Mitglied die PK Zugehörigkeit zu öffnen sodass sie auch wechseln kann.

        • Ueli Hoch sagt:

          Und wenn die PK-Mitlgieder finden die PK-Führung habe falsch gestimmt, gehen sie vor Gericht und dann muss der Richter entscheiden was richtig ist???

    • Martin sagt:

      Die Aufabe der Pensionskassen: jede PK beruft vor der GV von Novartis (oder vor jeder anderen GV) jeweils eine GV der Mitglieder der PK ein, um über die Stimmabgabe abzustimmen. Selbstverständlich müssen VORHER noch alle Mitglieder der PK als Arbeitgeber je zu einer GV einberufen, um die versicherten Arbeitnehmer zu ihrer Meinung zu befragen, damit sie wissen, wie sie bei der PK stimmen müssen, damit die PK weiss, wie sie bei der GV stimmen muss. Ist doch einfach und klar!

      • Ueli Hoch sagt:

        Ist doch einfach und klar!? und aufwändig! die PK’s haben nicht nur Aktion von Novarties sondern auch noch von 50 bis 100 anderen Unternehmen. Und diese GV finden das ganze Jahr über statt, manchmal auch ausserordenltich. Wollen Sie da da alle paar Wochen die PK-Mitlglieder zusammenrufen??

      • R. Merten sagt:

        sehr einfache Sichtweise und überhaupt nicht praktisch. Wissen Sie, Martin, was für eine organisatorische und administrative Lawine Sie lostreten würden. Ich finde, Leute sollten sich zuvor wenigstens rudimentär zuerst orientieren, bevor sie absurde Vorschläge einreichen. Es ist sinnvoll, zuerst das Gehirn einzuschalten und abzuwägen, was richtig und vorteilhaft ist.

  9. G.Kaufmann sagt:

    Mit ihren Fähigkeiten und Ideen werden sie ein perfekter Hausmann und Vater sein. Sie kennen sich mit Taschengeld aus, spielen Monopoly und Eile mit Weile und scheinbar sind sie auch der Typ Vater bei dem die Kinder nichts zu sagen haben. Ich bin sicher, so Sachen lernt man an der HSG oder ähnlichen Institutionen. Ich habe nicht gewusst, dass es dort eine spezielle Abteilung gibt. Das werden leider die zukünftigen Wirtschaftsführer wie Vasella & Co sein. Schöne Aussichten.

    • Rudi Pommel sagt:

      Herr Maurus Zeier studiert Wirtschaft an einer Fachhochschule in Luzern. Als ich an der HSG mein Studium absolvierte, hatten wir Studenten bei Prof. Ulrich eine grundlegende Einführung in Wirtschaftsethik (Pflichtveranstaltung). Wenn ich jedoch diesen Beitrag so lese und mir das radikal-liberale Smart-Spider-Profil von Maurus Zeier auf seiner Homepage betrachte, habe ich den Eindruck, dass an dieser Luzerner Institution nicht viel Wert auf wirtschaftsethische Fragen gelegt wird.

  10. Philipp Bürgler sagt:

    Das Vertreten von liberalen Werten heisst jedoch nicht, dass man sämtlichen gesunden Menschenverstand, Anstand und Bescheidenheit über Bord werfen muss. Spätestens seit der Staat die UBS vor dem Zerfall retten musste, ist der Staat und somit die Bevölkerung zumindest teilweise ein Mitspieler! Jaja, die Sache ging dann zum Glück gut aus und der Staat konnte sogar profitieren.Das ändert aber nichts an den Umständen und der Signalwirkung. Die Konzerne und ihre Aktionäre hatten genug Zeit, diese Debatte selber zu führen und die Sache in Ordnung zu bringen. Jetzt kommt halt die Initiative.

    • Oliver sagt:

      Der Staat hat aber Novartis noch nie retten müssen und sollte sie auch fallen lassen würde diese Mal in Bedrängnis geraten. Novartis ist nicht systemrelevant.Bei Unternehmen die Gelder oder Sicherheiten vom Staat bekommen bin ich für ein Mitspracherecht der Allgemeinheit, d. h. auch eine Beschränkung der Top Salär auf, sagen wir max. 750000 CHF.
      Liberal heisst frei, und jede Einschränkung, man mag noch so erzürnt sein über Herrn Vasella, ist antileberal und das kann man nicht mit Moral, Menschenverstand, Bescheidenheit und anderen Scheinargumenten und Gummiparagraphen wegdiskutieren!!!

      • smart sagt:

        Oliver, der Staat wird Novartis nie retten müssen, weil Novartis mit den staatlichen Gesundheitswesen und den Medikamentenmonopolen faktisch eine Staatsgarantie hat. Zudem bezahlt der Staat mit den Forschungsprogrammen einen grossen Teil der Aufwendungen der Pharma mit. Ganz schön nach dem Motto: Die Gewinne privat, die Kosten dem Staat.

  11. Peter Hofer sagt:

    Schwach, ich bin liberal und klar für die Initiative. Lesen Sie sich ein zu Principal-Agent Problematik bei AGs, VR und GL tätigen oft Insich-Geschäfte, Marktversagen etc. Der Gegenvorschlag behindert zudem nicht börsenkotierte KMU negativ!

    Zu Marktversagen nur ein Beispiel:
    Warum verdient Krauer 62’000 und Vasella 72 Millionen/12 ?
    Beides Ehrenpräsidenten der gleichen Firma. Bitte um Erklärung durch Herr Zeier.
    Kurz, auch überzeugte Liberale können für die Initiative sein. Die FDP ist für mich sowieso nur auf dem Papier liberal, aber das ist ein anderes Thema.

    • Andreas Dürr sagt:

      Sehr geehrter Herr Hofer, sie sind beileibe kein Liberaler! Richtig ist: die Abgangsentschädigung von Herrn Vasella ist in der Höhe durch nichts zu rechtfertigen. Noch richtiger ist aber: Vertragliche Abmachungungen dieser Art in einem privatwirtschaftlichen Unternehmen gehen den Staat nichts an..

      • Peter Hofer sagt:

        Legt der Staat die Löhne fest? Nein, er setzt nur den Rahmen wie heute schon im OR: Aktionär bekommt mehr Kontrolle dank der Initiative, er ist der Eigentümer. Zumal das Umfeld Pharma sehr unliberal ist:

        Parallelimporte verboten, Patentschutz sehr lange und und…dort sollte die FDP mal etwas machen.

        Die FDP schützt Finanz und Pharmalobby wie keine zweite,, das sind riesige geschützte Märkte. Dort ist Problem!

        Zudem hat der Gegenvorschlag für nicht börsenkotierte Firmen, also KMU sehr viel Bürokratie! Wie können Sie als Liberaler dafür sein? HSG-Bernasconi hat dazu viel gesagt, lesen..

  12. sepp z. sagt:

    “Echte Liberale”, wenn ich das bloss höre.
    Als Linker vertrete ich heute in jeder Hinsicht eine liberalere Haltung als die neoliberalen Ideologien, welche Liberalismus zu ihren Gunsten umdeuten wollen und darunter eine Hemmungslose Abzockerwirtschaft im Service der globalen Konzerne verstehen.
    Was wir in der Schweiz brauchen, ist eine Stärkung der Demokratie, damit uns die Wirtschaft und deren milliardenschweren Vertreter (Economiesuisse) nicht weiterhin gängeln und sich den Staat kaufen. Mehr Demokratie, weniger Neo-Feudalismus.

    • Christian Weiss sagt:

      Ich möchte mal wissen, wo die Wirtschaft die Bürger gängelt?
      Lustig der Begriff “Neo-Feudalismus”. In Zeiten des mittelalterlichen Feudalismus hielt der Adel seine Pfründe schön zusammen. Da hätte ein sozialer Aufsteiger wie Daniel Vasella nie die Chance gekriegt, ein solches Einkommen zu erzielen. Wenn jetzt also die Aktionäre mehr Einfluss auf die Gehälter der Manager erhalten sollen, und diese dann das Geld lieber in die eigene Tasche stecken, statt ihren Top-Mitarbeitern zu geben, dann ist das eher noch “Neo-Feudalismus”.

      • sepp z. sagt:

        christian weiss, korrekt erkannt. das ist das dillemma der linken bei der aktuellen abzockerinitiative: einerseits heisst man die selbstbedienungsmentalität der manager nicht gut, andererseits stärkt man mit einem ja bloss den geldadel (ca 1% soll mehr als 50% des vermögens in der schweiz besitzen).
        der angestellte und büezer geht in jedem fall leer aus. solange dieser jedoch konsequent die interessen der grossaktionäre und des geldadels stärkt (etwa indem er fdp/svp wählt), muss man sagen: selber schuld.

  13. Rolf Zach sagt:

    Selten so ein Pamphlet gegen einen transparenten Kapitalismus gelesen. Der Verfasser ist für eine GV vor geschlossenem Theatervorhang und wir in der Schweiz ein Recht haben für die Publikumsgesellschaften, dass am Schluss ist von allen zivilisierten westlichen Staaten. Merkwürdig ist, dass wir über unsere Konzerne nur deshalb besser informiert sind, weil sie in New York kotiert sind, eine Schande! Er ist gegen Arbeitsplätze, weil mit dem bisherigen Recht inkl. Gegenvorschlag keine weiteren Gesellschaften an der hiesigen Börse kotiert werden. Beispiel Glencore Xstrata, in London kotiert.

  14. smart sagt:

    Genau ein “echter” Liberaler ist gegen die Minder-Initiative. So wie er gegen die RPG-Revision, den Familienartikel, die BVG-Pflicht, das KVG-Obligatorium, die Gurtentrag- und Helmpflicht, gegen staatliche Schulen und Spitäler, gegen die allgemeine Wehrpflicht, gegen progressive Steuern usw., usf. ist. Dies alles widerspricht dem “echt liberalen” Mantra, wonach jeder und jede seines eigenen Glückes Schmid sein soll und keine und keiner dem anderen etwas vorzuschreiben hat.
    Tatsache ist, dass es heute keine “echten” Liberalen mehr gibt. Auch ein Herr Maurus Zeier wird das noch merken

  15. Tom Haberstich sagt:

    Sehr geehrter Herr Zeier
    Mit Angebot und Nachfrage haben solche Löhne kaum etwas gemein, solange der eigentliche Eigentümer dazu nichts zu sagen hat. Dieser Eigentümer sind bei Aktiengesellsachften die Aktionäre und da die Pensionskassen in der Schweiz faktisch die grössten Anleger sind – sind die Arbeitnehmer der Schweiz praktisch die Eigentümer der dieser Firmen.
    Nun frage ich mich, nachwelchen Kriterien die Pensionskassen die Interessen ihrer Einleger wahrnehmen. Zu hohe Löhne sind entgangene Erträge unserer Vorsorge. Ich bin der Meinung, dass man da sehr wohl etwas machen muss!

    • Philipp Rittermann sagt:

      sie haben es auf den punkt gebracht.

    • Cedric Mehrwut sagt:

      Woher haben Sie die Gewissheit, dass CH-Arbeitnehmer die Eigentümer der Firmen sind? Auch schon was gehört von ausländischen Investoren (Chinesen etc.)? Von Staatsfonds aus den Emiraten? Der Anteil der CH-PK an Novartis ist sehr klein. Die 12 Mio/Jahr für Vasella machen pro Novartis-MA gerade mal 100 Fr./Jahr aus. Pro Aktie sind es ein paar Rappen.

  16. Joe Amberg sagt:

    Was für ein Stumpfsinn, eine AG mit einer Familie zu vergleichen. Die AG gehört den Aktionären; die Vasellas bescheissen schlicht die Eigentümer. Der einzige Unterschied betreffend dem “Bezug” der 72 Mio. durch Vasella zu Unterschlagung und Diebstahl besteht noch darin, dass seine VR Kumpane ein Zettelchen unterschrieben haben dass sie einverstanden seien…

    • Alex Kramer sagt:

      Exakt.
      Genau diesen Umstand haben die sog. Liberalen noch nicht verstanden, dass es einen Unterschide zwischen eigenem und fremdem Vermögen gibt. Eventuell nennen sie sich deshalb liberal, um diese Auslegung für sich missbrauchen zu können?
      Ich hoffe nur, dass sich das Wahlvolch bei der nächsten Gelegenheit an solche Äusserungen erinnert, FDP & Parteinachwuchs in die trockene Wüste schickt.
      Die sollen dort mal nach Wasser graben lernen.

  17. Peter Hofer sagt:

    Nachtrag, als Liberaler dürfte Sie zudem vergleichen was der Aktienkurs von Novartis seit 1998 in Relation zur Peer Group (etwa Roche) oder zum SMI (wo bekanntlich hindernde Klötze wie UBS und CS drin sind) gemacht hat? Resultat, Novartis hatte unter Vasella seinen Unternehmenswert nicht gesteigert, liegt unter SMI und Roche. Warum verdient dann Vasella am besten?

    Zudem können sehr wohl alle Schweizer mitreden, via AHV und Pensionskassen halten wir zwangsweise fast Alle Aktien von Novartisund sind damit Aktionäre !

    • Christian Weiss sagt:

      Wie kommen Sie auf die irrsinnige Idee, die Novartis gehöre über die Aktienguthaben von Pensionskassen und AHV(!) sowieso allen Schweizern? Die AHV arbeitet nach dem Umlageverfahren und legt überhaupt kein Kapital an. Die Pensionskassen verwalten zwar ein Vermögen von deutlich über 600 Milliarden Franken, davon aber nur etwas mehr als einen Viertel in Aktien. Allein die drei grössten Schweizer Unternehmen haben aber einen Börsenwert von rund 500 Milliarden Franken.

      • Peter Hofer sagt:

        Ich habe nicht gesag gehören, ich habe gesagt mitreden. Zweitens Ausgleicsfonds AHV investiert sehr wohl in Aktien…

        Und zum schädlichen Gegenvorschlag für KMU sagt Niemand etwas, Initiative viel besser für nicht börsenkotiert Firmen.

        Ist FDP nun gegen KMU? Sieht so aus…

  18. Thomas Ernst sagt:

    Mit solchen Vergleichen kann man nur verlieren, Herr Zeier. Ich stimme Ihnen zu, dass es mich eigentlich nicht zu interessieren hat, wie eine private Firma mit ihren Geldern umgeht, finde den Vergleich aber trotzdem unpassend.

    Und: Wenn Novartis dumm genug ist einem Ex-Vorstand so viel Geld hinterherzuwerfen, muss man sich eher Gedanken machen, ob bei Norvatis noch der Wettbewerb spielt (Patentschutz, Importbeschränkungen, durchregulierter Markt). Selbe Situation bei den Banken. Exzesse gibt es vor allem in geschützten Märkten. Sie stellen die falschen Fragen aus liberaler Sicht.

  19. Kurt stierli sagt:

    Ach Herr Zeier mit Euch Liberalen ist es immer das Gleiche. Solange alles gut geht schreit Ihr nach Ellenbogenfreiheit. Wohin bonigeile Abzocker eine ganze Volkswirtschaft bringen können hat uns UBS gezeigt. Wenn es in die Hose geht, dann darf der “böse Staat” für Euch die Kohlen aus dem Feuer holen. Der Staat den Ihr immer verdammt und verspottet darf den Schaden beseitigen den Ihr hinterlässt. Steuerausfälle, Arbeitslose und Sozialhilfeempfänger die “Kollateralschäden” des bonigesteuerten Tuns darf der Staat übernehmen. Es ist allerhöchste Zeit diesem Treiben Einhalt zu gebieten.

  20. Markus maendli Lüthi sagt:

    Liberalismus ist nicht Sozialdarwinismus. Wir leben in einem sozialen Umfeld. Zusammenleben erfordert gemeinsame Regeln, Rücksichten und Kompromisse. Herr Vasella hat das Mass bezüglich Entlöhnung für das soziale Umfeld, in dem er lebt, massiv übrschritten. Wer dies nicht bemerkt ist blind oder reffgierig. Und Gier ist in einer Gemeinschaft unerwünscht und zerstört gemeinsame Werte. Wenn wir in einer jeden gegen jeden Gemeinschaft leben wollen, benötigen Leute wie Herr Vasella Schranken und Regeln. Zum Wohle aller und des gemeinsamen Zusammenlebens.

  21. Markus maendli Lüthi sagt:

    bitte noch korrigieren: ” wenn wir nicht in einer Jeden gegen Jeden Gemeinschaft leben wollen”… danke

  22. Simon Boringbreads sagt:

    Lautstark und unübersehbar ist die Herkunft von Herr Zeier zu spühren. Ihre “liberale” Denkweise ist nur für eine beschränkte Zahl von Bürgern möglich, daher nicht fair. Die Freiheit die sie hier Proklamieren, ist das Gefängnis anderer. Die Volksseele brodelt. Schon lange zieht die Schweizer Wirtschaft allen Handwerkern und ehrlichen Arbeitgebern den Boden unter den Füssen weg. Schuld ist unter anderem unser lasches OR, das solche Auszahlungen nicht vereiteln und ein Handwerker sich wertlos, jedoch ein Herr Vasella sich mehr wert sind. DESHALB EIN JA

  23. Beat Geyer sagt:

    Morgen Herr Co-Präsident. Es wäre mir ja sowas von egal wie viel Taschengeld die Eltern zahlen oder ob der Sohn von Franz Müller beim Auszug aus dem Hotel Mama eine Abgangsentschädigung bekommt. Es ist mir jedoch nicht egal wenn ich mit meinen KK-Prämien einen Konzern finanziere der seinem Boss fürs Nichtstun 72 Mio. nachwirft. Es ist mir auch nicht egal wenn meiner PK durch horrende Abgangsebntschädigungen Gewinne entgehen und ich schon fast jährlich das Gejammere und damit verbundene Reduktionen des Umwandlungssatzes, sprich Rentenverlust, hinnehmen muss.

  24. Andy Wehrli sagt:

    Sie vergessen einen wichtigen Aspekt: praktisch jeder Schweizer ist über sein Pensionskassen-Guthaben Aktionär, kann aber nicht selber mitbestimmen. Bei mir hat das PK-Guthaben inzwischen einen 7-stelligen Betrag erreicht, somit bin ich höchstwahrscheinlich Aktionär der Novartis, ob ich will oder nicht.
    Wenn wir vom Staat gezwungen werden, in eine Penisonskasse einzuzahlen, ist es auch völlig korrekt, wenn wir mitreden können.
    Und Ihr Argument “Nachfrage bestimmt den Preis” mag auch nicht zu überzeugen. So verdienen die Verwaltungsräte der erfolgreichen Munich Re ca. 1/3 der SwissRe-Bezüge!

  25. smart sagt:

    Ja und übrigens Herr Zeier, wenn Sie schon das Wirtschaften mit dem Spielen gleichsetzen wollen. Ihre Worte: “Die Spieler tragen die Verantwortung”. Da liegt genau das Problem bei unseren heutigen Managern, sie tragen die Verantwortung nur bis sie ihre Unternehmung in den Ruin gefahren haben, nachher kommt der Ruf nach dem Staat (Swissair, UBS). Im Falle Novartis sichert der Staat über die staatlichen (echt unliberalen!!) Gesundheitssysteme die Managerlöhne sowiso ab. Im Gegensatz zum Spiel tragen unsere Manager und Aktionäre der Big-Player die Verantwortung eben gerade nicht. Darum Ja!

    • Anja sagt:

      Genau, denn: Eigenverantwortung über alles! Es sei denn, man hat sich verkalkuliert und droht seinen hohen Lebensstandard zu verlieren. Dann ist Vater Staat plötzlich hochwillkommen. Das nennt sich Selektivität!

  26. Edith Habermann sagt:

    Ich bin wie Maurus Zeier eie zutiefst Liberale. Ich lese im Duden genau gleich wie Maurus Zeier: Der Duden setzt abzocken mit über den Tisch ziehen, ausschlachten oder ausnehmen gleich. Abzocker wären also Leute, welche sich unrechtmässig verhalten, täuschen und betrügen. Genau das tat Vasella, die Geschäftsleitung und der Verwaltungsrat von Novartis, indem sie den Aktionären die 72 Millionen verheimlichten. Deshalb stimme ich im Gegensatz zu Maurus Zeier der Abzockerinitiative zu und lege ein überzeugtes JA in die Urne.

  27. Ralph Schehle sagt:

    Herr Zeier, Ihr Beitrag in Ehren,doch Ihre Vergleiche der unverschämten Bezüge der Abzocker mit Sackgeld in der Familie oder die horrenden Abgangsentschädigungen mit Starterleichterungen für Jugendliche beim Auszug aus dem Elternhaus sind so etwas von deplaziert und kontraproduktiv,dass eine gewisse Verblendung Ihrerseits offensichtlich ist.Die “unersetzlichen”Führungskräfte haben trotz vielen Warnungen übermarcht,bis es zum längst fälligen Eclat kam.Die “Spieler”(Zitat!)haben hoch gepokert und verloren,doch die meisten haben sich bereits auf beschämende und unehrenhafte Weise selbst saniert.

  28. Peter Stoffel sagt:

    Was soll dieser Unsinn, Herr Zeier. Was von den CEO’s abgezockt wird ist bei weitem kein Taschengeld mehr und bezahlt wird das schlussendlich vom Konsument, der überrissene Preise für ein Produkt hinblättern muss. Dass da der Staat – im Sinne eines Konsumentenschutzes – mit zu reden hat, ist wohl eine Selbstverständlichkeit. Es mach ganz den Anschein als hätten auch Sie im Sinn, eines Tages, wenn Sie den Kinderschuhen entwachsen sind, zum Abzocker zu werden. Ist ja auch ein Berufszil, wenn auch nichtgerade ein ehrliches.

    • Stefan Werner sagt:

      Nicht nur der Konsument bezahlt, sondern auch und vor allem der “gewöhnliche” Angestellte, der für den von ihm erwirtschafteten Wert keine adäquate Entlöhnung bekommt, weil das Spitzenmanagement zuviel abschöpft.

    • Christian Weiss sagt:

      Die Konsumentenpreise von Medikamenten werden durch die Löhne der Spitzenmanager nicht beeinflusst. Tatsächlich ist die Konkurrenz durch andere Hersteller der entscheidende Faktor für die Preise. Ist die Konkurrenz gross, steigt der Kostendruck und die Medikamentenpreise sinken. Ist er gering, steigen die Preise und die Aktionäre dürfen sich auf hohe Gewinnmargen freuen.

  29. Paul Bossi sagt:

    Denken Sie einmal über Begriffe wie Ethik, Moral, Werte, sozialer Frieden oder Verantwortungsbewusstsein nach, schreiben Sie dann den Artikel nochmals und lassen dabei diese Begriffe einfliessen.

  30. Eric Schmid sagt:

    Hr. Zeier, Ihre Exkursion in die liberale Begriffserklärung in Ehren, aber was Sie hier schreiben, und vorallem wen Sie so vehement verteitigen, hat in meinen Augen nichts mit Liberalismus zu tun. Es fängt bereits damit man, dass die Manager, die vorallem angeprangert werden, nicht wirklich den Liberalismus fröhnen, sondern vielmehr in einer Zombie Industrie leben, die durch Quasimonopole staatlich geschützt werden (Banken, Versicherungen,Pharma, big Food, Rüstung und Energie). Brabeck, Vasella und andere hatten sogar Doppelmandate, was jede ehrliche Person zutiefst beleidigen muss.

  31. Hans Jung sagt:

    Grundsätzlich bin ich ihrer Meinung, nur: Wenn der Lohn Verhandlungssache sein soll, muss der Lohngeber genaus hart in der Sache sein wei der Lohnnehmer, oft handelt es sich aber um ein pures Kopfnickergremium, es kann keine Rede von einer fairen Verhandlung sein. Dann: die Eigentümer (Aktionäre) sollten zumindest stellvertretend an der Verhandlung teilnehmen können, um ihre Interessen vertreten zu können. Aufgrund des (bald abgeschafften) Depotstimmrechts ist dies, wenn überhaupt, nur bedingt möglich. Die Iniative bringt nichts, viel entscheidender wären mündige und kritische Aktionäre.

  32. Petra Kaiser sagt:

    Die Abgangsentschädigung von Franz Müller an seinen Sohn beträgt wahrscheinlich nicht 72 Mio. Herr Zeier.

  33. F. Train sagt:

    Abzockerei ist ein gesellschaftliches, nicht ein reines Marktproblem. Sie geht daher uns alle, nicht nur die Spieler am Markt etwas an. Es geht um ein Mindestmass an Gerechtigkeit, nicht um Neid und Missgunst. “Nicht-Spieler” in Ihrem Sinne gibt es da nicht. Und sowieso: Nicht-Spieler, Maul halten? Und Sie nennen sich liberal???
    Sie sind anscheinend von einem absolut naiven Glauben an das Wunderheilmittel Markt beseelt und beten uns in Ihrem Artikel neoliberale Dogmen vor – völlig unkritisch, wie die meisten Fundamentalisten.

    • Anja sagt:

      Danke, F. Train! Genau mein Gedankengang bei diesem Artikel. Es gibt nun mal wirtschaftsliberal und gesellschaftsliberal. Ich persönlich würde mich auf keinen Fall der ersten, und auf jeden Fall der zweiten Kategorie zuordnen. Erstere Gruppe bezeichnet die Abzocker-Initiative als ‘Neid-Debatte’, zweitere als ‘Fairness-Debatte’.

    • Christian Weiss sagt:

      Das “Streben nach Gerechtigkeit” ist nichts anderes als Neid. Die hohen Saläre mögen zwar die Gewinne der Aktionäre geringfügig schmälern. Ein funktionierendes Topmanagement ist aber Voraussetzung, damit für die Aktionäre überhaupt was übrig bleibt. Allen Nicht-Aktionären erwächst durch hohe Topmanager-Saläre keinerlei Nachteil. Im Gegenteil: Wenn jemand vom Bau von Yachten, Sportwagen oder Luxusuhren lebt, ist ein weiterer Millionär ein weiterer Kunde.
      Naiv ist es zu glauben, dass geringere Löhne im Topmanagement auch nur einen Franken mehr in die eigene Tasche spülen.

  34. Markus sagt:

    Aber so wie ich es verstehe, erhält Vasall nun eine Stange Geld um seinem früheren Arbeitnehmer in den nächsten Jahren nicht zu schaden. Ist das nun liberal?

  35. Kurt Stierli sagt:

    Apropos: Nicht-Spieler, Maul halten. Solche dummen Sprüche machen mich besonders sauer. UBS und CS bezahlen seit 2008 keine Steuern in der Stadt Zürich. Es ist mir aber nicht bekannt dass UBS und CS die Infrastruktur, die Dienste des Staates nicht mehr in Anspruch nehmen. Der öffentliche Verkehr, die Strassen, die Schulen und Universitäten, Polizei, Militär, die Wasserversorgung, die Abfallentsorgung usw. usw kosten Milliarden. Bis 2017 bezahlen diese “liberalen” Institute keinen Franken an unser Gemeinwesen. Nicht-Spieler, Maul halten?!? Liberal = wir bezahlen keine Steuern, aber Bonï?!?

  36. Eric Schmid sagt:

    Ich habe früher die FDP gewählt, sehe aber diese Partei nur noch als Verhöhnung des Liberalismus. Ihr seit schon lange nur noch die Repräsentanz eines “Neoliberalismus” was wir nun alle wissen, dass es so etwa das pure Gegenteil des Liberalismus ist. Zu Ihren Bemerkungen mit Marktwirtschaft und Angebot und Nachfrage betr. den Topmanagern, ich hoffe, Sie glauben das nicht wirklich selbst. Die pervertierten Strukturen unseres System haben diese exorbitante “Entlöhnung” erst möglich gemacht und nicht die “tolle” Leistung der int. Topmanagern, wir sind ja nur noch an Grossbanken retten!

  37. Hans Müller sagt:

    Auch wenn ich grundsätzlich absolut einig bin mit Hr. Zeier, wird er hier wohl gleich massivst böse Kommentare kriegen :)

  38. Hans Meister sagt:

    In Ihrem Gedankengang ist ein grosser Fehler, Herr Zeyer: Wo es einen Honigtopf hat, bedienen sich die Menschen. Es sind nicht hauptsächlich die von Ihnen benannten Fähigkeiten, sondern vielmehr der Misstand, dass sich der Herr im Haus (Eigentümer der Unternehmung/Aktionäre) dazu nicht äussert (schlimmsten Fall, keine Stellung nehmen kann). Spricht man von Wettbewerb oder Leistungslohn als Begründung, würde ich – bin ein Liberaler – durchaus von Täuschung sprechen. Ich bin gegen die Initiative, weil diese zuwenig eine Grundlage für eine privatrechtliche Lösung bringt.

  39. Gerber sagt:

    Lieber Herr Zeier. Jein. Löhne sind “theoretisch” Privatsache, solange das Gleichgewicht stimmt. Wenn aber eine Person Millionen bekommt und hunderte Angestellte entlassen werden (die Firma kennen wir beide) … dann ist der Lohn / Bonus nicht mehr Privatsache. Die Mitarbeiter, die den Job verlieren, werden ja auch “öffentlich” und in vielen Fällen darf sich der Staat dann darum kümmern. Verstehen Sie, wenn grosse Firmen wieder vermehrt und ganzheitlich ihre Verantwortung übernehmen würden, hätte ich mit Boni kein Problem.

  40. Fabiano Conti sagt:

    Richtig. Darum leer einlegen.

  41. Thorsten Lauber sagt:

    Aus liberaler Sicht sollte es auch ohne Gesetz gehen. Aber es ist doch naiv anzunehmen, Topshots wie Vasella hätten einfach eine einzigartige Kombination aus Werdegang, Fähigkeiten und Motivation. Sie haben eben auch eine einzigartige Kombination aus Verwandten, Bekannten und Mentoren. Es herrscht kein transparenter Markt, auf dem sich ein Preis durch Angebot und Nachfrage bilden würde.
    Die Leute, die nun die Abzocker-Initiative als Bedrohung empfinden, die hätten sich melden sollen, als völlig abgehobene Gehaltszahlungen zur akuten Bedrohung wurden. Liberal verlangt auch eine hohe Moral.

  42. R. Merten sagt:

    Hr. Zeier hat Recht. Grundsätzlich entscheiden die Eigentümer einer Firma, also meistens die Aktionäre, welche Entschlüsse oder Entschädigungen ausgerichtet werden sollen. Auch bei Vasella hat der Vergütungsausschuss die Entschädigung festgelegt. Also müssten die Aktionäre diesen Entscheid anfechten und solche Verwaltungsratsmitglieder abwählen. Aber es geht nicht, dass wegen einiger Abzocker die Staatsmaschinerie in Gang gesetzt wird. Dass die linke Neidgesellschaft die Novartis-Ereignisse wieder dazu benutzt, Stimmung gegen gute Steuerzahler und Vermögende machen, ist nicht in Ordnung.

  43. MINDESTLÖHNE VERSUS MANAGERLÖHNE
    Vor wenigen Wochen hat der Bundesrat Schneider-Ammann über die Mindestlöhne gesprochen. Diese können nicht erhöht werden, denn der Markt verlangt usw. Höhere Mindestlöhne führen bewiesenermassen zu weniger Geld, das in der Manger-Ebene verteilt werden kann.
    Die Mindestlöhne sind durch die Politik gesteuert, man denke nur an die Einwanderungspolitik. Die Aussagen in diesem Bereich scheinen von Economiesuisse ferngesteuert. Daniel Vasella ist zudem Vorstandmitglied von Economiesuisse.
    Merke: Gerechtere Lohngefüge führen zu weniger Exzessen auf Manager-Ebene.

  44. Stefan Kälin sagt:

    Wie gut unsere hiesige Wirtschaft die “fairen” Boni, Vergütungen in den Griff kriegt, haben wir gesehen. Vielleicht hat der Bürger einfach die Schnauze voll mit verlegten Armen zuzuschauen, wie div. Ch-Unternehmungen vor allem in oberster Höhe abgezockt und ausgehöhlt werden. Wo die Wirtschaft dermassen im Schilf steht, muss ihr der Gesetzgeber auf die Sprünge helfen.
    Ihr Sätzchen: Nicht-Spieler Maul halten ist schon darum eine Frechheit, weil Sie schon zu vergessen scheinen, wer z.B. der UBS aus dem Schneider helfen musste, bzw. wer denn alles bei der Pharma-Industrie in Bern so lobbyiert.

  45. Peter Grassi sagt:

    Lieber Herr Zeier, Ihre Carte Blanche belegt nur, dass Sie vom schweizerischen Aktienrecht keine Ahnung haben. Ihr Vergleich mit dem Taschengeld ist schlichtweg falsch. In den börsenkotierten Unternehmen können in der Praxis nicht die Aktionäre (“Eltern”) über die Abgangsentschädigungen für ihre Manager “Kinder” bestimmen, sondern nur das absegnen, was der Verwaltungsrat (“der beste Freund des Kindes Fritz”) den Aktionären (“Eltern”) aufzwingt.

  46. Sonja Sempacher sagt:

    Ich begrüsse den Artikel, denn er wird der Minder-Initiative noch mehr Stimmen bringen. “Taschengeld”…. ” Familienintern” …Nur weiter so !

  47. Thomas Hartl sagt:

    Herr Zeier, sie haben vermutlich noch kein Taschengeld an ihre Kinder verteilt, sonst wüssten sie, dass es gewaltigen Ärger bedeutet, wenn der eine Knirps das hundertfache des anderen kriegt. Nennen sie es Neid, oder Gerechtigkeitssinn, aber eine Gemeinschaft funktioniert nur, wenn sich die Mehrheit fair behandelt fühlt. Dafür haben übrigens auch die Liberalen vor 150 Jahren gekämpft, als es darum ging die Privilegien des Adels abzubauen. Und genau dieser Geldadel wird heute wieder zum Problem, nur dass nicht mehr Ämter vererbt werden, sondern gewaltige Mengen an Kapital, und damit an Macht.

    • Fred Baumann sagt:

      Zeier gehört selbst noch zu den Taschengeldbezügern.
      Daher kommt es umso unverfrorener daher, wenn so einer dann mit Sprüchen wie “Nicht Spieler, Maul halten” der arbeitenden Mehrheit weismachen will, wer dazu gehört und wer nicht.

  48. M. Schmid sagt:

    Tut mir leid, aber wenn eine Grossbank mit Staatsgeldern in Milliardenhöhe gerettet werden muss, weil sie sich mit einem durch exzessive Boni geförderten System in den Abgrund geritten hat, ist das keine Privatsache. Und wenn ein Pharmaunternehmen, dessen Einnahmen zu einem beträchtlichen Teil aus Krankenkassen und öffentlichen Geldern stammen, seinem Ex-Chef eine exorbitante Abgangsentschädigung zahlt, ist das ebenso wenig Privatsache. Anständig geführte Unternehmen haben vor dieser Inititative nichts zu befürchten.

  49. Tobias Schaffner sagt:

    In der Schweiz stützen gerade jene Kreise, welche stets an die Eigenverantwortung appellieren, die masslos und verantwortungslos agierenden Unternehmen und CEOs. Das ist ein grotesker Widerspruch. Es ist an der Zeit, dass wenigstens die FDP begreift, dass ein reiner Wirtschaftsliberalismus unhaltbar ist und den Staat gerade zwingt, sich in die unmoralischen Angelegenheiten der Menschen einzumischen, weil diese den gesellschaftlichen Zusammenhalt gefährden. Die FDP muss einen Weg zurückfinden zu einem Liberalismus, der die Grenzen der Willensfreiheit anerkennt.

  50. Andi Müller sagt:

    Die Ansichten von Herrn Zeier sind unglaublich infantil. Wozu die liberale Gier der Freisinnigen geführt hat kann man täglich in Griechenland, Spanien, Italien und Irland erleben. Vergessen wir auch Deutschland nicht, dort leben knapp 10 Millionen Menschen, dank der Leiharbeit und den Minijobs, in Armut. Haben denn die ein Paar hundert Millionen Menschen in Europa einfach nur schlecht verhandelt?

    • Christian Weiss sagt:

      Komm, bleiben Sie auf dem Teppich: Die Schuldenwirtschaft in Griechenland, Spanien, Italien und Irland, der dortige Wohlfahrtsstaat hat mit Liberalismus so wenig zu tun wie die Sowjetunion. Dass die Leiharbeit in Deutschland vergleichsweise schlecht entlönt wird, verdanken sie dort dem unliberalen Arbeitsrecht, dass Kündigungen erschwert und entsprechend dazu führt, dass Firmen nur mit Widerwillen unbefristete Arbeitsverträge eingehen. Gerade der Vergleich mit der EU sollte zeigen, dass liberale Methoden immer noch besser funktionieren als der Ruf nach immer mehr Staat und mehr Gesetzen.

  51. Markus Burri sagt:

    Der Vergleich mit dem Taschengeld hinkt. In der Familie sind die Eltern der Souverän, in der Firma die Aktionärsversammlung. Oder lassen wir etwa unsere Kinder über die Höhe ihres Sackgeldes entscheiden?

  52. ENTSCHÄDIGUNGSANPASSUNG IN DEUTSCHLAND
    «Martin Winterkorn erhält für seine Arbeit im vergangenen Jahr 14 Millionen Euro. Erstaunlich dabei: Obwohl dem VW-Chef laut Vertrag ein noch weit höheres Salär zugestanden hätte, soll er freiwillig darauf verzichtet haben.»
    Aus meiner Sicht ist dies noch immer sehr hoch. Immerhin ist der VW-Konzern dem negativen Sachverhalt mit der Kommunikation und der Betragsanpassung nachgekommen.

  53. Al Liber sagt:

    Ach so ist das…. wenn Klein-Vasella ein ordentliches Taschengeld erhalten hätte, so hätte er den Umgang mit Geld gelernt?
    PS: Einfache Analogien sind schön, aber die Grenze zur unbrauchbaren Banalität ist leider schmal…

  54. Andreas Dürr sagt:

    Bravo Herr Zeier, Ihre Interpretation der Sachlage ist absolut richtig! Leider werden Ihnen die bereits in wenigen Minuten ankommenden Stellungnahmen der leider wachsenden “staatsgläubigen” Fraktion wenig Freude bereiten. Nur was vom Staate kommt, scheint heute frei von Fehler zu sein. Das wirtschaftliche Versagen aller sozialistischer, staatslastiger Staaten ist bereits vergessen. Es ist schliesslich bequemer, die Schuld bei anderen als bei sich selbst zu suchen.

    • Martin Muheim sagt:

      Da müsste man sich fragen, ob der Gegenvorschlag denn weniger staatslastig ist? Für mich ein Gesetz mit zu viel Spielraum, der von gewieften Hochschulabsolventen (Jus und HSG) zu ihren Gunsten genutzt wird.

  55. Walter Bossert sagt:

    Lieber Herr Zeier, Sie haben eines nicht begriffen; Nicht das Ueberhaupt ist das Problem, sondern die Höhe des Betrages ! Deshalb ist Ihr vergleich mit Hans und Fritzli eigentlich etwas unqualifiziert!

  56. Frank Z. Marg sagt:

    Ich habe leer eingelegt. Die Minder-Initiative wird das Problem nicht lösen, der Gegenvorschlag auch nicht. Solche Regelungen gibt es schon in Grossbritannien, ohne Erfolge.

  57. Reto Furrer sagt:

    Lieber Herr Zeier
    Sieht so aus, als ob die Neoliberalen sie als letzten Anker haben. Eigentlich schade, da ich mir mehr für die vielen vergeudeten Millionen erhofft hatte. Aber seien sie unbesorgt. Ihr System kennt an der Spitze kein Malus. Nur Bonus! Aber halt. Sie sind doch an der Spitze? Denn wenn nicht, dann verlieren sie vielleicht mehr als nur den Bonus…
    Viel Spass bei den Abzockern

  58. K.A. Barett sagt:

    Die Emtionen gehen immer dann hoch, wenn es ums Geld geht. In Europa haben angelsächsiche Kategorien keine Chance. Es sei denn, es geht um den eigenen Vorteil. Dann ist alles erlaubt. Die Europäer denken aber grundsätzlich etatistisch und hoffen, dass ihnen dieses “Modell” persönlich nützt. Maurus Zeier hat, rational gesehen, völlig recht. Firmen in privater Hand können im Rahmen der geltenden Gesetze alles machen, was per Definition der Erkenntnisse der Führungsgremien der Firma nützt. Dazu gehört auch die Festlegung der Gehälter. Der “Mist” dürfte aber geführt sein.

  59. Lala sagt:

    “Der Duden setzt abzocken mit über den Tisch ziehen, ausschlachten oder ausnehmen gleich. Abzocker wären also Leute, welche sich unrechtmässig verhalten, täuschen und betrügen.”
    Woher genau nehmen sie das “unrechtmässig”? Haben Sie ernsthaft erst im Duden die Bedeutung des Wortes nachgeschlagen um diese dann zu ergänzen wie es Ihnen gerade passt? Amüsant.

    Durch unsere Pensionskassen sind wir übrigens fast alle “Spieler”, also ist das miterden mehr als legitim. Sie “spielen” (welch treffendes Wort) ja nicht nur mit unserem Privat ersparten sondern auch mit unserer Zukunft.

  60. Peter Weber sagt:

    Maul halten? Geht’s eigentlich noch? Traurig, welche Arroganz Herr Zeier hier zeigt. Unternehmen sind Teil unserer Gesellschaft und profitieren zB von den Ausbildungen an Schulen und Universitäten. Daher müssen sie sich auch an gewisse gesellschaftliche Regeln halten. Und wenn der Anstand nicht mehr funktioniert, muss das Volk eben dafür sorgen. Wir alle sind Mitspieler und halten das Maul sicher nicht.

  61. Roland Tschaeppeler sagt:

    dieser Ansatz ist falsch. Wenn solche Firmen dann staatliche Unterstützung unterhalten, hat das mit Privatsache nichts mehr zu tun. ich bin liberal und konnte mich fuer ein JA durchringen.. letztendlich auch wegen der Argumentation/Agitation der Gegner der Initiative.. es ist zwar einfach zu sagen, das alles ist privatsache.. aber hier wird “chrut” und “rüebli” vermischt.. auch bei der argumentation von zeier

  62. Baer sagt:

    Wo wir schon bei der Frage sind, was ein “echter Liberaler” denkt: Adam Smith war gegen Aktiengesellschaften als solche.

    • smart sagt:

      Ist ja logisch; AG’s dienen einzig und allein der Beschränkung der Haftung und demzufolge dem Abschleichen aus der Verantwortung.
      Der Herr Zeier muss noch viel lernen, wenn er es zu etwas bringen will. Nur ein paar Lektionen HSG reichen halt unterdessen auch nicht mehr. Zum Glück!

  63. Guntram Rehsche sagt:

    Zumindest diese Analogie scheint zu stimmen: Taschengeld gibt es in der Familie auch ohne Gegenleistung – die exorbitanten Löhne und Boni in den Firmen offenbar teils auch. Dass der Liberalismus wieder mal herhalten muss, um das Gebaren der Grosskonzerne zu rechtfertigen – die nun wahrlich wenig mit Liberalismus gemein haben – ist dann aber ein starkes Stück. Wofür macht sich die FdP stark? Eben für die Grossen und Starken. Zur Erinnerung: die Abzockerinitiative lässt KMU weit gehend unbehelligt!

  64. erwin schrödinger sagt:

    danke, herr zeier!
    nachdem ich am wochenende wieder unschlüssig wurde, ob ja oder nein, haben sie mir mit ihrem beitrag geholfen, mich für ein klares JA zu entscheiden! herzlichen dank…

  65. Pawel Silberring sagt:

    Typischer neoliberaler FDP-Quatsch: Die Abzocker als Helden, alle anderen sollen “Maul halten”. Die Spielregeln, die Informationsflüsse, die Seilschaften und die Interessen der neoliberalen Abzocker sind perfekt auf sie zugeschnitten und das ganze wird dann “liberal” genannt. Der Vergleich mit dem Taschengeld ist entlarvend: Einmal mehr sollen die Interessen einer ganz kleinen Minderheit als Interessen Aller getarnt werden.
    Soziale Marktwirtschaft braucht Regeln und zwar solche, die diejenigen stoppen, die sonst vor lauter Gier nur noch blind sind. Mein JA ist schon auf der Post.

    • EricSchmid sagt:

      @Silberring. Genau, Hr. Zeier kennt den Unterschied anscheinend nicht. Liberal hat mit Eigenverantwortung zu tun, Neoliberal (was das immer auch heissen mag) definitiv nicht, da genau diese Topmanager von Monopolbanken, Monopolpharma, Monopolwaffenfirmen etc. die er hier verteidigt, überhaupt keine Eigenverantwortung tragen. Sie nutzen ihre Monopolstellung bis aufs letzte aus und beim Scheitern wissen sie, dass sie dem Staat ein bisschen Angst machen müssen, a la Too big to fail und schon fliessen die Steuergelder. Und genau dafür steht auch leider die FDP.

  66. Nobi sagt:

    Dieser Vergleich ist für jeden logisch denkenden Stimmbürger an den Haaren herbeigezogen.
    Herr Zeier – mein Vorschlag: verschonen Sie uns in Zukunft mit solchen Vergleichen – die sind nicht mal das Papier wert!

  67. Herrmann, Willi sagt:

    Zum Tthema Sackgeld: Fürsorgliche, ethisch verantwortliche Eltern haben das hohe Ziel, ihre Kinder so gut und umfassend zu erziehen, dass sie als Erwachsene ihr Leben verantwortungsbewusst und selbständig gestalten können. Mit dem Sackgeld lernen die Kinder den Umgang mit Geld. Zum Glück haben unsere KMU in unserer Wirtschaft einen Anteil von 99 %. Dort ist ddie Wertschätzung der Mitarbeiter sehr hoch und gerechte Löhne sind üblich. Diesen wenigen raffgierigen Konzernchefs, die ohne geringstes Risiko ihr Unternehmen plündern, müssen wir massiv entgegentreten. Deshalb JA zur Abzocker-Initiative

  68. Heinz Mahler sagt:

    Hier geht es nicht um Taschegeld, die nicht nachvollziehbare Vergütungen und Goldige Fallschirme nichts mit Marktsituation oder Freisinniger Idee zu vereinbaren ist. Das hat eher mit sozialismus und diebstahll der Chefetage zu tun. Vergleichbar ist das mit der Reinigungsfachkraft welche vom Ehemann Geschenke erhält und die Reinigungsfachkraft die Uhrensammlung und Schmuck der Ehefrau unterschlägt ohne die Zustimmung der Ehefrau.

  69. Stefan Werner sagt:

    Das Bruttosozialprodukt ist eine Gemeinschaftsleistung der Mehrheit der Menschen in unserem Land. Es ist absolut ok, dass jemand, der mehr leistet, auch einen grösseren Anteil bekommt. Aber wie so oft ist das auch hier eine Frage des Masses. Wenn ein kleiner Teil der Bevölkerung einen immer grösseren Teil des BSP für Privatzwecke abzieht, dann bekommt der Rest der Bevölkerung keinen adäquaten Erlös mehr für seine Arbeit. Dies zersprengt die Gesellschaft, letztlich auch zum Schaden der Reichen selber. Da heute keine natürliche Schamgrenze mehr existiert, sind Regulierungen notwendig.

  70. Oliver sagt:

    super Beitrag! Trifft es auf den Punkt. Die Lösung ist via Reform der 2. Säule zu suchen und auf Privatrechtlicher basis einzurichten. Jemand der nicht Aktionär ist hat bei der Lohndebatte nichts zu sagen. Das Geld gehört der Firma (nicht dem Staat, nicht der Allgemeinheit). Es geht also um den Verteilkampf in einem Privaten Umfeld. Finden die Aktionäre, dass ein Kader 100 Millionen Wert ist, so sollen Sie ihm dies bezahlen, denn ansonsten wären es deren 100 Millionen. Die Lösung liegt in der frei wählbaren Pensionskasse, wobei ich nur eine wäheln würde die nein stimmt bei solchen bezügen.

  71. Paul Schlatter sagt:

    Schweizer Liberalismus (FDP) = Plutokratie

    Die Plutokratie (Reichtumsherrschaft) ist eine Herrschaftsform, in der Herrschaft durch Vermögen legitimiert wird, also die Herrschaft des Geldes. Politische Rechte werden anhand des Vermögens vergeben. Die Plutokratie ist eine Unterform der Oligarchie.

    Der Liberalismus fördert die Soziale Ungleichheit – ungleiche Verteilung materieller oder immaterieller Ressourcen in einer Gesellschaft. Damit ist verbunden, dass die finanzielle Macht Einzelner oder von Unternehmen die verfassungsmäßige Ordnung eines Staates umgeht und eigennützig den Staat steuert

    • Christian Weiss sagt:

      Der Liberalismus ist seit 1848 die Grundlage des Schweizer Staates. Die politischen Rechte werden nach dem Prinzip “ein Mensch, eine Stimme” vergeben und nicht nach Vermögen.
      Der Liberalismus fördert auch nicht die soziale Ungleichheit. Er verkörpert das Prinzip, dass geschäftlicher Erfolg und persönliche Leistungsbereitschaft nach marktwirtschaftlichen Kriterien belohnt werden. Dadurch wird zwar keine Ungleichheit beseitigt, denn Menschen sind nun mal in ihren Fähigkeiten nicht gleich. Der Liberalismus bringt es aber fertig, dass im Windschatten der Erfolgreichen alle zu Wohlstand kommen.

  72. maja sagt:

    Wenn echte Lieberale mit der Freiheit nicht umgehen können braucht es eben Gegensteuer.

  73. Hofstetter Silvan sagt:

    Hervorragender Artikel und auf den Punkt gebracht! Selbst wenn Leute behaupten, dass der Vater und der Aktionär hier nicht gleichgesetzt werden können. Die haben nicht verstanden, dass es nicht um die Anzahl der Personen geht, sondern um das Privateigentum. Die Leute die von der Agency Problematik vorgeben was zu verstehen sollten den Swiss Code of Best Practice dazu lesen, der die Probleme aufzeigt und pragmatische Lösungen bietet. Zu Vasella kann ich nur sagen dass ein Konkurrenzverbot durch Minder nicht verboten werden kann, da dies sonst generell im Arbeitsrecht veroten wäre…

    • Caratt sagt:

      @ Hofstetter: es geht doch nicht um das Verbot von Konkurrenzverboten sondern um die absolut überrissene und unanständige Abzocke von Herrn Vasella im Zusammenhang mit seinem Abgang. Was der Blog auf den Punkt bringt, ausser dem ewiggleichen, ist mir ein Rätsel.

  74. Peter Hofer sagt:

    Als Liberaler dürfte Sie zudem interessieren was der Aktienkurs von Novartis seit 1998 in Relation zur Peer Group (etwa Roche) oder zum SMI (wo bekanntlich hindernde Klötze wie UBS und CS drin sind) gemacht hat? Resultat, Novartis hatte unter Vasella seinen Unternehmenswert nicht gesteigert, sogar im Minus: -2%, das ist über so viele Jahre kläglich und liegt unter SMI und Roche. Warum verdient dann Vasella am besten? Versagen des VR bei Vergüungen.

    Zudem können sehr wohl alle Schweizer mitreden, via AHV und Pensionskassen halten wir zwangsweise Aktien von Novartis und sind damit Aktionäre.

    • Warum gibt es immer weniger liberal denkende? Es sind die Mächtigen in der Grossindustrie und die Theoretiker an den Universitäten, die predigen, dass nur die sehr guten und schlauen überleben. So produzieren sie Sozialfälle und höhlen den Mittelstand aus. Man sieht es in der ganzen Schweiz, dass immer mehr mittelständische Unternehmen verschwinden.
      Die guten Liberalen sollten endlich ihr Denken ändern.

    • Marcel Sutter sagt:

      Gerade heute habe ich gelesen, dass die Novartis letztes Jahr 5’000 neue Stellen geschaffen hat. Dies ist mir ehrlich gesagt wichtiger als Ihr Vergleich mit dem SMI und der Peer Group. 5’000 Leute haben ein regelmässiges Einkommen, unterstützen so ihren Wohnort mit ihren Steuern, einkäufen und und und… wieso wird dies immer wieder vergessen? Bei Annahme eines Lohnes von 5’000.– für jeden neuen Mitarbeiter wären dies 300 Mio Lohnkosten welche die Novartis einfach so mal letztes Jahr neu generierten

      • Peter Hofer sagt:

        Herr Sutter, es ging oben nur um die verkehrte Logik von Zeier und auch Vasella: Selbst nach reinem Leistungsdenken und Vertragsfreiheit (Moral, Gesellschaft ausgeklammert) überzeugt Vasella nicht. Er hat keinen Mehrwert gemäss Shareholder-Value-Lehre geschaffen im Vergleich zu anderen Firmen, im Gegenteil, die Aktionäre haben Geld verloren seit 1998 bis zu seinem Abgang, Inflation nicht mal eingerechnet.
        Also selbst der Ultraliberalste müsste einsehen, dass es hier ein Marktversagen gab, Vasella müsste weniger verdienen als die meisten Kader von Roche und anderen SMI-Firmen…

  75. Walter Bossert sagt:

    Herr Zeier, Sie stellen die Behauptung auf, in liberalen Kreisen würden weder Neid noch Missgunst vorkommen! Das ist nun wirklich jenseits, gerade weil bei euch liberalen das Gegenteil zutrifft, kommt es zu solchen Auswüchsen, jeder will mehr haben! Ausnahmen gibt es auch da!

  76. Caratt sagt:

    Ganz schwacher Blog: 1. “Mitspieler Maul halten” gilt wohl hier für den grössten Teil der arbeitstätigen Bevölkerung nicht, denn die sind indirekt über PK auch Teilhaber an den börsnekotierten Unternehmen.

    2. Das ständig widerholte Mantra “man kriegt nur mit solchen Salären die Besten” wird durch Wiederholung nicht wahrer, siehe UBS (Kengeter), CS (Dougan) etc.

    3. Es geht hier doch nicht mehr um eine “Taschengeldfrage”, sondern es geht um ganz grundsätzliche moralische und gesellschaftliche Fragen, aber das hat Herr Zeier offenbar nicht begriffen – im Gegensatz zur Mehrheit in der CH.

  77. Mario Monaro sagt:

    Liberal impliziert doch auch, dass man Freiheiten belässt, weil es eine stillschweigende Übereinkunft gibt, dass man diese nicht missbraucht. Jahrelang hat man die hohen Saläre hingenommen – im Prinzip Ihrer Argumentation folgend. Dass aber auch Versagen noch honoriert wird (UBS) und dass es vereinzelte Exponenten gibt, die gierig über alle Massen, Geld aus dem Unternehmen saugen (Novartis), sich gleichzeitig aber gegen Parallelimporte von Medikamenten wehren, also an allen Fronten ihre Gewinnmaximierung über sämtliche anderen Aspekte setzen, das verträgt die hart arbeitende Bevölkerung nicht.

  78. Luisa Haltner sagt:

    Nicht-Spieler: Maul halten! RICHTIG!
    WAs der gute Herr Zeier “vergisst”, ist, dass d.ArbeitnehmerInnen eben MIT-Spieler sind! IMMER, vor allem dann, wenn die Herren Super-Mänätscher Mist bauen, AN entlassen, Löhne gekürzt werden, während d.Löhne d.Manager steigen!!
    Die FDP macht es sich wieder einmal SEHR einfach: Wir sind jene, die leiden, weil d.anderen, die Armen keine Menschen sind.
    Oder amerikanisch: Man kriminalisiert d.Armen, denn sie sind selber Schuld, wenn sie keine Millionen besitzen. Also auch kein staatl. Schutz für sie, keine Rechte, keine Hilfe v.Staat…

    • Marcel Sutter sagt:

      Frau Halter, Ihr Argument ist gut, kann aber auch gegen Sie verwendet werden. Wenn Vasella nicht gut gewesen wäre hätte es Tausende Arbeitsplätze weniger und der von Ihnen erwähnte Arbeitnehmer vielleicht nie einen Job gekriegt. Vasella hat dieses Geld zu versteuern und dies wird mächtig einschenken beim Wohnort von Herrn Vasella. Die Minder Initiative wird nicht viel ändern. Die Intiative wird einfach zu umgehen sein. Die einzig benachteiligten sind die Arbeitnehmer welche dann arbeitslos sind wenn eine Firma genug hat und der Schweiz den Rücken kehrt. So ist es leider..

  79. P. Küng sagt:

    Hr. Zeiers Gedanke ist wohl schlüssig, aber nicht zu Ende gedacht. Als VR-Präsident untersteht Vasella direkt der Generalversammlung – und hier setzt genau die Initiative an, dass solche Verträge mit VR-Mitgliedern vor diesem Gremium transparent dargelegt und abgesegnet bzw. widerrufen werden können.

    Falls die GV ein solches “Verhandlungsergebnis” billigt, dann ist der Vertrag rechtsgültig. Nach den Reaktionen der letzten Tage wäre dies im Fall Novartis selbst bei den Aktionären sehr zu bezweifeln.

  80. Martin sagt:

    Danke für eine objektive Sicht! Minders Initiative nützt die Pedanterie und den überbordenden Griesgram des Durchschnittsschweizers aus. „Was ich selber nicht erreiche, darf auch keinem anderen zufallen.“ Hätte Novartis während Vasellas Amtszeit zehn Mal weniger verdient und tausende Arbeitsplätze weniger geschaffen oder erhalten würde das niemand kritisieren, dann hätte die Entlöhnung tiefer gelegen und somit wäre alles in Ordnung. Ergo: wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und Erfolg ist in der Schweiz (und NUR in der Schweiz) ein Grund für Verdächtigungen.

    • smart sagt:

      Und sie glauben wirklich dass Herr Vasella irgend etwas beigetragen hat damit Arbeitsplätze erhalten blieben oder geschaffen wurden, was ein anderer nicht auch hätte beitragen können ohne dafür Millionen zu kassieren? Glauben Sie wirklich immer noch an die Theorie der Genies von denen es pro generation maximal 10 gibt auf dieser Erde und erst recht nur wenn dann alle anderen nach deren Geigen zu tanzen haben? Willkommen im Jahre 2013!!

      • Martin sagt:

        Danke für den Kommentar; ich gehe nicht so weit anzunehmen, jemand anderes hätte das nicht ebenso tun können, aber es war DV, der an der Schaltzentrale sass und war massgeblich an strategischen Entscheidungen beteiligt war, die ein typisch schweizerischer Bünzli – wie oben beschrieben – niemals gewagt hätte. Selbiger hätte als Chef Administration seinen Job als Verwalter und Hüter bestehender Strukturen erfüllt und wäre schweizweit sehr angesehen gewesen. Und hätte zehn Mal weniger erwirtschaftet.

  81. Bernie Graezer sagt:

    @Zeier: Sie strapazieren den liberalen Gedanken. Wenn Banker kurz vor dem Bankenkollaps Spareinlagen und Einkünfte von Diskontwechseln zu “Boni” erklären, hat das nichts mit Sackgeld zu tun. Ebenso Manager, welche sich kurz vor der Pensionierung noch schnell zulasten der Gläubiger eines konkursiten Unternehmens sanieren. Unliberal ist, dass sich Zwangssparer an Abzockunternehmen beteiligen müssen und KKs Abzocke subventionieren, andernfalls wäre es wohl Privatsache. Gewinnvorwegnahme ist steuerlich entsprechend zu behandeln.

  82. Keller Franz sagt:

    Nicht Herr Vasall sondern die solch horrender Blödsinn bewilligen gehören in die Klappsmühle.Bei den Grossverdiener das Sackgeld aufbessern und beim Kleinverdiener wegnehmen.Es scheint dass die Mafia auch die Schweiz überrollt hat.

  83. Keller Franz sagt:

    Nicht Herr Vasalla sondern die solch horrender Blödsinn bewilligen gehören in die Klappsmühle.Bei den Grossverdiener das Sackgeld aufbessern und beim Kleinverdiener wegnehmen.Es scheint dass die Mafia auch die Schweiz überrollt hat.

  84. Claudio Tropeano sagt:

    Tut mir leid Herr Zeier, sehr schwache argumentation und vor allem hinkt der vergleich mit dem taschengeld. Das taschengeld ist privatsache, aber vasellas entschädigung nicht! es wirkt direkt auf die medikametenpreise und krankenkassenprämien, die wir alle gezwungen werden in überbordenden höhen zu zahlen! Das ist nichts anderes als betrug und eben abzockerei. Also hören sie auf mit der parole im namen des liberalismus.Ich habe nichts dagegen, dass leute fair entschädigt werden, aber es gibt kein mensch auf dieser welt der soviel leisten kann, dass er 72 millionen verdient!

    • Cedric Mehrwut sagt:

      Der Jahresumsatz von Novartis ist 56 Mrd USD, ca. 50 Mrd. CHF = 50 tausend Mio. Wenn Sie die 12 Mio CHF/Jahr für Vasella dazu in Relation setzen, werden Sie feststellen, dass die Medikamentenpreise gerade um 0,024% sinken würden. Momoll!

      • Leon Huber sagt:

        Lieber Herr Mehrwut, nur weil Sie aus einer absoluten Zahl eine relative machen, entkräften Sie das Argument von Herr Tropeano nicht. Was hätten Sie lieber: 0.024% von Herr Vasellas Vergütung oder 17’280 Franken? Oder: Wenn man Ihnen den Lohn kürzt (Annahme: Sie sind Arbeitnehmer) und auf Ihre Nachfrage mitteilt, es handle sich ja nur um 0.024% der Gesamtlohnsumme, sind Sie dann eher einverstanden?

  85. Joerg Hanspeter sagt:

    Ich verstehe nicht, wie man als Liberaler gegen die Abzocker-Initiative sein kann. Die Initiative verbietet ja nichts, sie fordert lediglich, dass die Eigentümer (Aktionäre) direkt über einen wesentlichen Ausgaposten entscheiden können (und müssen). Absolut auf der Schiene der Gruppe “Ach wie toll ist die freie Marktwirtschaft”, oder “Hirarchie ist toll, besonders wenn man oben ist.”

    • Philipp Rittermann sagt:

      richtig. geld hält zu geld wenns eng wird. das verstehen die freisinnigen unter liberal; die eigenen exzesse schützen.

    • Reto Satdelman sagt:

      Das ist eben das Problem vieler Liberalen. Sie haben ganz vergessen das ohne Demokratie keine liberale Gesellschaft möglich ist und das entfesselter Kapitalismus die Demokratie gefährdet….

  86. Serge Jacometti sagt:

    Im Fall von Vasella trifft die Täuschung wohl eher zu wie die Verhandlung. Wer nach mehr als 30Jahre Tätigkeit bei einer Firma 72 Millionen für sein Schweigen will, der hat weder Rückgrat noch einen Funken Loyalität geschweige denn Anstand gegenüber der Firma, die 30 Jahre sein Arbeitsleben bestimmt hat. Den 72 Millionen stehen keine wirkliche Gegenleistung gegenüber. Wie genau würde solche Abzocke durch die Wahlfreiheit bei der Pensionskasse verhindert, können sie mir das erklären Herr Zeier?

  87. Silvie sagt:

    Der Vergleich sagt doch einiges über Zeier aus, er ist ziemlich lächerlich. Wenn schon, denn schon, es darf natürlich auch keine Rettung von privaten Firmen durch den Staat geben. Ich glaube, Zeier, sollte er sich weiterentwickeln, dürfte das Potential haben, die Sympathiewerte eines Gerold Bührers noch zu übertreffen.

  88. redder sagt:

    Offenbar haben echte Liberale auch keinen Schimmer von Verhältnismässigkeit. Ausserdem ist der Taschengeldvergleich falsch und verlogen. Sie verteilen das Geld der Aktionäre, nicht das eigene, ohne sich iden Besitzern gegenüber rechtfertigen zu müssen.

    Also, liebe libertäre Ayn-Rand-Fetischisten: Der liberale Sozialdarwinisums ist ein Ausdruck fehlenden Gemeinschaftssinns und einer asozialen Attitude, neben der jeder bettelnde Punk wie ein Engel dasteht. Keine soziale Verantwortung, keinen Realitätsbezug und unendliche Gier zeichnet heute die Liberalen aus.

  89. Martina Siegenthaler sagt:

    Ich danke Herrn Zeier für seinen wertvollen Beitrag und die hinkenden Beispiele i.S. “Taschengeld”. Erschreckend, welche Thesen Wirtschaftsstudenten vermehrt in die Welt setzen und man fragt sich unweigerlich, ob an unseren Hochschulen u.a. das Fakten Verdrehen vermittelt wird. (Kenne welche von der HSG, die ähnlich tönen!) Dieser asozialen Einstellung muss der Riegel geschoben werden. Bleibt nur zu hoffen, dass die Annahme der Abzockerinitiative nicht nur in der Schweiz, sondern mindestens Europa weit ein Zeichen setzen wird.

    • Peter Hofer sagt:

      Beiliebe nicht alle. Viele Liberale und Bürgerliche sind für die Initiative, inklusive HSG-Bernasconi, der vor schädlichen Auswirkungen des Gegenvorschlags für KMU warnte.

      Suchen Sie im Internet nach: Paolo Bernasconi, 10 Fragen an Economiesuisse. Die Economiesuisse schützt Söldner und Grosskonzerne mit Vetterliwirtschaft in GL und VR, die KMU interessieren sie nicht in diesem Abstimmungskampf!

      • Martina Siegenthaler sagt:

        Lieber Herr Hofer, danke für den Hinweis. Die 10 gestellten Fragen hatte ich längst genüsslich gelesen und bereits auf meinem facebook den Kommentar gepostet, dass diese entweder “aus dem FF” (ironisch gemeint) wohl aber gar nie beantwortet würden.

  90. Reto Satdelman sagt:

    Das Problem ist das die Löhne dieser Manager eben nicht auf Basis rein sachlicher Verhandlungen zu Stande kommen. Die wenigsten Manager die Millionen verdienen haben solch spezielles Wissen das Saläre dieser Höhe rechtfertigt. Diese Saläre sind Fantasiesaläre, die auf Basis von Emotionen, Ängsten und irrationalem Verhalten entstehen. Ganz ähnlich wie Aktienpreise manchmal überhaupt nicht rational entstehen… Wir haben dieses irrationale dumme Verhalten unserer angeblichen Elite in den letzten Jahren gesehen und zwar in Form der grossen Immobilienblase und allem was folgte…

  91. Stephan Meier sagt:

    Die Haltung des Autors ist nicht liberal, sondern naiv.
    Bei diesen Vergütungen spielt kein Markt, sondern sie entstehen in einem Selbstbedienungsladen zwischen Verwaltungsrat und GL, ohne Kontrolle durch die Besitzer des Geldes. Was so entsteht ist eigentlich nichts anderes als Diebstahl an den Besitzern und Betrug an den Mitarbeitenden. Zumindest das erste soll von der Initiative geändert werden.

    Und dass der Markt nicht spielt, also nicht die Besten die grössten Vergütungen beziehen, das hat man ja auch an einigen Beispielen der letzten Zeit gesehen.

  92. Jorge sagt:

    Sehr geehrter Herr Zeier
    Sie haben an der UNI ja sehr gut aufgepasst. Ja ja, der freie Markt, die unsichtbare Hand, die regelt alles von selber irgendwann, nicht wahr?… Nur war ursprünglich die Idee, dass die Akteure auch noch etwas Ethik und Moral an den Tag legen. Und dies ging leider vollständig verloren. Nicht nur bei Herrn Vasella…

  93. Peter Hofer sagt:

    Wenn ich die bisherigen Kommentare zu Zeiers Blog überschlagsmässig aufrechne komme ich unwissenschaftlich auf diese Ergebnisse:
    - Stimmbeteiligung wird sehr hoch sein
    - Initiative dürfte angemommen werden
    - Die FDP sollte sich vermehrt um KMU und echten Wettbewerb kümmern statt dominante Konzerne zu schützen, die den Wettbewerb behindern (Zulassung Parallelimport von Medikamenten etc.)

  94. Regenscheit sagt:

    Es gibt diese freie Marktwirtschaft sowenig wie real existierender Marxismus. Bedenklich nur , dass gerade die Protagonisten solcher Wunschträume diese aufs übelste zerstören. Kartellabsprachen, Vertragszwänge, Inhaberaktien, Korruptionen, Bestechung, politische Allianzen, Nationalismus, Unterdrückung von MA und Gewerkschaftsmitgliedern, Zölle, Mediale Stimmungsmache usw. Für sie Hr. Zeier, so scheint es, ist freie Marktwirtschaft einfach abzocken können ohne gestört zu werden. Und ein CEO mit einem unterstützungswürdigen Kind zu vergleichen ist der Gipfel der linguistischen Frechheiten.

  95. Ingemar Bucher sagt:

    Liberal sein heisst nicht asozial sein. Leider verwechseln Sie die Geschichte mit Taschengeld und der Wirtschaft massiv. Denn solange wir in der CH überrissene Preise für Medikamente bezahlen nur weil die Pharma-Lobby es so in Bern arrangiert hat betrifft das Sackgeld, welches der Räuber Hotzen-Vasella erhält, sehr wohl auch die Allgemeinheit. Zwar indirekt aber es betrifft sie. Es stimmt mich aber traurig das so junge Menschen wie sie Geld in den Vordergrund stellen und soziale Komponenten wie Ethik, Moral und Verantwortung als sekundäres Übel abtun. Schöne Zukunft erwartet uns.

  96. …”Die «Spieler» definieren die Spielregeln und tragen die Verantwortung.” … meint irrsinnigerweise Maurus Zeier. Welcher Verwaltungsrat hat sich denn schon als Verantwortungsrat entpuppt ? Als die ghanesische Halbweltfigur Adoboli 2Mia Verlust generierte übernahm der “Mit-Spieler” Oswald Grübel die Verantwortung, nachdem er sich aus derselben gestohlen hatte, und zischte ab. Mit welchem Abschieds-Bonus? Endstation der “Abzocker-Verantwortung”: wir gründen eine Bad-Bank.

  97. Christian Matter sagt:

    Dass ist der dümmste Artikel den ich zu diesem Thema gelesen habe.

    • Hanspeter Niederer sagt:

      Ein voll verlogener Artikel, mit sehr vielen Hintergedanken geschrieben. Er möchte halt auch möglichst schnell in die Abzocker-Kaste aufgenommen werden. Da kann ein bisschen schleimen und neoliberalen Stuss nachplappern nicht schaden – wird sich der Schnösel gedacht haben.

  98. Dr. Marcel Kraus sagt:

    Als Ökonom bin ich tief beeindruckt von Ihren Theoriekenntnissen. Aber von der Praxis im Management haben Sie offentlich keine Ahnung. Vor allem das Problem der faktischen Selbstkontrahierung ist Ihnen unbekannt. 220 Mio Franken aus der ABB Pensionskasse haben die Herren Lindahl und Barnevik sich gegenseitig gewährt und unterschrieben. 72 Mio Franken hat sich der VR Präsident Vasella als KK-Entschädigung vom VR-Ausschuss genehmigen lassen und bereits 2010 auf sein separates Sperrkonto überweisen lassen. Für Sie ist das reine Marktwirtschaft; für mich ist das feudalistische Klientelwirtschaft!

  99. Regenscheit sagt:

    Hr. Zeier ihr Vergleich hinkt sowas von hinterher. Es ist eben nicht der Vater die Mutter die dem Sprössling das Geld gibt sonder der Sprössling bedient sich selbst aus dem Portemonnaie. Und wer könnte dem Jungen dies schon durchgehen lassen. Eins zünftig auf die Finger und paar Wochen Hausarrest wären angesagt.

  100. ali kazemi sagt:

    Herr Zeier versucht das Problem zu bagatelisieren.Vielleicht kann ein KMU wie ein Malergeschäft behaupten ehrlich fürs Geld zu arbeiten u sein Honorar festsetzten.Globale Multis hingegen betreiben Raubkapitalismus,was nicht mit freiem Wirtschaften zu tun hat!Novartis u Co haben Lobbyisten in Politik,wo künstlich Medikamentenpreise hochgehalten werden,Banken sind voll v. Schwarz -u. Diktatorengelder+Gelder v. Rohstoffspekulanten.Firmen wie Nestle o Glencore sind bei Rohstoffspekulation u Ausbeutung der dritten Welt voll dabei.Solche Saläre+Bonis sind also Raubgelder!Darum braucht es Regulation!

  101. Fred Baumann sagt:

    “Nicht-Spieler, Maul halten”.
    Ist es Arroganz, oder schlichtes kognitives Unvermögen, den Unterschied zwischen Monopoly und dem echten Leben nicht zu sehen? Was im Monopoly symbolisch mit Papier Holz und Karton dargestellt wird, sind im echten Leben von Menschen bewohnte Orte, von Menschen besetzte Arbeitsstellen und durch menschliche Arbeit generierte Werte. Im echten Leben spielen alle mit, nicht bloss die Aktionäre.
    Dieser Vergleich zeigt exemplarisch die elitäre Denkweise dieses Wirtschaftsstudenten und impliziert seine Hoffnung, dereinst auch zu den “Spielern” zu gehören.

  102. Matthias Vogelsanger sagt:

    Börsenkotierte Firmen sind nicht “privat”, sondern Publikumsgesellschaften, die ihre Anteilscheine der Öffentlichkeit andienen. Der Vergleich mit dem familiären Taschengeld ist albern.

  103. Christoph Meyer sagt:

    Echter Liberalismus wäre auch eine Erbschaftssteuer von 100% – nachzulesen bei Wilhelm Röpke, einem bekannten Liberalen.
    Ich glaube kaum, dass Maurus Zeier das möchte.
    Jede reine Lehre, sei dies Kommunimus, Sozialismus oder eben auch der Liberalismus scheitert letztlich am nicht perfekten Menschen.

  104. Rene Stettler sagt:

    Die freie Marktwirtschaft bei den grossen Unternehmen funktioniert in den letzten Jahren ganz nach dem Motto
    ‘Gewinne privatisieren, Verluste verstaatlichen’, siehe insbesondere den Fall UBS. Von dem her braucht es eine starke Gegensteuer zu diesem Untreiben, da die oft von den freisinnigen gepriesene Selbstregulierung schlichtwegs nicht funktioniert.

  105. Markus Eberle sagt:

    Das alles klingt so schön und schlüssig, dass man dem fast zustimmen könnte. Aber wie vieles was von der FDP in Bezug auf “liberal” und “Marktwirtschaft” kommt, ist das alles nur Theorie und hat wenig mit der Praxis zu tun. Vasella gehört zum exklusiven, geschlossenen Kreis von Managern, die sich gegenseitig Jobs, VR-Mandate zuschanzen und hohe Löhne (über die Vergütungsausschüsse) zuschanzen. Da spielt der Markt schon lange nicht mehr. Es ist ein neuer Stand des Geldadels, der unter sich bleiben will und in den neue Führungskräfte nur ganz schwer vordringen können.

  106. Guten Tag Herr Zeier
    Ihr Problem ist, dass Sie dort keine gesetzlichen Regelungen wollen, wo Sie ungeniert “abzocken” können.

    Wir könnten ja auch das StGB um einige Tatbestände lockern, z.B. den Raubüberfall auf mutmassliche Abzocker. Was meinen Sie dazu?

    Der Tatbestand der “Abzocke” gehört meiner Meinung nach ins StGB. Wie finden Sie diese Idee?

    • Urs sagt:

      Ich auch! Ich bin dabei das man das Strafrecht und die Begriffsdefinitionen der neuen Gier und Abzockerei anpasst und auch mal wie früher einen dieser Pfeffersäcke durch das Dorf gejagt wird… Ist alles schon mal da gewesen. Nicht wirklich was neues also. Den Pranger würde ich als etwas sehr lehrreiches einstufen… derart öffentlich muss das dann schon sein. Wir bezahlen ja schliesslich für das alles…

  107. May sagt:

    Nicht-Spieler, Maul halten.

    Die «Spieler» definieren die Spielregeln und tragen die Verantwortung?!
    Welcher Spieler dieser hat je Verantwortung tragen müssen, die einzigen welche irgend etwas getragen haben, waren alle diejenigen welche ohne goldingen Fallschirm die Kündignung bekommen haben und alle anderen 7 Mio welche diese in der Arbeitslosigkeit mit ihren Steuern getragen haben, die haben Verantwortung übernommen, damit die Unternehmungen wieder die alten Gewinne auf Staatskosten einfahren können

    • Stefan Paschke sagt:

      Das ist doch das Grundübel. Wenn nur einer dieser sogenannten Manager die Verantwortung für Verluste übernehmen würde, gäbe es keinen einzigen “TopManager” mehr. Im Gegenteil, sobald man auf dieser Etage angelangt ist, findet man auch bei totaler Unfähigkeit einen neuen CEO-Posten. Man könnte auch von einer Teppichetagen-Mafia reden. Und nein, ich bin nicht neidisch auf diese 72 Millionen. Ich will niemals soviel Geld haben. Aber wenn ich sehe, wie die Dritte Welt von Pharma-Firmen abgezockt werden, dann kriege ich schlechte Laune.

  108. Keller Franz sagt:

    Noch besser wäre,wenn das Volk über die Bonis abstimmen könnte. Den schlussendlich bezahlt es eh das Volk.Ein klares Ja zur Initiative.

  109. Ike Conix sagt:

    Zeier unterschlägt, dass es in diesem Vabanque-Spiel fast nur Mitspieler gibt, da via Pensionskasse die meisten Einwohner Aktionäre sind. Das Abzocken dieser 72’000’000 ist eine Schweinerei. Aber für die Aktionäre entsteht direkt nur ein minimer Schaden. Dieses Jahr sollen CHF 5’994’566’475 als Dividenden auf 2’420’620’174 Aktien verteilt werden. Wenn nun die nächsten 6 Jahre CHF 12’000’000 jährlich fehlen, gibt es pro Aktie gerade mal 0,5 Rappen weniger, also bei einem durchschnittlichen Aktionär mit 150 Aktien, macht das 75 Rappen aus.

  110. Stössel sagt:

    Die Selbstbedienungsmentalität kann man nur mit Gesetzen in die Schranken weisen. Die viel gepriesene Selbstregulierung hat schon längst versagt und die Managerlöhne in absurde Höhen getrieben. Der Aktionär ist aber der Eigner der ein Recht auf Mitbestimmung hat. Seit die Unsitte der Verwaltungsräte sich selber als Angestellte der Firma zu betrachten, wird man den Eindruck nicht los, dass in vielen Fällen den persönlichen Interessen mehr Beachtung geschenkt wird als der Firma. Sie sollten eigentlich die Interessen der Aktionär vertreten und die Strategien erarbeiten, mit Erfolgshonorar!

  111. Peter Isler sagt:

    Die sogenannten Verhandlungen über Vergeltungen und Bonis sind eine sehr unübersichtliche Sache. Man kann sich schon fragen, was das für Verwaltungsräte sind die solchen Summen zustimmen. Diese Herren sollte man auch zur Rechenschaft ziehen, denn ihre Aufgabe wäre es eigentlich die Verträge genauestens zu prüfen und auch die komischen Bonibestimmungen genau anzuschauen.

  112. K. Meyer sagt:

    Herr Zeier: Bevor Sie Äusserungen à la “Nicht-Spieler, Maul halten” von sich geben, überlegen Sie sich doch bitte, ob Angestellte einer Firma nicht auch Mitspieler (und wahrscheinlich, objektiv bestrachtet, sogar die wichtigsten Mitspieler) sind!! Und wenn Sie dann zu einem “ja” gelangen sollten, dann wäre es schön, wenn Sie Ihren unglaublich naiven Artikel entsprechend überarbeiten würden. Angstellte (und somit der Grossteil der Bevölkerungen) haben gerade deshalb überhaupt nicht das “Maul zu halten”, Herr Zeier!!

  113. Urs sagt:

    Ein bekanntes Zitat… von einem liberalen der ein bischen mehr Weitsicht und Erfahrung hatte und von Neoliberalen Theorien der Eigennutzmaximierung des glorifizierten Home Oeconomicus unbefangen war :-) “…Der Kapitalismus basiert auf der merkwürdigen Überzeugung, dass widerwärtige Menschen aus widerwärtigen Motiven irgendwie für das allgemeine Wohl sorgen werden….” John Maynard Keynes

    • Hanspeter Niederer sagt:

      Welch ein wuchtiger, sarkastischer Satz von Keynes, der die Brosamen-Theorie der menschenverachtenden Super-Kapitalisten glasklar auf den Punkt bringt ! Danke für den Hinweis.

    • Christian Weiss sagt:

      John Maynard Keynes einen Liberalen zu nennen, find ich dann doch sehr unverfroren. Und seine Glaube daran, dass der Staat die Konjunktur durch eigene Nachfrage und Nachfragebelebung steuern könne, ist wohl einer der zentralen Auslöser der heutigen Schuldenkrise. Und lässt doch mal den Begriff “neoliberal” bei Seite! Den verwenden Sozialisten und andere Freunde der schützenden Staatshand, um alles zu diffamieren, was nicht in ihr Weltbild vom Fürsorgestaat passt. Tatsächlich bedeutet “neoliberal” nichts anderes als liberal: freiheitlich, marktwirtschaftlich, eigenverantwortlich.

  114. Some1 sagt:

    Wenn ich meinen Kindern soviel Sackgeld gebe, dass meine Familie mit x Millionen vom Staat vor dem Bankrott gerettet werden muss, dann ist:
    a) jeder Steuerzahler in der Schweiz automatisch “Mitspieler”
    b) jedes Familienmitglied welches zu den Familieneinnahmen beiträgt, ein ziemlich vor den Kopf gestossener Aktionär
    c) jedes andere Familienmitglied (nicht-Aktionäre) der Depp welche darunter leiden muss

    Nur um mal aufzuzeigen, wie schlecht der Vergleich mit dem Sackgeld ist, wenn nicht fertig gedacht.
    Von liberal spüre ich bei dieser Carte Blanche nicht viel.

  115. Hans P. Grimm sagt:

    Man hätte jetzt ja in den Konzernen genug Zeit gehabt die Situationen zu bereinigen, aber man wollte es absitzen, darum selber Schuld! Ich stimme zu Minder: JA!

  116. Leon Huber sagt:

    Die Frage ist immer die selbe: Dient der Monopoly-Spielnachmittag dazu, den Gewinner zu bestimmen oder den Netto-Spielspass der ganzen Spielgemeinschaft zu maximieren?

  117. Simone W. sagt:

    “Echte Liberale sind gegen die Abzockerinitiative”
    Natürlich! Aber echte Liberale würden es auch nie soweit kommen lassen, die hätten ihrem gierigen Mitliberalen schon längst auf die Finger geklopft…

  118. Hanspeter Niederer sagt:

    Eine neoliberale Witzfigur, die sich bei den graumelierten Herren aus der Abzocker-Kaste beliebt machen will, um selbst möglichst bald an die Honigtöpfe vorgelassen zu werden. Jenseits von gut und böse, lächerlich und daher diskussionsunwürdig.

  119. Baumgartner sagt:

    Der Vergleich mit dem Taschengeld hinkt: Wenn die Eltern dem Kind so viel Taschengeld geben, dass das Sozialamt danach für Kosten aufkommen muss, welche eigentlich die Eltern berappen müssten, dann ist das Taschengeld sehr wohl Sache des Staates. (Banken werden mit Steuergeldern gerettet; Entlassungen, bzw. Gesundschrumpfungen und die damit verbundenen Kosten für die Arbeitslosenkasse berappt ebenfalls die Allgemeinheit.) Es spricht auch Bände, dass unser Jungfreisinnige Vasellas 72 Mio. mit Taschengeld vergleicht…

  120. Karl Knacks sagt:

    “Was in der Politik die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger sind in der Wirtschaft die Aktionärinnen und Aktionäre.”

    Die Arbeiter gehören zwar zum Unternehmen, sind aber nicht stimmberechtigt. Anders als in der Politik gibt es in der Wirtschaft immer noch 2 Stände .. oder Klassen.. die stimmberechtigten Eigentümer und das von aller Mitbestimmung ausgeschlossene Proletariat, die Arbeiterschaft. Der Unterschied zur Sklaverei ist in dieser Hinsicht nur in der Politik zu finden, in der Wirtschaft existiert er nicht.

  121. Markus Sennheiser sagt:

    Hinter Stacheldraht, Mauern und mit privaten Sicherheitsdienst, sich schützend vor der empörten ausgenützte und verarmte Masse. So leben Abzocker in gewissen Ländern heute die den Liberalismus voll missbraucht haben. Schlussentlich gehts nur um eine gerechte Umverteilung. Und auch dann wird es genügend spielraum geben doch seine Millionen zu verdienen. Aber was heute abgeht sprengt jede Vorstellungskraft und Moral. Nix Sackgeld hier. Für mich sind solche Leute gift für unser Land, ich bevorzuge mehr der demütige 40 Std. Bauarbeiter der kein Wort Landessprache spricht und seine Steuern bezahlt

  122. Richtig: Liberale nach dem Muster des jungliberalen Maurus Zeier fördern Wettbewerb und Konkurrenz. Schade, dass sie nicht auch Fairness und Gerechtigkeit fördern. Darum geht es bei der Abzockerei und nicht um Neid und Missgunst. Zu dem Hinweis, dass diese Manager nicht “getäuscht” sondern “verhandelt” haben: Verhandeln mit einer Partei (Bsp. Vergütungsausschuss von Novartis), die weitestgehend die gleichen Interessen vertritt wie der Betroffene (Vasella) -nämlich möglichst viel aus dem Unternehmungstopf herausholen- ist Täuschung der Aktionärsinteressen!

  123. Laurens van Rooijen sagt:

    Wenn Bezüge der Kader Privatsache sein sollen, verbietet sich die Organisationsform einer AG. Die Aktien sind dann im Familienbesitz zu behalten. Dann stimmt Herr Zeiers Metapher vom Taschengeld auch wieder.
    Wenn eine Firma hingegen Investoren anziehen will und daher Aktien auf den Markt bringt, sind die Bezüge der Kader eben nicht mehr Privatsache. Dann steht es den Teilhabern an der Firma auch nach liberaler Logik zu, ein Mitbestimmungsrecht über diese Bezüge zu fordern, wie es die Abzocker-Initiative vorsieht.
    Ohne die Exzesse der vergangenen 20 Jahre gäbe es die Diskussion übrigens nicht.

  124. iskra sagt:

    Herr Zeiler, ihre Zeilen strotzen ( wieder einmal mehr ) von einer unerhörten Arroganz, die unverständlich ist, wenn man noch nie Taschengeld verteilt hat und immer nur die hohle Hand hingesterckt hat. ” Nicht Mitspieler – Maul halten” das würde ihnen wohl als ECHT-Liberaler passen. Das war einmal in der Stadt Luzern, aber die Zeiten sind vorbei ! Auch wenn man Wirtschaft “studiert”, was immer das auch heissen mag, eine Prise Bescheidenheit wäre immer angebracht.

  125. Andreas Braun sagt:

    Ich bin ein Liberaler und habe Ökonomie studiert und kann jedem hier versichern, dass Herr Zeier keine Ahnung von Thema hat und seinen Aussagen einfach nur falsch sind. Ich bin auch für Wettbewerb und gegen Regulierungen, aber dies bedingt, dass der Wettbewerb funktioniert. Gerade das ist bei VR/GL nicht mehr der Fall. Eigentlich lernt man das im ersten Semester unter dem Thema Informationsasymmetrie, aber Zeier hatte wohl einen Fensterplatz. Seine Ansichten haben nichts mit liberal zu tun. Ein Vasella tritt die Eigentumsrechte der Aktionäre mit Füssen, dagegen ist sogar die SP liberal…

  126. kaya wirth sagt:

    ich bin überhaupt nicht der meinung, dass diese leute sich ihr geld ehrlich verdienen. sie nutzen macht und hirarchie aus um sich zu bereichern. das geld gehört nicht ihnen, sondern dem staat, den mitarbeitern und kunden. es ist offensichtlich, dass in den führungsetagen mancher firmen in den letzten jahren nur noch geklotzt wurde und der service / qualität der produkte zu lasten der kunden gingen. ebenso wurde das salär der mitarbeiter eher gesenkt, denn an die teuerung angepasst, viele stellen abgebaut (weil angeblich zu teuer!!!) oder ins ausland verlagert. was ist hier rechtens?

  127. Hermann sagt:

    Herr Vasella sagt, seine Abfindung sei marktgerecht. Gerecht ist sie natuerlich nicht, sie ist eher marktueblich. Ich habe 20 Jahre lang in einer Firma gekrampt, als diese verkauft wurde, machte mein Boss $260 Millionen. Ich bekam gerade genug, um meine Hypothek abzuzahlen. Und das geschieht hier (Silicon Valley) regelmaesig, ohne dass sich jemand darueber aufregt. Siehe Facebook.

  128. Mitch sagt:

    Ah! la pensée néolibérale dans toute sa splendeur… Et sa démagogie à la louche pour ne pas dire à la truelle. Liberté totale pour les entreprises, la concurrence régulera etc (tu parles Charles…) et les coûts sociaux pour la collectivité et les contribuables lorsqu’il s’agit de sauver des entreprises trop grosses pour disparaître, sans que les conséquences de la faillite se répercute gravement sur la population. On est où là? Dans un monde sans éthique, sans vergogne, où il y aurait des humains qui “valent” un salaire de 3500 francs par mois et d’autres 2000 francs de l’heure…

  129. Huber Christoph sagt:

    @Herr Zeier: Wir brauchen Leute, die Nägel mit Köpfen machen und nicht mit Floskeln wie “aus tiefster liberaler Überzeugung” daherphilosophieren!
    Fakt ist, dass immer mehr auch junge Manager immer höhere Löhne und Boni forderten, unersättlich sind und sich bedienen wie die Raubritter des Spätmittelalters. Auch deshalb ist die Initiative dringend notwendig.
    Beim Lesen Ihres Textes werde ich den Verdacht nicht los, dass auch Sie von einem hohen Salär träumen, ergo sich mit der Initiative nicht den Weg dahin verbauen möchten…

  130. Seppl sagt:

    Die Gebetsmühle von Angebot& Nachfrage, leistungsgerechter Lohn , Wettbewerb ……….quitscht mittlerweile erbärmilch eingerostet.
    Das Topmanagement ist ein abgeschotteter und sich abschottender Günstlingszirkel, da war der europäische Adel des 19. Jahrhunderts weltoffener und liess mehr frisches Blut rein. Ein paar Hundert Topmanager die sich gegenseitig in Verwaltungsräten “kontrollieren”. Da spielt der freie Markt in ganz engen Fesseln.

  131. Liberalismus und Markt sind so hehre Worte. Aber diese hohen Saläre haben weder mit Liberalismus, noch mit Markt noch mit Wettbewerb etwas zu tun, sondern mit dem exakten Gegenteil: Unter dem Deckmantel der Marktwirtschaft monopolähnliche Situationen schaffen für Produkte und Saläre und dann abgarnieren und die “souveränen”KonsumentInnen schauen in die Röhre und die Steuerzahler begleichen den Schaden.

  132. Joli Egger sagt:

    Zeier weiss nicht einmal, was LIBERAL bedeutet!
    Liberale gibt es in d.CH noch eine Handvoll, aber sicher nicht in d.FDP oder SVP!!
    Die Liberalen waren früher – so bis ca. 1965 – AUCH sozial, weil sie wussten, dass Leute, die frustriert, sauer, arm, schlecht ausgebildet sind, schlecht sind f.d.Wirtschaft u.somit für das gesamte Land! Echte Liberale waren Rieter, Sulzer u.ä.Patrons, die ihren Arbeitern Häuser bauten!
    Was mit d.Abzockern in Banken u.Grossindustrie abgeht, hat mit liberalem Gedankengut nichts mehr zu tun. Das ist Neokapitalismus in seiner widerlichsten und unverschämtesten Form.

  133. G. Meier sagt:

    Darf ich diesem blauäugigen Kommentar entnehmen, dass der Autor noch sehr jung ist? Liberales Gedankengut unterstütze ich, aber hier wird dies mit Filz gleichgesetzt. Mit wem hat denn der ’Abzocker’ verhandelt? Vermutlich mit einem schwachen Kopfnickergremium, welches sich dann legitimiert fühlt, sich selbst zu bereichern. Wer will im Ernst behaupten, dass zweistellige Millionensaläre einer Gegenleistung entsprechen? Es geht hier nicht um Missgunst, sondern um die Gefährdung des sozialen Friedens. Auf der einen Seite werden massiv Stellen abgebaut + in der Teppichetage fliesst der Champagner.

  134. Marie V.Roth sagt:

    “Echte Liberale”? Vermutlich müsste der Jungfreisinnige sich die Zeit nehmen, und sich mal mit dem Begriff “liberal” ganz grundsätzlich auseinander setzen. Alt genug wäre er, wie mir scheint. Aber bleiben wir mal seiner Verkürzung: Liberale, im wahrsten Sinn des Wortes, zocken nicht ab. Ganz einfach. Es sind die Neoliberalen “Heuschrecken” welche sowohl den Begriff liberal, wie den Sinn “abgezockt” und entleert haben. Das Beispiel mit dem Sackgeld ist was für “Hilfsschlüler”. Es ist so hanebüchern wie es wäre, darauf überhaupt ein zu gehen.

  135. Gurtner Fredi sagt:

    Was heisst da noch liberal. Ich denke die Liberalen tragen alle Scheuklappen und wollen nicht wahrhaben,dass es nur eine Antwort auf das Abzocken gibt.Ja für Herrn Minders Initiative. Alles andere ist Augenwischerei

  136. P. Lock sagt:

    Netter Versuch, Herr Zeier, aber Ihr erster Abschnitt klingt wie aus dem Elfenbeinturm. An Ihrem Milchgesicht glaube ich ablesen zu können, dass Sie aus finanziell gut situiertem Zuhause stammen. Es mag Leute geben, die Ihren Idolen ihr Geld nicht gönnen, Leute, die von Neid zerfressen sind. Ich möchte mit einem Vasella nicht tauschen. Auch nicht mit seiner Familie, falls er welche hat, die den Namen verdient. Wenn ich Ihren Text als Ganzes betrachte, dann bin ich nicht erstaunt, dass Ihre elitäre Partei kaum noch jemanden interessiert.

    • Philipp Richner sagt:

      @P. Lock: Interessant wie oberflächlich die heutige Gesellschaft geworden ist und wie schnell man es offensichtlich nötig hat ins persönliche Abzurutschen um seiner Meinungen den nötigen? Nachdruck zu verleihen. Irgendwie auch ein Armutszeugnis, nicht?

      • P. Lock sagt:

        @ Philipp Richner: Ob Sie es zugeben wollen oder nicht, der Mensch nimmt Mitmenschen auch visuell war. Ich habe mich über Herrn Zeier ein wenig informiert, bevor ich meinen Kommentar geschrieben habe. Dass Sie, Herr Richner, vorschnell von Oberflächlichkeit sprechen, spricht nicht für Sie. Ob Sie es wollen oder nicht, es gibt auch gut ausgebildete Leute, welche die Nase voll haben von PolitikerInnen, die sich nur gerne in den Medien sehen. Ob sie Zeier, Rickli, Bruderer oder Girod heissen: Sie glauben, die Weisheit gepachtet zu haben, ihre Voten sind aber meist unüberlegt und oft heuchlerisch.

  137. smart sagt:

    Interessant ist ja noch, dass es für die im “tiefsten Herzen echt liberalen” Politiker selbstverständlich ist, dass im Nachtwächterstaat der tumbe Bürger für die Verteidigung deren Pfründe sein Leben mittels vom “echt liberalen” Staat verordneter “allgemeiner Wehrpflicht” aufs Spiel setzen darf…..
    Pfui Teufel !!

  138. Heidi Müller sagt:

    “Echte Liberale sind gegen Minders Abzockerinitiative”
    1. Echte Liberale lassen sich nicht vorschreiben, wofür und wogegen sie zu sein haben.
    2. Im bürgerlichen Liberalismus der Aufklärung gehörte zur Freiheit auch die aktive Verantwortung: Dass man den Missbrauch der Freiheit durch Einzelne verhindert. Missbrauch bedeutet massloses, unverhältnismässiges und für andere schädliches Verhalten.
    3. Zu Maurus Zeier’s Taschengeld-Modell: Einem Vater, der seinem Sohn jährlich Millionenbeträge als Taschengeld gäbe, damit dieser ihm nicht davonlaufe, dürfte die Zurechnungsfähigkeit bezweifelt werden.

  139. Willi Boeser sagt:

    Den meisten negativen Kommentaren in diesem Forum kann ich nur beipflichten. Wenn ich diesen “liberalen” Text lese, wird mir klar, dass der Wähleranteil der FDP seit unserer Staatsgründung von 100% auf 15% gesunken ist. Schade, als Jungspund habe ich auch einmal FDP gewählt, heute im fortgeschrittenen Alter finde ich diese Partei nur noch peinlich.

  140. René Grossenbacher sagt:

    …. so ist also echter Liberalismus zu verstehen. Mich wundert’s nur, dass die FDP damit moch einige Prozenze an Wählerstimmen bekommt!

  141. Jacqueline Badran sagt:

    Die “echten” Liberalen haben gegen den Adel gekämpft (den Sozialismus gabs damals noch nicht), gegen den Vorrang der Geburt gegenüber der Leistung. Für die 72 Millionen “Taschengeld” – wie Sie es nennen – fürs Nichtstun, müsste ein überdurchschnittlich Verdienender 720 Jahre arbeiten. Dass sie solche Tantiemen mit Leistung rechtfertigen hat stirischen Charakter. Als “echter” Liberaler sollten sie, wären sie konsequent, gegen den Vorrang des Glücks gegenüber der Leistung antreten und den neuen Geldadel bekämpfen. Diese Debatte ist nicht eine von zu viel Neid, sondern von zu wenig Scham.

    • Martina Siegenthaler sagt:

      Oh wie Recht Sie haben, Frau Badran!

      • Rudi Pommel sagt:

        Jacqueline Badran hatte mit Prof. Alois Riklin auch einen sehr weisen Lehrer an der HSG.

        • Jacqueline Badran sagt:

          An Herrn Pommel – stimmt. Woher wissen Sie das? Prof. Alois Riklin war wunderbar. Prof. Peter Ulrich und Prof. Philipp Mastronardi haben auch geholfen meine Gedanken zu ordnen. Die HSG ist wesentlich besser als ihr Ruf:..;-)

          • Rudi Pommel sagt:

            Auch Ihre erwähnten Professoren sind mir noch in positiver Erinnerung geblieben. Zu Ihrem Katalog würde ich noch die Prof. Roland Kley und Prof. Christoph Frei hinzufügen. Glücklicherweise hat die HSG mehr geistige Nahrung zu bieten, als dies der allgemeine Tenor in der Öffentlichkeit wahrnimmt. … Obwohl ich kein Stammwähler der SP bin, verfolge ich Ihre politische Laufbahn mit grossem Interesse und wünsche Ihnen alles Gute für die Zukunft. MfG R.P.

  142. Thomas Läubli sagt:

    Wenn die Interessenvertreter der Unternehmer in Politik und Medien überall mitreden, als ob der Staat ein Unternehmen wäre, das nur nach Rentabilität und platter Nützlichkeit zu betrachten wäre, dann drehen wir doch den Blickwinkel um. Welchen Nutzen bringen Abzocker und Steuerflüchtlinge der Gesellschaft? Sind sie nicht deren Parasiten, die vom Geld leben, das andere erarbeiten? Das “Sackgeld” der Unternehmen wird schliesslich via Produktverkäufe auch vollumfänglich von uns bezahlt. Also dürfen wir auch bei den Unternehmen mitreden.

  143. Peter Hofer sagt:

    Vielleicht kann Herr Zeier die Vernichtung von Shareholder-Value erklären unter 15 Jahre Vasella:

    Wenn man sieht, wie sich der Unternehmenswert von Novartis unter Vasella im Vergleich zur Konkurrenz enwickelt hat, könnten die Novartis-Aktionäre FROH sein, wenn er zur Konkurrenz geht.

    Zeier, ich warte auf eine Antwort, gerne auch zu Schädlichkeit des Gegenvorschlags für KMU im Vergleich zur Initiative.

  144. Peter Hofer sagt:

    Ich habe mir übrigens kurz die Mühe gemacht und gegoogelt, desweiteren war Herr Zeier für das Antrittsgeschenk an UBS-Weber und für die staatliche Rettung der UBS, unlogischer gehts nimmer…das soll liberal sein. Ein Witz.

  145. Der Vergleich dieser millionenschweren Abfindung mit einem “privaten Sackgeld” zielt völlig daneben. Das Private hat keine Wirkung auf die Umwelt, während diese Unsummen unser ohnehin teures Gesundheitswesen zusätzlich belasten.

  146. Nicht zu fassen: «Seit Monopoly und Eile mit Weile wissen wir: Nichtspieler den Mund halten.» Was glaubt dieser FdP-Epigone eigentlich? Als linker Liberaler und Nichtspieler sollte ich den Mund halten. Ein Beispiel nur: 1000 Fr. monatlich (inkl. Frau) KK-Prämie bezahlen. Es wären nur 500 Fr. würde ein Vasella und einige Mitabzocker aus Novartis, Roche u.s.w nicht Milliarden abrahmen und die Medikamentenpreise hochtreiben. Nein, den Mund halten, das tue ich nicht. Ich wehre mich dagegen, wenn einige wenige der Allgemeinheit Milliarden stehlen. Das ist nicht liberal, das ist schlicht kriminell.

  147. Gabriel sagt:

    “Ce sont les «joueurs» qui définissent les règles du jeu et en endossent la responsabilité. ”
    Je suis d’accord avec cette phrase! Et tout le problème est la… Ce n’est pas eux qui endossent la responsabilité! Donc ce n’est pas à eux de définir les règles. Une délocalisation, c’est les employés qui payent aussi les coûts. Une faillite, c’est l’Etat qui doit payer des salaires, qui doit payer les pots cassés. Un UBS qui risque de faire faillite, c’est toute l’économie qui paye et c’est l’Etat qui doit assurer cette sociétés.

    • Gabriel sagt:

      Les sociétés pharmaceutiques sont “financées” par la LAMAL, donc nos impôts, ce qui fait que la demande est de manière monopolistique plus haute que la valeur “non Etatique”, donc le prix est plus haut. On ne peut pas laisser l’économie faire ce qu’elle veut car elle est liée à l’Etat qui la finance, qui la perfuse, qui la sauve. Et sans ces “tricheries”, il n’y aurait simplement plus d’économie, étant donné son aptitude à s’auto-détruire.

  148. Martina Siegenthaler sagt:

    Wäre ja allzu schön, würde Herr Zeier all diese Kommentare lesen und über die Bücher gehen, aber wahrscheinlich sind wir ihm in seinem holden Wahn alle zu unbedarft. Am besten, er bespricht dies alles mit Kollege Wasserfallen. Die Wahrscheinlichkeit ist gross, dass er bei ihm Gehör findet.

  149. Bernhard Bianker sagt:

    Ja richtig, der Staat soll sich gefälligst raushalten. Ausser wenn es mal nicht so gut läuft, dann sind seine (unsere) 66 Milliarden Rettungsgelder bei börsenkotierten Supertoll-Unternehmen wie der UBS natürlich gern gesehen.

  150. Reto Bühler sagt:

    @Peter Hofer: Genau! Und dass die UBS-Rettung via Notrecht durchgeboxt wurde, obwohl dieses per Verfassung nur in Kriegszeiten angewendet werden dürfte (!), und nicht, um die Bank ehemaliger Berufskollegen zu retten, störte anscheinend niemanden. In den Medien wurde nicht einmal darüber berichtet.

  151. Christoph sagt:

    Kapitalgesellschaften sind juristische Personen und keineswegs “privat”. Die Argumentation trifft höchstens auf Einzelfirmen zu. Die Selbstbedienungsmentalität ist kriminell, sie erfüllen die Tatbestände Diebstahl und Veruntreuung locker, ev. sogar bandenmässige Kriminalität. Es ist kein gutes Zeugnis, dass sich die Justiz darum foutiert.

  152. Urs Brauchli sagt:

    Seit Monopoly müsste es eigentlich auch jedem klar sein, wie das Spiel endet: Einer hat alles und triumphiert, alle anderen haben nichts mehr und sind sauer.
    Genau dorthin führt Ihre Politik, Herr Zeier. Nur sind’s in der Realität halt nicht nur 4 oder 5 Spieler, sondern ein paar Millionen. Und die sind mittlerweile alle richtig sauer.

  153. yves kueng sagt:

    Besten Dank fuer diese Zeilen.
    Ich sehe leider im Moment nicht fuer die Liberalen und Vernuenftigen. Es ist die Zeit der Neider. Lieber des Andern Schoene kaputt machen als selber Leistung zu zeigen.
    Es gibt immer jemand, der mehr verdient, staerker oder schoener ist…

  154. Je suis scandalisée par votre analogie avec l’argent de poche. Il faut comparer ce qui est comparable. Mais voyez même Monsieur Vasella s’est rétracté sous le courroux de toute la droite. Mais peut-être cela cache une autre stratégie.??Au sujet de Minder, heureusement qu’il y a des citoyens qui s’engagent contre un libéralisme machiavélique. Aucun gestionnaire ne vaut des sommes pareilles. Et Bravo aussi à Monsieur Biedermann d’Ehos qui oeuvre depuis des années contre des escrocs que la suisse complaisante observe.Mais cette votation est complexe et trop compliquée à comprendre pour la majorit

  155. la majorité des votants. Normalement si notre gouvernement était un peu plus visionnaire, les lois seraient adaptées à ce sujet si complexe sans demander l’avis du public. bonne journée Arlette

  156. Anton Keller sagt:

    Ich wusste gar nicht, dass ich über Pensionskasse und Steuern das Supertaschengeld meines Nachbarns finanzieren müsste. Und das Sozialamt würde den pleitegegangenen Eltern auch nicht erlauben, ein Supertaschengeld den Kindern zu zahlen.

  157. Leber sagt:

    Werter Herr Zeier, Sie verwechseln wohl Liberalismus mit Anarchie.

  158. Robert Freudenmann sagt:

    Auch Herr Zeier hat es leider noch nicht begriffen:
    Es geht gar nicht ums Geld. Was auch immer dort oben verdient wird, ist im Vergleich zum Konzernumsatz lächerlich.
    Es geht darum, dass in einer Gesellschaft, die von Vernunft und Respekt zusammen gehalten wird, das schamlose und gierige Verhalten einen weit grösseren Schaden anrichten kann, als diese Leute je verdienen werden. Und die Politik hat nun mal die Aufgabe, dafür zu sorgen, dass die gesellschaft eben zusammengehalten wird. Dafür entwirft sie Leitplanken.
    Das ist wie bei den Medikamenten, da haben Sie ja nichts dagegen…

KommentierenCommentaire

Verbleibende Anzahl Zeichen:

Die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht zu publizieren. Dies gilt insbesondere für ehrverletzende, rassistische, unsachliche, themenfremde Kommentare oder solche in Mundart oder Fremdsprachen (ausser Französisch). Kommentare mit Fantasienamen oder mit ganz offensichtlich falschen Namen werden ebenfalls nicht veröffentlicht. Über die Entscheide der Redaktion wird keine Korrespondenz geführt. La rédaction se réserve le droit de ne pas publier des commentaires, en particulier s’ils contiennent des propos diffamatoires, racistes ou dans une langue autre que le français ou l’allemand (dialecte exclu). Les commentaires avec un nom fantaisiste ou avec un faux nom identifiable comme tel ne seront pas publiés. Aucune correspondance ne sera échangée sur les décisions éditoriales.