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Christine Bulliard-Marbach am, Freitag 1. Februar 2013

Die Verknüpfung von Studiengebühren und Ausbildungskosten ist gefährlich

Heute vergeben wir eine Carte Blanche an CVP-Nationalrätin Christine Bulliard-Marbach. Aujourd'hui nous donnons Carte Blanche à la conseillère nationale Christine Bulliard-Marbach (PDC FR).

Am 6. Dezember 2012 hat der ETH-Rat bekannt gegeben, dass er die Studiengebühren an den beiden ETH in Zürich und Lausanne bis zum Jahr 2017 verdoppeln will, um so die steigende Zahl Studierender aufzufangen. Vor dem Hintergrund dieser Ankündigung sollten wir uns Gedanken zum Wert der Hochschulbildung machen. Der ETH-Rat rechnet vor, dass ein Studienplatz an der ETH zwischen 20’000 und 40’000 Franken pro Jahr kostet und findet es deshalb legitim, die Studierendenbeiträge von 1200 auf 2400 Franken pro Jahr zu erhöhen. Er erachtet eine Verdoppelung der Gebühren nicht nur als verhältnismässig und sozialverträglich, sondern geht auch davon aus, dass dies der Preis ist, um an einer der besten Hochschulen der Welt ein Diplom zu erlangen. Das ist eine der Möglichkeiten, den Wert der Ausbildung an der ETH zu bemessen.

Aber es gibt auch eine andere Wertskala, die meiner Meinung nach mehr mit der politischen und sozialen Realität in unserem Land übereinstimmt. Es sind die Steuerzahlenden der Schweiz, mit oder ohne Kind an der ETH, welche die jährlich pro Studienplatz nötigen 20’000 bis 40’000 Franken mitfinanzieren und zusätzlich die Grundlagenforschung der Hochschulen zahlen. Darüber hinaus geben die Studierenden oder ihre Eltern jährlich mindestens 20’000 Franken für Schulgeld, Transport, Nahrungsmittel und das Wohnen aus. Alles in allem sind das Milliarden von Franken, welche die Steuerzahlenden, die Studierenden und ihre Eltern in die beiden ETH investieren – hinzukommen weitere Milliarden für die Universitäten. Meines Erachtens wird so besser bemessen, welchen Wert wir der Hochschulbildung und der Forschung geben.

Es ist die Aufgabe von Bund und Kantonen, die Hochschulbildung zu finanzieren, sei dies nun an den Fachhochschulen, den Universitäten oder den beiden ETH.

Sitzstreik in Lausanne gegen die Erhöhung der Studiengebühren. (Keystone/Jean-Christophe Bott)

Ein Studium muss für alle zahlbar bleiben: Sitzstreik in Lausanne gegen die Erhöhung der Studiengebühren. (Keystone/Jean-Christophe Bott)

Mit der Verknüpfung von Studiengebühren und Ausbildungskosten wählt der ETH-Rat eine falsche Perspektive. Er richtet sein Augenmerk auf den eigentlichen Wert der beiden ETH. Dabei vergisst er, dass die beiden Hochschulen nur ein Mittel sind, um den Willen von Politik und Volk nach massiven Bildungsinvestitionen zu konkretisieren und damit der Schweiz eine erfolgreiche Zukunft zu sichern. Zudem wirft die Verknüpfung von Ausbildungskosten und Studiengebühren heikle Fragen auf: Sollte diese Verknüpfung tatsächlich bestehen, wäre es legitim, wenn Studierende des Studiengangs, der jährlich 20’000 Franken kostet, auch nur halb so hohe Gebühren zahlen, wie die Studierenden des 40’000 Franken teuren Studiengangs.

Würde man diese Argumentationsweise im Bereich der Universitäten weiterspinnen, so könnte man sich einerseits «Low cost»-Gebühren für die Sozial- und Geisteswissenschaften vorstellen, die bloss 10’000 Franken jährlich kosten. Andererseits müssten Medizin-Studierende dann praktisch unbezahlbare Gebühren entrichten, da ihr Studienfach 120’000 Franken pro Jahr kostet. Ohne Zweifel würden wir uns mit einer noch höheren Studierendenzahl in den Sozial- und Geisteswissenschaften konfrontiert sehen und noch weniger Studierende würden sich für die MINT-Fächer oder die Medizin entscheiden! Eine andere heikle Frage: Wie soll sichergestellt werden, dass auf die vom ETH-Rat gewünschte Verdoppelung der Studiengebühren nicht vier Jahre später eine erneute Verdoppelung folgt? Denn auch mit jährlich 2400 Franken finanzieren die Gebühren nur 5 bis 10 Prozent der Ausbildungskosten, welche ihrerseits sicherlich auch weitersteigen werden.

Es ist die Aufgabe von Bund und Kantonen, die Hochschulbildung zu finanzieren, sei dies nun an den Fachhochschulen, den Universitäten oder den beiden ETH. Die Jungen studieren so oder so nicht gratis, zahlen sie doch – häufig mit der Unterstützung ihrer Eltern – jährlich 20’000 Franken für sämtliche Kosten, die mit der Ausbildung einhergehen. Gemäss der Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren würde eine Erhöhung der Studiengebühren um jährlich 1000 Franken für die Kantone Mehrausgaben für Stipendien von 33 Millionen Franken mit sich bringen. Ist das Spiel den Einsatz wirklich Wert, wenn man bedenkt, dass die beiden ETH auf zusätzliche 25 Millionen Franken pro Jahr hoffen, während die Harmonisierung der Stipendien immer noch auf sich warten lässt?

Meiner Meinung nach spricht alles dafür, dass am rein administrativen Wert der Studiengebühren festgehalten wird – ohne dabei Mechanismen zum Teuerungsausgleich auszuschliessen. Und entgegen dem, was er betont, wünscht sich der ETH-Rat eine Änderung der Werte und des Systems, indem eine klare Verknüpfung zwischen Studiengebühren und Ausbildungskosten gemacht wird. Die Unabhängigkeit der Hochschulen gestattet ihnen zwar eine Erhöhung der Studiengebühren. Die Bedingungen des Vertrauensvertrags, über welchen sie mit der Schweizer Gesellschaft verbunden sind, dürfen sie jedoch nicht über Nacht ändern.

Christine Bulliard-Marbach ist Freiburger CVP-Nationalrätin und Mitglied der Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur.

123 Kommentarecommentaires zusur “Die Verknüpfung von Studiengebühren und Ausbildungskosten ist gefährlich”

  1. anton schneider sagt:

    Die verlangten Gebühren sind ein Unkosten-Beitrag – ob damit jetzt ein direkter Bezug oder einfach nur ein administrativer Beitrag gemeint ist, ist m.E. unerheblich. Wir haben einer der besten Hochschulen der Welt, deren Studienplätze immer mehr von ausländischen Studenten belegt sind, die von CH steuerzahlenden finanziert wird. Wenn ein Kostenbeitrag der Studierenden für die besten Hochschulen der Welt, für einen Studierenden nicht einmal mehr 4 Iphones, 3 MACs oder 4 Patagonia Shirts Wert sind… dann… Frau Marbach – sind das die Probleme welche auf die CH zukommen? Ihr Fokus?? Bitte!

    • O.Stalder sagt:

      Ich verstehe nur Bahnhof! Bei uns zuHause hats vor 45 Jahren geheissen wir haben kein Geld, mach eine Lehre! Wir mussten uns im 1 Lehrjahr für 50Fr. durch kämpfen, 4 Lehrjahr 400Fr. ohne Händy usw. Guet jetzt nicht immer die von vorgestern. Ich bin schon längst im 2013 angekommen. Das gejammer geht mir auf den Geist. Diese Studenten wenn er dann auch fähig ist wird einmal Rechtsanwalt Std 300Fr. oder Doktor usw. Leute die nicht am Hungertuch nagen. Da bleiben schon viele Fragen offen dass wir Studenten finanzieren die andern einmal “heftige” so genannt legitimierte Rechnungen stellen können

      • H. Scheu sagt:

        Genau so war das 1950, im letzten Lehrjahr gemäss Lehrvertrag Fr. 30.–, wegen guten Leistungen gab es dann sogar Fr. 50.– im Monat, danebst Kost und Logis im kalten Zimmer unter dem Dach und fliessend Wasser am Dorfbrunnen auch im Winter. Ich bin auch positiv eingestellt für Studium an Hochschulen, nur müssen nach dem Studium die Ansätze für die Absolventen der Vernunft entsprechen. Es ist stossend wenn nach dem Examen Entschädigungen verlangt werden und bezahlt werden müssen die das mehrfache eines Handwerkerlohnes ausmachen.
        H. Scheu

    • Thomas Meier sagt:

      Dass Sie sich über ausländische Studenten beschweren, ist nichts als der üblich schweizerische Rassismus. Jeder weiss, dass weit mehr Leute mit Hochschulabschluss hier einwandern (z.B. Ärzte). Netto profitiert CH viel mehr von den “Gratisausbildungen” der Zuwander im Vergleich zu den Ausgaben für ausländische Studenten. Wirklich peinlich ist aber, dass Sie von “einer der besten Hochschulen der Welt” sprechen und offenbar glauben, dass dies nur mit Schweizer möglich ist. Die ETH ist nichts ohne all die Experten und Topstudenten aus der ganzen Welt.

    • Luca sagt:

      Die besten Hochschulen der Welt? Wie bitte? Eher die teuersten…siehe Studie Prof. Egger/Economiesuisse. AUSBILDUNG IST ZUKUNFT…unser Zukunft, unsere Kinder, daher muss es nicht verunmöglicht werden. Die Beste (Schulnote) und NICHT die Reichste (Studiengebühren) sollten daran kommen. Für Studierenden aus der Ausland, Gebühren x 10, das ist korrekt.

    • Hermann Scheurer sagt:

      Was passiert, wenn die Studiengebühren erhöht werden, kann man im Moment beispielsweise in Grossbritannien beobachten: Nicht mehr die fähigsten Menschen gehen zur Uni, sondern diejenigen, welche es sich leisten können. Vorallem aber sinkt die Qualität der Ausbildung massiv, weil die Studierenden sich nicht mehr als Lernende sehen, sondern als Konsumenten, die das Anrecht auf einen Abschluss haben, ohne dafür etwas leisten zu müssen.

    • Reto Stadelman sagt:

      @Stadler
      Die ETH ist im weltweiten Ranking der Hochschulen irgendwo zwischen Platz 10 und 20 und im rein europäischen Vergleich gar zwischen Platz 1-3. (je nach Ranking versteht sich) Das dies nicht nur Schweizern zu verdanken ist scheint mir logisch zu sein. Warum Sie hier aber ETH Bashing betreiben kann ich nicht verstehen. Man kann vieles in der Schweiz kritisieren, aber die ETH? Ich bitte Sie! Sie machen sich lächerlich!

  2. Regula Wipf sagt:

    Frau Buillard,
    Ich bin nicht Ihrer Meinung. Die Studierendedn werden gegenueber anderen Bildungsanstalten bevorzugt, und produzieren darueber hinaus zuviele Geisteswissnschafter. Das hat dazu gefuehrt dass vermehrt akademische Grundqualifikationen gefordert werden, wo das wenig sinnvoll ist. Kindergaertner/in nur mit Uniabschluss?
    Preis ist immer noch der beste Mechanismus die Nachfrage zu steuern, und 2,400 sfr sind verkraftbar. Die Studiengebuehren sollten auch so angepasst werden, dass die Studienrichtungen gefoerdert werden die wir wirklich brauchen.

    • Köbi Kölliker sagt:

      Jaja Frau Wipf, insbesondere die ETH produziert zu viele Geisteswissenschaftler.
      Darum erhöht der ETH-Rat ja die Kosten für diese “Geisteswissenschaftler”.
      Dazu gehören wohl die Maschinenbauer, die Elektroingenieure, die Materialwissenschaftler?!
      *echauffierter Sarkasmus off*

    • sepp z. sagt:

      regula wipf, bin nicht ihrer meinung.
      wenn man die nachfrage über den preis steuert, dann werden wir in zukunft nicht die besten akademiker haben, sondern die reichsten. die anzahl der studierenden kann man hingegen auch via fachliche eignung / prüfungen steuern. wenn man denn will.

    • Thomas Meier sagt:

      Falsch. Geisteswissenschaftler haben keine höhere Arbeitslosigkeig als Naturwissenschaftler, daher ist ihre Aussage klar falsch und nicht belegbar. Sie haben wahrscheinlich einfach eine Abneigung gegen “Studierte” oder Geisteswissenschaften, aber keine sachlichen Argumente. Ausserdem sind Ihre Aussagen zum Preis falsch. Es geht hier nicht um die Nachfrage, sondern die Allokation. Ökonomisch betrachtet ist es am sinnvollsten, wenn die Besten die Topstudienplätzer erhalten, nicht jene die es bezahlen können. Aber da Sie ja Geisteswissenschaften nicht mögen, verstehen Sie das wahrscheinlich nicht

    • Felix Schweizer sagt:

      Die Wahrheit – einfach und offensichtlich.

    • Hans P. Grimm sagt:

      Da hat Frau Wipf recht, es werden Akademiker produziert die niemand gebrauchen kann. Früher gingen da noch viele in die Banken, aber heute wo die Banken kleinschrupfen?
      Wir produzieren Arbeitslose auf Halde. Beim Medizinstudium führte man den Nummerus Clausus ein und muss heuite Mediziner importieren!
      Hanwerker die sich weiterbilden, lässt man hängen nd spühlt das meiste Geld in die Unis.

    • Hermann sagt:

      Man studiert nicht nur, um ein geoeltes Rad im Wirtschaftsapparat zu werden. Besonders bei Geisteswissenschaften kann ich mir vorstellen, dass diese einen Beitrag zum Bildungsniveau eines Landes beitragen, das wenig mit Verdienst zu tun hat. Wenn ein Land es sich nicht mehr leisten kann, ihre Buerger auf ein hohes Bildungsniveau zu bringen ohne gleich auf die Rendite zu schauen, dann sind die Prioritaeten falsch gesetzt.

    • Simon Honegger sagt:

      Wollen sie gute Ingenieure, oder reiche? Gerade was die Bildung anbelangt, ist der Preis nicht das beste Mittel um zu regulieren. Ausserdem sollten dann die ETH-Gebühren sinken, denn Ingenieure gibt es bei weitem nicht genug.

    • Simon Scheiwiller sagt:

      Frau Wipf
      2400 sind für einen Teil der Studierenden verkraftbar, aber längst nicht für alle. Wenn die Nachfrage gesteuert werden soll, ist in diesem Fall der Preis die schlechteste Lösung. Die richtige Lösung wäre wenn schon, die Anforderungen höher zu setzen. So können nämlich auch jene studieren, die die Fähigkeiten dazu haben, aber sich das Studium nicht leisten könnten.

    • Rolf Hügli sagt:

      Ich gehe mit Ihnen einig, wenn Sie sagen, dass wir in der Tendenz zu viele Geisteswissenschaftler haben, allerdings würde ich mich vor einer Prognose hüten. Bisher absorbiert der Arbeitsmarkt diese sehr gut. Sie können aber nicht einen Germanisten zum Mathestudium zwingen, oder über die Gebühren versuchen zu lenken. Das wird im Frust enden, noch mehr kosten und somit am Schluss für alle unbefriedigend sein. Kommt hinzu, dass im Fall der ETH die Absolventenzahl künstlich tief gehalten werden (mittels verstecktem numerus clausus). Vielleicht sollten wir einfach da ansetzen.

  3. Hanspeter Niederer sagt:

    1200-2400 Franken pro Jahr Eintrittsgebühr für eine Ausbildung für einen sehr gut bezahlten Job sind immer noch viel zu wenig. Die eigenartigen, an den Haaren herbeigezogenen Pseudo-Argumente der Autorin für eine Grats-Hochschulausbildung leuchten in keiner Weise ein.

    • Albert B sagt:

      Gut bezahlt -> mehr steuern zahlend und neue Arbeitsplätze schaffend. Die höheren Steuern von Fachkräften und Unternehmensgründungen von z.B. ETH-Absolventen bezahlen das nicht? (Nur eines von vielen Beispielen: http://www.sensirion.com/de/ueber-uns/das-unternehmen/, und nein ich habe nichts mit Sensirion zu tun)
      Um schlaue Köpfe zu fördern um solche Fortschritte zu machen muss Bildung für alle möglich sein und nicht nur für die mit gut verdienenden Eltern. Und nein, das Stipendiensystem ermöglicht das in vielen Kantonen nicht!

      Die Schweiz hat keine/sehr wenig Rohstoffe – ausser der Bildung!

    • Simon Honegger sagt:

      Wandern sie aus, in die USA zum Beispiel.

    • hans widmer sagt:

      AHA
      Eine Ausbildung, die einen gut bezahlten Job zur Folge hat darf also nur für Personen zur Verfügung stehen, die eh schon genug Geld haben.
      Ist das wirklich Ihre Meinung???
      Es ist schlecht für die Wirtschaft, wenn nur die reichsten sich eine Ausbildung finanzieren können. (siehe USA)
      Es ist natürlich schlecht für die Armen, die zwar genügend Talent hätten, um sich eine gut Ausbildung anzueignen, aber die nicht können.

    • Rolf Hügli sagt:

      Sie sollten sich informieren, Herr Niederer. Längst nicht alle Akademiker landen als CEO bei einem Schweizer Blue Chip und verdienen Millionen. Je nach Studienrichtung liegen Absolventengehälter bei CHF 65’000 bis CHF 100’000. Vergessen Sie nicht, dass natürlich eine regionale Gewichtung erfolgen muss uns sie die Opportunitätskosten des Studiums auch einrechnen müssen. Da kommen Sie ganz schnell auf CHF 250’000, auch ohne höhere Gebühren. Nota bene zahlen besser Verdiener dank progressiver Steuern auch prozentual (und absolut sowieso) mehr als andere.

  4. Philipp Rittermann sagt:

    ha – da kommt doch mal eine frau mit einer vernünftigen einstellung. bin einverstanden, auf der ganzen linie. danke frau marbach.

  5. Jürg Brechbühl sagt:

    Müssten die Studenten für Ihre Ausbildung einen substantiellen Beitrag leisten, sie täten sich im voraus überlegen, ob sie Germanistinnen werden wollen oder doch lieber Maschineningenieure. Von zweiterem haben wir nämlich seit 40 Jahren chronisch zuwenig. Das kann über zinsfreie Darlehen während der Studienzeit gelöst werden. Es müssten nicht die gesamten Kosten sein, aber ein substantieller Beitrag im Bereich von 50% der tatsächlichen Kosten.

  6. Daniel Hofstetter sagt:

    Da wird über einen kleinen Bruchteil der Gesamtkosten geredet. Sie schreiben ja selber, dass Eltern jährlich 20-30’000 CHF für ihre studierenden Kinder ausgeben. Zudem beklagen sich UN^’s darüber, dass die Hörsääle überfüllt sind, überwiegend wegen den tiefen Gebühren auch für ausländische studierenden.
    Worüber ich mich am meisten aufrege ist die Tatsache das studierende extrem Stark subventioniert werden. Junge Leute die eine Berufslehre machen und sich mit 22 Jahren weiterbilden wollen bezahlen 10-15’000 CHF pro Jahr oder Ausbildung die sie meist aus dem eigenen Sack bezahlen müssen….

    • Reto Meyer sagt:

      Daniel Hofstetter hat völlig recht das vor allem die Erstausbildung Uni immer Focus der Subventionen stehen. Dabei ist gerade das Duale System der Schweiz der grosse Gewinn und Vorteil der Schweiz. Wer dann noch sich weiterbildet wird von der Steuerverwaltung gegängelt mit den Abzügen für Weiterbildung. Aber das dann gerade die Leute ja mehr Verdienen und mehr Steuern zahlen… ?
      Zudem können Studierende ja ein rückzahlbares Stipendium auch für Schulgeld beantragen (neben was arbeiten) und später im berufsleben zurückzahlen. Ich habe noch keinen armen Arzt gesehen der das nachher nicht könnte.

      • Rolf Hügli sagt:

        Es gibt auch noch andere Studiengänge als Medizin. Das duale Bildungssystem, sowie die Durchlässigkeit werden bereits gefördert und es wird auch weiter daran gearbeitet. Das ist gut so. Dual bedeutet aber nicht, dass wir eine Ausbildung gegen die andere ausspielen sollten. Und das eine moderne Wohlstandsgesellschaft mehr Akademiker ausbildet ist ja auch logisch.

        • Markus Rytz sagt:

          Die Frage stellt sich dann, ob eine moderne Wohlstandsgeschellschaft auch wirklich so viele Akademiker benötigt. In gewissen Studienrichtungen sicher, aber klar nicht in allen! Es wird also ein teilweises Überangebot durch die Hochschulen “produziert” wo keine grosse Nachfrage besteht und das für teures Geld; durch uns die Steuerzahler finanziert. Wie lange kann sich eine Wohlstandsgesellschaft solche “Misswirtschaft” noch leisten?

  7. Daniel Hofstetter sagt:

    nicht wie Studierende bis 28 bei Mama wohnen. Dabei sind gerade gut ausgebildete Handwerker die Ihre Branche aus der Praxis kennen (und nicht nur aus Büchern) sehr gefragt. Leider verzichten viele auf diesen Schritt weil ihnen die finanzielle Mittel fehlen. Und als Absolvent einer Berufsausbildung muss man mindestens 2-3 Weiterbildungen machen um den Anschluss in der Berufswelt zu erhalten. Mit einem HF bekomme ich jedoch nicht einmal den Status eines Bachelors, obwohl ich nach 3 Weiterbildungen und rund 40’000 CHF in 9 Jahren die ganze Energie investiert habe, neben der Arbeit…

    • Simon Schwarzenbach sagt:

      Die HF ist wie sie schreiben eine Weiterbildung und keine Ausbildung oder mussten sie für ihre Lehre auch 2400 Fr. zahlen?

  8. Daniel Hofstetter sagt:

    Wenn ich ins Ausland blicke bin ich stolz auf unser Bildungssystem. Jedoch hoffe ich, dass unser Duales Sxystem mehr gefördert wird und nicht ob wir ein Studienplatz jetzt mit 40’000 oder 80’000 p/A subventionieren. Ich werde meine 4. Weiterbildung starten um endlich einen Bachelor (Titel über alles) zu erhalten… In diesem Sinn; Viel Spass beim studieren.

  9. alfred frei sagt:

    auch 2400 Franken sind schon zu teuer. Für eine Familie mit 2 oder 3 Kindern aber nur einem Salär kaum noch zu bezahlen. Wenn das Ziel eine Gesellschaft wie in Lateinamerika ist, mit einem fast unüberbrückbaren Graben zwischen Mittel- und Oberschicht und massiv mehr Gewalt als Folge davon, befinden wir uns auf dem richtigen Weg. Komisch ist nur, das die Lateinamerikaner eine Europäisierung der Gesellschaft anstreben.

    • Albert B sagt:

      Da kann ich nur zustimmen. Wer höhere Gebühren fordert, fordert damit nur ein 2-Klassensystem und verbaut den eigenen Kindern eventuell die Zukunft und die Studienmöglichkeit da nur noch gutverdienende den Kindern ein Studium bezahlen können.

    • Franz Meier sagt:

      Wie wärs wenn Sie vor dem Studium einfach 3-4 Jahre arbeiten? Dann haben sie locker genug Geld zusammen um dann zu studieren.
      Wie wärs neben dem Studium zu arbeiten? Und kommen sie mir nicht mit ” in der Freizeit muss ich lernen”, das ist absoluter quatsch. Klar gehört das dazu, doch bleibt noch genügend Zeit für Hobbys, Ausgang und co. Da kann man auch arbeiten. Will man was erreichen muss man kompromisse eingehen und dies nicht auf das geringe Einkommen der Eltern abwälzen.

    • Anja Grob sagt:

      Stimme ich Ihnen zu. Gerade unser Bildungssystem (wie es war und ist) ist ein grosser Vorteil der Schweizer. Man schaue sich einmal unsere nähere Umgebung an und studiere die Jugendarbeitsquote. Trotzdem finde ich es wichtig, dass es sich jeder leisten kann, um zu studieren, nicht nur die oberen Schichten. Ich denke nicht, dass ich bei 2400Fr Semestergebühren tatsächlich studieren hätte können. Und meine Eltern arbeiten beide 100%.

    • Regula Wipf sagt:

      Herr Frei, Ich habe mein Studium in the USA selbst bezahlt. Mann kann wenn man will. Ich bin durchaus dafuehr das Stipendienwesen oder zinsfreie Darlehen zu verbessern, so dass keiner die/der die Lestung bringt, vom Studium abgehalten will. Aber es kann von Studierenden verlangt werden, zu arbeiten und sich das Studium zu finanzieren. Jeder Handwerker muss dass, um dann ueber seine Steuern die Intelligentsia zu subventionieren.

  10. Simon Honegger sagt:

    Die Dame spricht mir aus dem Herzen. Alles gesagt was man sagen muss.

  11. Stefan Müller sagt:

    Ich selbst Studiere momentan berufsbegleitend an einer halbprivaten FH. Ich bezahle 5000.- Pro Semester plus Schulmaterial. Und das geht Problemlos. Ein Vollzeitstudent kann in den Semesterferien 2 Wochen arbeiten und hat sich diese 2400.- bereits verdient. Der betrag ist lächerlich Tief. Ausserdem bin ich dafür, dass wenn Semester wiederholt werden müssen, der Student die vollen Kosten bezahlen muss, da sich die Investition des Steuerzahlers in Ihn nicht zu lohnen scheint.

    • Frank Tork sagt:

      Berufsbegleitend – in was für einem Beruf, bitte? Wenn 2400.- für Sie “lächerlich tief” ist. Das nur mal so zusätzlich zu normalen Lebenshaltungskosten ausgeben kann nicht jeder. Zudem, zwei Drittel der Studierenden (in Basel) arbeiten bereits neben ihrem Studium, und nicht alle haben “Ferien”. Bei Phil I. sind Semesterunterbrüche zum Arbeiten Schreiben, nicht zum auf Weltreise gehen da. Und ohne Hilfe der Eltern reicht es wohl schon so kaum für einen üppigen Lebensstil. Dass Ihre halbprivate FH soviel verlangt, find ich übrigens auch fragwürdig.

    • Hermann sagt:

      Und faellt einer beim Schlussdiplom durch, soll er 5 mal 30, heisst 150’000 Franken hinblaettern, denn ohne Diplom verdient er ja soviel, dass er sich das muehelos in den Ferien verdienen kann. Oder man fuehrt eine Busse ein, wer einen IQ unter 140 hat, bezahlt.

    • paul rohner sagt:

      Den Hut weit runter vor Stefan Müller,Vor solchen Studenten habe ich grossen Respekt.Der arbeitet für sein Studium.Wieso soll ich als steuerzahlender Bürger diese Kosten übernehmen.Es ist die berechtigte Entscheidung aller Studenten dies Laufbahn zu ergreifen.Wenn Pappi oder Mutti diese Entscheidung finanziell nicht mittragen will oder kann,dann ist es nicht die Entscheidung der Steuer zahlenden Bürger dies zu übernehmen.Wenn diese Studenten dann mit Erfolg abgeschlossen haben,zahlen wir für die meisten unter Ihnen,dies via Ihre Löhne noch einmal.Hut ab für Studenten der Gesinnung St. Müller.

    • Franz Meier sagt:

      Sie wohnen noch zu Hause oder?
      5000.- / Semester ist mir zu viel und ich arbeite auch neben dem Studium und habe ne günstige Mietwohnung und zahle alles andere auch selbst. Mir dem Betrag käme ich nicht zurrecht.
      Doch hier gehts ja um eine Erhöhung von 1200 auf 2400, das ist einfach machbar und entspricht einer erhöhung von 200.- Franken monatlich, dies ist machbar.

    • Simon Honegger sagt:

      Beispiel ETH: Hier habe ich im Jahr 3 Wochen Ferien, in denen ich nicht lernen muss. In diesen drei Wochen muss ich nun auch noch arbeiten, um mir das zu finanzieren. Zudem wird man nirgends für nur 2 Wochen eingestellt.

    • Anja Grob sagt:

      In den Semesterferien arbeiten stellen Sie sich für einen Vollzeitstudenten ein bisschen einfach vor (ich spreche aus Erfahrung). Erstens: für nur 2 Wochen einen Job finden – wenig Grund für einen Arbeitgeber das zu tun. Zweitens – ich hätte gerne einmal einen Job gehabt, der 1200 die Woche bezahlt, da habe ich knapp in einem Monat (wenn überhaupt). Ich finde es auch schlecht, wenn Vollzeitstudenten in ihrer ‘Freizeit’ nicht arbeiten, doch ich gehen mal so weit und behaupte, dass mittlerweile fast jeder Student neben dem Studium (also während Semester, Prüfungen und Ferien) arbeitet.

    • arnold gasser sagt:

      Es gibt auch Leute, die wegen gesundheitlichen oder familiären Problemen einfach mal Unterbrechen machen müssen. Nach einem abgeschlossenen Semester ist ein Student für den Steuerzahler nach wie vor noch nicht lohnend, auch wenn er gut abgeschlossen hat. Und vielleicht wird er nach dem Studium arbeitsunfähig…. Aber die Jahresgebühr kann ruhig verdoppelt werden, das ist nun wirklich nicht unbezahlbar.

    • Simon Schwarzenbach sagt:

      Ich möchte mal sehen in welchem Studentenjob man in 2 Wochen 2400.- Fr. verdient.

    • Simon Scheiwiller sagt:

      Wollen Sie damit sagen, dass ein Vollzeitstudent ausser den 2400 Franken nichts bezahlen muss? Kein Essen, keine Kleider, keine Wohnung, kein Unterrichtsmaterial?

  12. markus gerat sagt:

    schwieriger ist es doch, wenn leute in der schweiz medizin studieren und dann nicht als ärzte in der schweiz arbeiten, sondern im ausland oder der pharmaindustrie, das ist ein schlechter gesamtgesellschaftlicher deal. und die politik hat es in der hand mehr studienplätzein medizin zu schaffen oder bestimmte fachärzttätigkeiten attraktiver zu machen (z.b. psychiatrie) um die ärztemangel zu bekämpfen

  13. Christian Sterchi sagt:

    Wer über die Ausländer jammert, die in der Schweiz studieren und uns somit Kosten verursachen übersieht, dass bei weitem mehr ausländische (Deutsche) Akademiker in der Schweiz arbeiten, deren Ausbildung uns nichts gekostet hat, Bildung ist das wichtigste Gut, vor allem für ein Land, welches keine Rohstoffe hat. Wenn (Hoch)schulgebühren ständig erhöht werden, führt es dazu, dass nur noch wohlhabende eine gute Ausbildung bekommen; das in einem Land, das jetzt schon ein tiefe Akadedemikerquote hat. So werden erst recht Akademiker importiert werden müssen.

  14. Markus sagt:

    Das eignetliche Problem ist, dass heute viel zu viele studieren. Es ist nicht Sinnvoll für Berufe wie z.B. Hebammen, Kindergärtnerienen, Krankenschwester oder Primarlehrer eine Hochschulausbildung zu verlangen bzw. anzubieten. Das ist Geld aus dem Fenster geworfen und überhaupt nicht bedarfsgerecht. Das kostetet den Staat enorm viel Geld, erstens weil Sudenten bis ins Alter von 25 Jahren nicht arbeiten und darum keine Steuern und Sozialabgaben zahlen, 2. weil die Ausbildung den Staat extrem viel kostet und 3. muss der Staat für diese Berufsleute schlussendlich akademiker Löhne bezahlen.

    • iskra sagt:

      Richtig…………………z. B aus dem ehemaligen Lehrerseminar hat man eine Pädagogische Hochschule gezaubert ? Was soll das ?

  15. Pete sagt:

    ich studiere selbst (ius) und kann überhaupt nicht verstehen, wenn jemand argumentiert, dass sich die studis die geführen nicht leisten können..HALLO..wir haben alle 3 Monate DREI Monate Semesterferien in denen man arbeiten könnte. Ich arbeite jeden Monat mindestens 40% und das geht sehr gut..

    • Tamara sagt:

      Das machst du Super! Bei 15 bis allerhöchstens 25 Vorlesungsstunden ist das ja auch durchaus machbar, da bleiben dir schön 2 Tage um zu arbeiten.. ETH – da sind es 30 bis 40 Vorlesungs- und Übungsstunden und ja – nicht zu vergessen – im Sommer drei Wochen Ferien, im Winter höchstens eine. Daneben am Abend arbeiten. Man sollte Äpfel nicht mit Birnen Vergleichen. Und mal ehrlich – Bachelor in den 3 Jahren Regelzeit fertig gemacht?
      Und ja, wer später mehr verdient zahlt übrigens auch mehr Steuern.Woher diese Angst, dass die Anderen mehr bekommen – geht es uns nicht zu gut für diese Art Futterneid

  16. Walter Boshalter sagt:

    Ich könnte einer Vollkostenübernahme durch den Staat zustimmen. Und ja, auch einer Übernahme der Logiskosten in einem staatlichen Studentenheim stehe ich positiv gegenüber. Die Bedingung: Die Universität soll einen allgemeinen Numerus Clausus einführen und durch ein eigenes Auswahlverfahren entscheiden wer zum Studium zugelassen wird. Zugelassene Ausländer dürfen die Hälfte der realen Kosten als Studiengebühr abliefern. Die Politik fördert das sekundäre Hochschulwesen wie bis anhin damit auch Kindergärtner und Kindergärtnerinnen ihre Ausbildung erhalten.

  17. Martin sagt:

    Was nichts kostet ist nichts Wert … Frau Buillards vergisst anscheinen, dass bis zum Maturitätsabschluss der Staat die gesamten Ausbildungkosten zahlt. Aber es ist nur legitim, dass Studenten für die Ausbildung an einer Hochschlue auch finanziell etwas beitragen. Und 2’400 Franken – pro Jahr wohlverstanden – sind eine lächerlich kleine Summe für den Wert der Ausbildugn. Wissen Sie wieviel ich für meine berufsbegleitende Weiterbildung für ein eidg. Diplom bezahlt habe (Dauer 6 Jahre, also kein Pseudo-Diplömchen)? Jedenfalls einiges mehr als für ein ETH Studium …

    • Rolf Hügli sagt:

      Dann hätten Sie ja an die ETH gehen können, ist ja anscheinend so leicht da.
      Lassen Sie mal die heisse Luft drinnen…

  18. Helene S. sagt:

    Die Studienberater an der ETH raten von einem Nebenjob ab – die Zeit bei der Arbeit sollte besser zum lernen verwendet werden. Frau Bulliard-Marbach hat Recht: die meisten Studenten stemmen (zusammen mit den Eltern) bereits einen Betrag um mind. 20’000.- Fr jährlich. Und wohlgemerkt: dieser Betrag erlaubt keine Ferien, er deckt lediglich ÖV, Studiengebühren, Versicherung, Miete etc. Ich nehme an, dass die Anträge zum Studiengelderlass an der ETH zunehmen & mehr Stipendien angefragt werden. Der Durchschnittsstudent steckt in seiner Erstausbildung und besitzt keinen Sparstrumpf!

  19. r.meier sagt:

    die tochter eines mir bekannten ehepaars,studiert seit jahren,weiss aber nicht,wass sie mal werden will,ihr gefällt einfach das studentenleben,ihre eltern sind gut betucht,an geld fehlt es ihr nicht,aber auf das studiengeld vom staat will sie nicht verzichten,damit geht sie in die ferien,das waren ihre worte,übrigens,der vater ist politisch tätig aber nicht bei der svp/fdp

  20. Frank Tork sagt:

    Danke, Frau Bulliard-Marbach. Es kann nicht das Ziel sein, den Zugang zu Bildung über die Finanzen zu erschweren, schon gar nicht, solange nicht sicher steht, dass für diejenigen, die davon betroffen wären trotzdem ein Weg offen steht, nämlich über gesicherte Budgets für Stipendien und Gebührenerlass.
    Die öffentliche Diskussion ist leider geprägt von unrealistischen Vorstellungen, wie gut situiert Studierende sowieso sind, und wie üppig Stipendien seien. Die Schulen sind über die Steuerprogression bereits sozialverträglich finanziert und sollen keine weiteren Hürden aufbauen.

    • lotti brünisholz sagt:

      bitte fragen sie mal nach, ob frau buillard-marbach, ihren “bauernbetrieb”, nicht ihrem ganz jungen sohn überschrieben hat? zwecks einheimschen von bauernsubventionen. diesmal mit ihren äusserungen haben sie sich ganz toll ins schwarze gesetzt, frau buillard, eigentlich hatte ich von ihnen eine ganz tolle meinung. aber es geht an den geldbeutel, und sie “schwafeln” von stipendien und gebührenerlass. sorry, wer wasser predigt und wein trinkt, den kann und soll man nicht verstehen. seien sie so frei, und erzählen uns, wieviele subventionen ihr sohn erhält?

  21. Edgar Fasel sagt:

    Bravo Madame, pour cette analyse instructive. La matière grise étant notre seule ressource naturelle, prenons-en soin! Fut-ce au prix d’investissements conséquents et au détriment des comptes d’apothicaires zurichois.

  22. Wie soll ein begabtes Kind aus bescheidenen Verhältnissen
    solche Studiengebühren bezahlen können, sei es nun an der
    ETH oder an einer Universität! Zu diesen Gebühren addieren
    sich weitere Auslagen: für Auswärtige Transportkosten und
    Verpflegung, u.U. sogar für Unterkunft. Das kann in weitere
    Tausender gehen. Letzten Endes können nur noch Söhne
    und Töchter von Aerzten, Juristen, Unternehmern uä. stu-
    dieren, und diejenigen von Arbeitern und untern Angestell-
    müssen sich anderweitig umsehen. Geld aufzunehmen ist
    höchst problematisch und auf Stipendien sich zu verlas-
    sen ebenfalls.

  23. Marcel Lingenhag sagt:

    Die hohen effektiven Studienkosten sollten den Studierenden belastet und durch diese bezahlt werden. Es ist allerdings klar, dass die hohe finanzielle Belastung mit geeigneten Massnahmen geplant werden muss. In den USA (mit sehr hohen Studiengebuehren in Top-Universitaeten) ist es normal dass Eltern bereits bei der Geburt mit gezieltem Sparen beginnen (Steueranreize wie mit 3a-Sparen als Idee) um das Studium der Kinder zu bezahlen . Oder Bund und Kantone bieten Studienkredite zu guenstigen Konditionen welche dann ueber die hohen Salaere von Hochschulabgaengern wieder zurueckbezahlt werden.

  24. will williamson sagt:

    Die Bayern beabsichtigen gerade, die Studiengebühren wieder abzuschaffen.

  25. Peter Widmer sagt:

    Wie auch schon von Herrn Hofstetter erwähnt stört vor allem die Ungleichberechtung: Beim Weg Schüler-Gymi-Studium soll alles vom Staat bezahlt werden, beim Weg Schüler-Lehre oder arbeiten-Weiterbildung muss man halt selbst schauen… wenn ein Familienvater, z.B. Maler, seine Aufstiegschancen verbessern und eine Zusatzausbildung machen möchte, so hilft auch niemand…

  26. Rüdiger Kraus sagt:

    Ich habe Respekt vor Leuten, die ein Stipendium erhalten haben und nach Abschluss dieses wieder zurückzahlen. Lieber ein bisschen mehr solche Leute, als mehr solche die die hohle Hand machen…

  27. Lou sagt:

    Ja, ja…. was der Staat alles soll. Stipendien sind ja OK aber wenn Studenten mit iPhone, iPad und Freitag-Taschen rum laufen, zweifle ich an deren Wahrheitsgrad.

  28. benjamine sagt:

    Der Vater Staat hat wohl die finanzielle Verantwortung fuer die Schulklassen 1-12 oder vielleicht bis 13. Wer ein Studium absolvieren moechte soll aus eigner Tasche bezahlen. Dafuer gibt es Bank Dahrlehen die man nach dem Studium zurueckzahlen kann. Die Absolventen der ETH oder der EPUL bekommen nach Abschluss relative hohe Salaere die es moeglich macht ein Dahrlehen zurueck zu zahlen. Der Staat koennte ja die Dahlehen mit niederigem Zins and die Studierenden abgeben mit einer Rueckzahlungsfriest von 10-20 Jahren. Dass der Staat ein Studium kostenlos finanzieren soll ist nicht realistisch.

  29. Tim Widmer sagt:

    Nun beklagt sich die Wirtschaft doch schon lange über einen Mangel an MINT-Absolventen. Da schein es doch paradox zu sein, wenn man Studierenden weitere Stoplersteine in Form von Höheren Studiengebühren in den Weg legt. Das führt nur dazu, dass während des Semsters mehr gearbeitet werden muss um Geld zu verdienen und sich die Studienzeit in die Länge zieht, was die Universtität bzw. den Staat dann um einiges mehr kosten wird als die zusätzlichen Einnahmen durch höhere Studiengebühren.

  30. Hans Wurst sagt:

    Ich bin auch der Meinung, dass das Studieren etwas Kosten darf. Und seien wir ehrlich, die 2’400.- sind wohl kaum mehr als ein Unkostenbeitrag, den jeden Student mit einem Nebenjob berappen kann. Ich habe den Eindruck, dass viele nicht verstehen, dass das Studieren ein Privileg ist und man dazu vielleicht auf ein paar Dinge verzichten muss und vielleicht samstags früh zur Arbeit muss. Letztendlich finde ich es aber wichtig, dass man die Kosten nicht mit dem realen Aufwand koppelt, sie aber soweit anhebt, dass man für sich die Notwendigkeit des Studierens hinterfragt.

  31. Walter Bossert sagt:

    Einmal mehr, vergisst eine fast linke, dass diese Leute nach dem Studium sehr viel mehr verdienen können, als die vielen Steuerzahler, welche ihnen dazu verholfen haben ! Die Studiengebühren sollten zudem lenkend wirken, damit keine künstlichen Hochverdienst- Gebilde auf gebaut werden können wie dies leider heute der Fall ist.

  32. Ruth Meier sagt:

    Leider wird die weitere Finanzierung der Hochschulen nicht erwähnt. Der Wohnsitzkanton der Eltern bezahlt für jeden Studenten eine erhebliche Summe. Warum müssen die ausländischen Studenten diesen Betrag nicht bezahlen? Effketiv zahlt das der Schweizer Steuerzahler.
    Die Forderung nach weniger Schweizer Studenten ist unbegreiflich. Sollen in Zukunft alle Akademiker importiert werden während die Schweizer mit ihrer Lehre dann nur noch die “Drecksarbeit” erledigen? Wir hätten auch genügend Ärzte, wenn nicht der grösste Teil vom Medizinstudium abgehalten würde!

  33. sepperl sagt:

    Mich stört nicht, dass Studieren billig ist.
    Mich stört, dass berufsbegleitende Bildung so abartig viel teurer ist…

    • Ali Ferkous sagt:

      Typisches Flachdenken eines Wohlstandsverwöhnten: Wohlstand ist mit dem Geld vom fremden Leuten Gutes tun! Mich stört, dass Studieren so billig ist. Das allgemeine Bildungsniveau wird nicht höher, indem man jedermann/frau durch Senkung der Anforderungen ermöglicht, eine akademisches Diplom an die Wand zu hängen – mit der “Bildung” ist es wie mit dem Geld: Inflation entwertet beide.

  34. Ilona sagt:

    Es sollte bei dieser Debatte auch das Steuersystem nicht vergessen werden: gut bezahlte Akademiker leisten durch progessive Steuersätze durchaus eine Art Rückzahlung, und das ist doch die gerechteste Art der Studienfinanzierung.

  35. Paul Bossi sagt:

    Studierende sollten sich finanziell sehr viel mehr an ihren Ausbildungskosten beteiligen müssen.
    Diejenigen welche nur über beschränkte Mittel verfügen sollten rückzahlbare Darlehen erhalten.
    Es kann nicht sein, dass die Gesellschaft hunderttausende in die Ausbildung von Akademikern investiert und diese für die Kosten nicht aufkommen müssen, während andere, welche eine berufliche Weiterbildung absolvieren möchten, das aus der eigenen Tasche berappen müssen.

  36. Martin Fürst sagt:

    Das ist doch ganz einfach: Schicken wir die Medizin-Studis zu Fidel Castro, dann werden sie im hervorragenden kubanischen Gesundheitssystem tiptop und günstig ausgebildet. Danach verpflichten sie sich für 10 Jahre dem Sozialismus und der Revolution zu dienen, bis sie, zurück in der Schweiz, nach TARMED abrechnen dürfen.

  37. slowy sagt:

    Mir wär’s lieber, würde der Steuerzahler auch noch die Studiengebühren übernehmen – und noch mehr – mit der Bedingung, dass die besten der besten aufgenommen werden. Und nicht jene, welche es sich leisten können.
    Geld als Auflage, um an “einer der besten Universitäten” zu studieren ist doch der falsche Weg und kontraproduktiv – die beste Universität hat die besten Leute auszubilden, nicht die flüssigsten.

  38. D. Kuster sagt:

    Bildung ist wichtig ! Wir wollen resp. benötigen die “Besten”. Bildung ist unser Kapital in der Schweiz ! Wir wollen resp. müssen gegenüber anderen Ländern weit voraus sein. Um dies zu bewerkstelligen benötigen wir die besten Leute, welche entsprechend gefördert werden müssen – egal, ob reich oder arm. Dabei geht es auch darum, Leute resp. Kinder mit einem “Manko” ebenfalls entsprechend zu fördern. Finanziert werden sollte dies durch Firmen in der Schweiz. Firmen profitieren heute genau von den hohen Ausbildungsstandards – ohne etwas dafür getan resp. bezahlt zu haben.

  39. Robert Trachsel sagt:

    Aussage der Autorin: “Die Jungen studieren so oder so nicht gratis, zahlen sie doch [...] jährlich 20’000 Franken für sämtliche Kosten, die mit der Ausbildung einhergehen.”
    Ich würde eher sagen, die Jungen leben nicht gratis. Der grösste Teil dieser Kosten ist nicht verbunden mit dem Studium.

  40. Reto Meyer sagt:

    Bin nicht der Meinung von Fr. Bulliard. Es ist ganz klar auch von den Studierenden mehr zu erwarten, das sie ihre Leistung zum Ausbildungsbeitrag erwirtschaften können und so Schulleistungen höher mitfinanzieren können. Ich arbeitete 100% voll um mein FH El Ing. Studium selbst zu finanzieren (dazumal knapp 5 Stelliger Jahresbeitrag), genauso mein nachfolgendes HSG Studium mit Familie! Ich erlebe halt auch aus der Praxis das zuviele Studenten gar nicht den Biss und Willen haben eine eigene zusätzliche Leistung zu erbringen. Wer das dann hat, hat nichts mit der Herkunft Volksschicht zu tun.

    • Thomas Steinlin sagt:

      Genau Herr Meyer. Sie konnten an der HSG studieren trotz Familie und dank tiefen Studiengebüren… Ich glaube kaum, dass sie das bei höheren Studiengebühren immer noch geschafft hätten. Ausserdem ist die HSG auch nicht dafür bekannt besonders arbeitsintensiv zu sein. Aber darum geht’s gar nicht, wir sollten auf keinen Fall amerikanische Verhältnisse anstreben: Abschluss: 150’000 Schulden – den Job verloren – Haus Weg – keine Adresse – kein neuer Job – perfekt ausgebildet und verloren für immer…

  41. Kaspar Scheidegger sagt:

    ich bin mit Ihnen einverstanden. Die ganze Rechnerei führt in unüberblickbare Argumentationsketten. Wenn z.Bsp. der Medizinstudent mit knapp 30Jahren zum erstenmal Geld verdient und danach noch 5-8jahre zu ebenfalls verhältnissmässig tiefem Lohn im Spital arbeiten muss, hat der SchreinerMalerTapeziererbereits zehn Jahre lang verdient, inkl. Pensionskasse und Weiterbildung. Wie soll man das gegeneinander aufrechnen? Bildung ist etwas was man sich als Gesellschaft leistet und das für alle Schichten gleich zugänglich sein sollte.

  42. hans widmer sagt:

    Eigentlich wäre es für die Voklswirtschaft am besten, wenn die Ausbildung Gratis wäre. Sie kostet eh schon genug für Wohnung, Spesen und Einkommensverlust während der Zeit.
    Damit sich die angehenden Studenten vielleicht doch zwei mal überlegen, ob studieren sillvoll ist, könnte man doch einen Vertrag abschliessen.
    Personen, welche eine Weitergehende Ausbilding absolvieren, könnten sich zB dazu erklären in Zukunft 1% mehr Steuern zu bezahlen.
    Würde schon deutlich mehr bringen.

  43. Werner Sugi sagt:

    Für die Intelligenten Studiengebühren von den Steuerzahler und
    die Ausbildungskosten für die Dummen sollen von den Eltern
    übernommen werden.
    Sozial- und Geisteswissenschaftler schiessen wie Unkraut aus dem Boden,
    warum wohl? Die zehren das Leben lang von der öffentlichen Hand, das heisst:
    diese Spezies stirbt nie aus, im Gegenteil…

  44. Sportpapi sagt:

    Als Student habe ich mich ja immer gewundert, wo denn diese Kosten anfallen sollen. Siehe Betreuungsverhältnisse. Die Forschung (viel Aufwand!) und die Ausbildung (eher weniger) lassen sich da ja schlecht trennen.

  45. Anja Müller sagt:

    Wer studiert und dann (wohl nicht zuletzt dank dem Studium) ein höheres Einkommen erzielt, bezahlt ja im Grunde schon heute dafür: durch höhere Einkommenssteuern. So gibt ein Akademiker auch dem Rest der Gesellschaft zurück, was sie ihm vorgestreckt hat. Höhere Studiengebühren braucht es nicht.

  46. F.J.Schneider sagt:

    Was nichts kostet, ist nichts wert. Wer eine gute Ausbildung mit vernünftigem Verdienst realisieren will, der sollte selber finanziell dazu beitragen. Die im Artikel aufgeführten Zahlen sind Durchschnittswerte und für mich nicht zutreffend. Es ist zudem ein Unterschied, ob ein Student (m/w) pendelt oder eine teure Wohnung mietet. Die Gefahr von Arbeitslosigkeit bei Sozial- und Geisteswissenschaften ist wahrscheinlich viel höher als bei Ingenieur- und Naturwissenschaften. Da läuft bei den Gymnasien etwas schief ! Ich bezahle monatlich für ETH: CHF 100; FH: CHF 1’100; Doktorat an Uni: CHF 1’000.

  47. Meinrad Lacher sagt:

    Was nichts kostet, ist nichts wert. Es ist einfach unglaublich, was die linken Politiker (und die CVP ist links gewroden) alles vom Staat verlangen. Der Staat sind die Leute, die arbeiten, dafür Steuern bezahlen, damit (in diesem Fall) die Jungen studieren können. Und wenn diese nun einen kleinen Prozentsatz besteuern sollen, geht man auf die Barrikaden.Einfach abstossend. Eigenverantwortung ist heute nicht mehr in. Im übrigen mussten meine Eltern schon in den 50er Jahren Fr.1200 pro Jahr für einen Institutsaufenthalt in Fribourg bezahlen, und mein Vater war Handlanger mit Fr 5 Stundenlohn!!!

  48. Lukas Meier sagt:

    Bildung sollte günstig bleiben, damit auch Leute aus schlechten finanziellen Verhältnissen eine Chance haben. Es ist wichtig, dass man die Talentierten fördert und nicht nur die Reichen.
    Wir wollen ja keine amerikanischen Verhältnisse, wo die jungen Leute vollkommen verschuldet sind nach ihrer Ausbildung und zuerst einmal diesen Schuldenberg abtragen können. Jeder, der anderer Meinung ist, ist gegen den Mittelstand.

  49. Thomas sagt:

    Das Gejammere der Studis ist nicht zum aushalten. iPhone, Ferien, Auto…alles liegt drin, aber wegen 2’400.- wird aufgeheult (man vergleiche mit den Gebühren an Fachhochschulen). Da kann man sich schon fragen, ob diese Studenten die Prios richtig setzen! Studiengebühren sollten mindestens zur Hälfte kostendeckend sein. Auf tertiärer Bildungsstufe wird durch eine staatliche Subventionierung nur VON UNTEN NACH OBEN umverteilt. Das kann’s ja nicht sein, oder? Stattdessen sollten für die zukünftigen Besserverdiener Möglichkeiten zu Ausbildungsdarlehen eröffnet werden.

    • Simon Schwarzenbach sagt:

      Erstens: Die Studiengebüren an Fachhochschulen sind tiefer als die von der ETH vorgeschlagenen 2400.-
      Zweitens: Wo ist hier di Umverteilung nach obe? Gerade wegen der Finanzierung des Studiums durch Kanton und Bund können sich Personen aus der Mittel- und Unterschicht ein Studium leisten.

      • Thomas sagt:

        Erstens: Die Gebühren an FHs schwanken zwischen 500 und 5000 pro Semester und decken damit sicher einen grösseren Prozentsatz der Studienplatzkosten ab als die jetztigen 560 Franken, welche ein ETH-Studie bezahlt.
        Zweitens: Die Mär von der Demokratisierung des Bildungswesens ist schon lange widerlegt. An den Unis reproduzieren sich die Eliten, weiterhin! Lediglich 5% der Studierenden (mit Abschluss) sind aus der Arbeiterschicht. Diese studieren auch, wenn sie die Möglichkeit günstiger Ausbildungsdarlehen haben. Aber die Subventionierung der Mittel- und Oberschicht-Studis würde reduziert

  50. Hansli sagt:

    Vor allem empfinde ich die Argumentation der ETH als arrogant. In der Forschung gehört die ETH zu Weltspitze. Wie davon auf die Ausbildung geschlossen werden kann, ist für mich nicht ersichtlich. Der beste Professor seines Fachgebietes, kann die miesesten Vorlesungen halten. Ich erachte die Ausbildung als genügend, aber sicher nicht gut und meilenweit von der Weltspitze entfernt.

  51. star sagt:

    Der Betrag ist wirklich lächerlich ! 2400 Fr. kann sich jede leisten ,wer will ernsthaft Studieren ! Frau Marbach ist total daneben !

  52. Kurt Chevalier-Spünger sagt:

    Das Studium ist immer noch viel zu günstig. Braucht die Wirtschaft diese Akademikerflut überhaupt? Gibt es nicht viele die auch aus reinem Ego studieren (12 und mehr Semester), und dann die massiven Investitionen des Steuerzahlers in Form der beruflichen Nichtausübung des Studiums ad Absurdum treiben? Stipendien können immer noch gewährt werden um die soziale Verträglichkeit zu wahren, vorallem aber könnten viele Studenten in den Semesterferien viel mehr arbeiten und somit selbst stärker zur Finanzierung beisteuern.

  53. Michael Schumacher sagt:

    In Australien gibt es diesbezüglich die allerbeste Regelung, an der wir auch guttäten, sie so zu übernehmen.
    Studiengebühren sind die effektiven Kosten, aber diese müssen nicht während dem Studium bezahlt werden, sondern werden mit einem Konto verrechnet. Wenn dann ein Studierender einmal später einen gutbezahlten Job hat und genug Geld hat, diese Schulden nun zurückzuzahlen, wird er dazu aufgefordert. Wer nie was verdient, zahlt daher auch nie was. Aber wer z.B. als Arzt reich wird, der soll doch und kann auch alles zurückzahlen. Das ist in meinen Augen echte Gerechtigkeit!

  54. Rolf Rothacher sagt:

    Andreas Thiel hat’s auf den Punkt gebracht: irgendwann sitzen wir alle in Höhlen, sind studiert, haben jedoch haben keine Ahnung mehr, wie wir irgend etwas umsetzen. Die Zivilgesellschaft darf sich nicht zu sehr auf Eliten verlassen, sondern muss sicherstellen, dass nur die Ausbildung erfolgt, die tatsächlich benötigt wird. Besser 20% der Höchstbegabten mit allem was wir haben fördern, als 50% der Jugend irgend etwas studieren zu lassen. Wir schrauben derzeit mit viel Geld bloss die theoretischen Qalifikationen für immer mehr Berufe laufend höher, ohne echten Gewinn für die Gesellschaft.

  55. Christian Duerig sagt:

    Ein Krimineller kann dem Staat mehr als eine halbe Million SFR kosten. Was kostet ein Student ?

  56. Georg Stamm sagt:

    1200.- für 1 Jahr ETH sind einfach lächerlich. Ich kenne kein privates Bildungsinstitut, auf welcher Ebene auch immer, dass so niedrige Studienkosten verrechnet. Selbst das Doppelte, 2400.-, ist ein eher “symbolischer” Kostenbeitrag. Aber Mme Bulliard von der CVP möchte für alles, nach bewährter Manier, den Staat zahlen lassen. Da braucht es nur einen wirtschaftlichen Taucher und schon bricht dieses Kartenhaus zusammen oder der Staat verschuldet sich so wie die USA, Japan oder Griechenland. Das scheint die Dame nicht zu kümmern.

  57. alexander meier sagt:

    eins bitte nicht vergessen: das studium ist für viele ein teil ihrer erstausbildung – wie wäre es zum vergleich, wenn ein lehrling in den ersten zwei jahren nicht 500.- lohn/monat bekommen würde, sondern für die ausbildung bezahlen müsste?
    die meisten studenten müssen während dem studium ihr geld mit schlecht bezahlten arbeiten im service o.ä. verdienen – da sind dann 2400.- pro jahr schnell mal mehr als ein monatslohn.

  58. Reto Müller sagt:

    Wirklich sparen könnte man aber am meisten mit einem obligatorischen Einstufungsjahr. Eine Kombination aus Intelligenztest und Berufsfindung, so dass nur wirklich die Besten an die Uni/ Eth dürfen. Der Rest soll eine Berufslehre machen, das bringt sicher mehr als 7 Jahre Studieren mit allen Abschlüssen und dann trotzdem nur im Büro Aushilfe arbeiten…

  59. Frank Tork sagt:

    Die Finanzierung der öffentlichen Schulen ist bereits über Kantone und Bund sowie, vereinzelt, Drittmittel gewährleistet. Eine derart massive und auch willkürlich gewählte Erhöhung der Semestergebühren stellt für die Schulen allenfalls ein paar Tropfen auf den heissen Stein dar. Für diejenigen, die sie aber berappen müssen, eine ungleich grössere Belastung der Haushaltsrechnung. Dabei ist eine Finanzierung über die Steuern die einzige faire, weil sozial verträgliche Lösung. Alles andere führt in der letzten Konsequenz zum elitären US-System, wo gute Bildung unerschwinglich wird.

  60. Guido sagt:

    Ich habe Medizin billig in Zuerich studiert. Danke ! Ich lebe und praktiziere in den USA und bezahle fuer meine Kinder pro Kopf $ 10 bis 20 tsd. pro Jahr Studiengebuehren. Gute Studenten erarbeiten sich Stipendien.” Out of State” Studenten bezahlen mehr an einer Uni ihrer Wahl in einem anderen Staat. Die Anzahl Studierender ist vergleichbar zur Schweiz. Ich sehe daher keinen Grund die Studenten nicht mehr zur Kasse zu bieten. Der Leistungsdruck zum Studium zu gelangen und sich dort zu profilieren ist staerker. Auch wird die Verantwortlichkeit, welchen Studiengang zu waehlen erhoeht.

    • Reto Stadelman sagt:

      Nur die obere Mittelschicht oder gar Reichen können sich so noch ein Studium leisten. Das Ergebnis ist eine Zwei- oder gar Dreiklassengesellschaft. Das US-Modell ist daher klar KEIN Vorbild für die Schweiz.
      Besser wäre meiner Meinung nach ein Modell, das einen Studenten beispielsweise während des Bachelorstudiums maximal 4 Jahre finanziell unterstützt. Braucht der Studierende länger als 4 Jahre um seinen Bachelor zu erlangen, muss er jedes weitere Jahr selber bezahlen. Das gleiche würde auch für das Masterstudium gelten. Das wäre ein optimaler Zwischenweg zwischen Unterstützung und Härte.

  61. werner Sandmeier sagt:

    Studierende die der Volkswirtschaft und der Allgemeinheit einen Nutzen erbringen, sollen subventioniert werden, aber Studiengebühren für Studierende der Fakultäten von denen wir in der Schweiz schon viel zu viele haben dürften nicht honoriert werden und wenn, nur mit Zulassungsbeschränkung. Viele von diesen unnötig Ausgebildeten finde später keine entsprechende Stelle oder müssen später von den Steuerzahlern unterhalten werden.
    Bildung muss unerstützt und gefördert werden, höhere Bildung aber gezielt.

  62. Thomas Müller sagt:

    Die besten Hochschulen sind die Privaten und das wird sich auch nicht so schnell ändern, da dies jene Institute sind, die lediglich eine grosse Anspruchsgruppe haben: Die Studierenden. Wie sich diese Studentenschaft ihr Studium finanziert (Privat oder durch Staatliche evtl. zinslose Darlehen) sei dahingestellt. Tatsache ist, dass ich als Student das Gefühl nicht loswerde, dass der Einsatz der Mittel zwischen Forschung und Ausbildung sehr ineffizient umgesetzt wird. Abläufe, Prüfungen und Vorlesungen werden immer stärker rationalisiert, um schlussendlich die Budgets der Lehrstühle zu schonen.

  63. Peter de Meureon sagt:

    Ich hatte keine Mühe, zu studieren (Familienstiftung). Ein Telefon von meinem Vater und ich war Assistent an der Uni. An den Anwaltsprüfungen haben mich die Kollegen meines Vates geprüft, das war auch einfach. Für das Doktorat hatte ich bei einem anderen Freund meines Vaters einen Job bei Bankverein. Das war nur pro forma, de facto konnte ich doktorieren. Und selbst das Dr.-Thema war, dank einer internen Studie, schon gut dokumentiert. Nach 5 Jahre Ausstieg, weil ich das Familienvermögen verwalten musste. Jeder Student soll Vollkosten zahlen: ich seh das als Vorfinanzierung des Elite-Lebens.

    • Tim Widmer sagt:

      Ich verstehe Ihren Kommentar nicht ganz. Wollen Sie damit sagen, nur wer aus gutem Hause mit möglichst vielen Kontakten stammt sollte auch studieren dürfen? Schon klar ist es kein Problem für jemanden aus vermögendem Hause höhere Studiengebühren zu bezahlen, aber hier geht es ja gerade um die Leute denen das eben nicht so leicht fällt und desshalb nebenbei Arbeiten müssen, und zwar nicht nur pro forma! Nicht Reichtum sondern Begabung und Fleiss sollte einem ermöglichen zu studieren.

    • iskra sagt:

      Peter de Meureon: Wir leben nicht mehr im Mittelalter !

  64. Ali Ferkous sagt:

    Ob soviel Studierte wirklich einen volkswirtschaftlichen Gewinn bringen, wage ich zu bezweifeln. Man schaue sich nur den Bildungsstand unserer Volksschüler nach 9 Jahren an, obwohl mittlerweile selbst Kindergärtnerinnen bald eine Habilitationsschrift erstellen müssen, um angestellt zu werden. Früher genügte im Kanton Zürich die Lehramtsmatur, um Primar-SuS unterrichten zu können. Heute ist Primarlehrperson ein vollwertiges (Tertiär-)Studium, trotzdem kriegen selbst Sek.-Absolventen keinen “geraden” Deutschsatz mehr hin und können selbst nach 9 Schuljahren den Dreisatz nicht anwenden…

  65. Marco Affolter sagt:

    Studiengebühren sollten sich nach Einkommen und vor allen Dingen VERMÖGEN der Studenten, ELTERN und GROSSELTERN der Studenten richten. Wer nichts hat soll auch nichts bezahlen müssen UND DER SOLLTE AUCH NICHT 80% nebenher arbeiten müsen. Denn wer wirklich wenig hat, für den sind höhere Studiengebühren auch in genannter Dimension sehr viel. Den Upper- und Upper-Middle-Class-Papisöhnchen und -Töchterchen fällts angesichts der für normale Verhältnisse läppischen Gebühren in den Schoss. Aber klar, die machen auch auf Opfer, weil ja niemand hierzulande das Gefühl hat, er hätte genug :-)…

  66. Hagmann werner sagt:

    Diesem Gebührentreiben muss man den Riegel schieben, denn dies ist wieder ein Hieb gegen die Arbeiter und den Mittelstand. Besser ist es, den hohen Beamten den Lohn zu kürzen. Die Ausbildung an der ETH ist die beste Investition
    In die Zukunft. Wir können uns diese leisten, wenn wir den in Bern produzierten Schwachsinn in den kommenden
    Abstimmungen ablehnen.

  67. Heinz Buser sagt:

    Bildung ist eine Investition sowohl des Staates wie auch der Studierenden. Daher haben auch die Studierenden einen finanziellen Beitrag zu leisten. Leider wird heute Bildung oft als Konsumgut betrachtet. Eine zeitlang Jus studieren, dann Germanistik und vielleicht noch etwas anderes ausprobieren. Die Studierenden sollen spüren, dass Bildung kostet nicht nur kostenlos konsumiert. werden kann.

  68. Martin sagt:

    Ich habe mit ETH Leuten gearbeitet die fanden das sie zuviele Steuern bezahlen! Als ich sie fragte wer ihnen den diese gute Ausbildung an der ETHZ ermoeglicht hat haben sie mich bloede angeschaut!
    diese paar Tausend Fraenkli an Studiengebuehren sind nichts. Wer Geld fuer ferien hat kann auch seine gebuehren bezahlen!

  69. Fritz Berger sagt:

    Studieren wenn ich das schon höre kommt mir die Galle hoch. Die Damen und Herren sollen gefälligst arbeiten gehen. Es gibt auch dieses Jahr wieder viele Lehrstellen die nicht besetzt sind. Bäcker, Schreiner, Mechaniker usw. In den nächsten Jahren wird es ein Mangel an LKW-Fahrer geben. Aber Studierte haben wir jetzt schon wie Sand am Meer. Leute die ein Haufen kosten verursachen und absolut unproduktiv sind. Keinen Rappen an die AHV oder Pensionskasse leisten aber dann mit 65 trotzdem Rente beanspruchen. Oder sie sitzen nach dem Studium in einem Verwaltungsrat und streichen haufenweise Stellen

  70. Heiner Zumbrunn sagt:

    Die Ausbildungskosten müssen grundsätzlich überlegt werden. Wer bezahlt wann wie und was. Mittelschulen und Hochschulen werden hauptsächlich vom “Staat” bezahlt. Mit einigen Beiträgen für Prüfungen, Studiengebühren, etc. Die Berufslehre wird teils durch die Ausbildungsfrma und teils durch den Staat finanziert. Bis hierhin ist alles verständlich. Wieso dass die höhere Berufsausbildung (Meisterprüdung) Fachschule und höhere Faschulen jedoch durch die Studenten bezahlt werden müssen – oder durch deren Arbeitgeber – ist für mich ziemliich stossend. Da sind Lösungen gefragt. Nicht an der Uni/ ETH.

  71. smart sagt:

    Jede und jeder soll das Anrecht haben auf einen zinsfreien Bildungskredit welcher aber zwingend zurück zu bezahlen ist. So würde besser überlegt ob, was und wofür studiert und geschüelerlet wird.

  72. Jürg Brandenberger sagt:

    Als junger Mann, aber bereits mit Familie und Kindern habe ich mein Studium selber finanziert (Abendtechnikum). Steuerrechtlich nicht abziebar! Man kann alles selber bezahlen könnte meine Meinung sein! Als Vater habe ich allen drei Kindern eine universitäre Ausbildung bezahlt. Zweimal ETH, einmal Uni. Die Jüngste ist 26 und wegen einem Zweitstudium immer noch an der ETH! steuerlich also wieder maximale Benachteiligung! ETH ermöglicht kein Nebenverdienst, sonst dauert es länger! Stipendien werden unter den unmöglichsten Vorwänden abgelehnt! Was will dieses Land? Nur ungebildetes Stimmvieh?

  73. xorox sagt:

    10-20% aller Schüler, die eine Schule besuchen schliessen in der Schweiz die Matura ab und sind zu einer Hochschule zugelassen. Ich denke dieser Anteil sollte von den Bildungsinstitutionen der Schweiz verkraften werden können. Aufgrund der Inflation und des steigenden Lebensstandards ist es meiner Ansicht nach legitim die Gebühren um 5-10% zu erhöhen.

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