Politblog
David Schaffner am, Freitag 11. Januar 2013

Ein Label für Krippen ist dringend nötig

Wer sich über die Qualität eines Produktes oder einer Dienstleistung informieren möchte, findet heute leichter Informationen denn je. Im Internet existieren Websites wie Comparis.ch mit umfassenden Vergleichen, Medien wie der Kassensturz beauftragen Forschungsinstitute mit Studien und in Internetforen tauschen sich User lebhaft über alle möglichen Dienste aus.

Fast keine Transparenz herrscht nach wie vor im Bereich der Kinderkrippen, obwohl gerade sie in einem äusserst sensiblen Bereich tätig sind. Einerseits leisten sie einen wichtigen Beitrag ans Wohlbefinden sowie an die Entwicklung von Tausenden von Kindern. Andererseits sind die Ausgaben für die externe Betreuung einer der grössten Budgetposten im Haushalt einer Familie. Ein passendes Angebot zu finden, ist daher besonders wichtig.

Die Nachfrage nach Plätzen ist nach wie vor derart gross, dass die Anbieter ohne grosse Anstrengungen ihre Dienstleistung verkaufen können.

Baby in einer Krippe in Nyon. (Foto: Keystone/ Laurent Gillieron)

Eltern müssen wissen, nach welchen Kriterien eine Krippe funktioniert: Baby in einer Krippe in Nyon. (Foto: Keystone/ Laurent Gillieron)

Die Intransparenz bei der externen Betreuung hat verschiedene Gründe: Die Nachfrage nach Plätzen ist nach wie vor derart gross, dass die Anbieter ohne grosse Anstrengungen ihre Dienstleistung verkaufen können. Hinzu kommt, dass im Markt wohl Hunderte von unabhängigen, kleinen Anbietern tätig sind, so dass kaum jemand die Übersicht hat und vermitteln kann. Schliesslich fehlen den Krippen selber oft das Geld und das Personal, um wenigstens selbst im Internet oder in einer ansprechenden Broschüre einen guten Überblick über das Angebot und beispielsweise die pädagogische Grundhaltung zu machen.

Mit ihrem Beschluss, ein Label für die Qualität von Kindertagesstätten zu lancieren, schaffen der Krippenverband Kitas sowie die Jacobs Foundation endlich eine Abhilfe. Im Frühling findet eine Testphase mit ersten Krippen statt, ab der zweiten Jahreshälfte zeichnen Kitas sowie Jacobs Foundation erste Institutionen offiziell aus. Eltern wissen dann: Krippen, die über das Label verfügen, genügen mindestens den üblichen Standards der Branche. In einem Transparenzbericht werden sie darüber hinaus erfahren können, in welchen Bereichen eine bestimmte Krippe besonders gut respektive eher unterdurchschnittlich ist.

Selbstverständlich wird die Auswahl einer Krippe trotz dieses Labels keine Sache von einigen wenigen Stunden sein. Auszeichnungssysteme bilden immer nur einen Teil der Realität ab. Wer wissen will, wo sich ein Kind wohl fühlen und gut entwickeln kann, wird auch weiterhin einen Augenschein vor Ort nehmen und ein Gespräch mit der Krippenleitung führen wollen. Das Label wird es den Eltern aber ermöglichen, sich wenigstens in nützlicher Frist einen Überblick über das gesamte Angebot einer Stadt zu verschaffen und an Hand dessen zu entscheiden, wo sich die Vereinbarung eines Besuchstermins lohnt.


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David Schaffner ist stellvertretender Leiter der Bundeshausredaktion von «Der Bund» und «Tages-Anzeiger».
Chef adjoint des correspondants du «Tages Anzeiger» et du «Bund» au Palais fédéral.

54 Kommentarecommentaires zusur “Ein Label für Krippen ist dringend nötig”

  1. Urs sagt:

    Viel wichtiger wird sein, wer und warum definiert für uns was eine “gute” Instiiution ist. In der Regel sind die Bürgerbelange in diesen Gremien nur schlecht oder gar nicht vertreten. Die Defintionen werden oft von Profis aus der Industrie gemacht die damit eben wieder ihre Profite sichern wollen. Zudem finde ich es übel alles zu normieren und dabei das fleixible Leben und dessen Entscheidungen aussen vor zu lassen. Auf der anderen Seite sollten Krippen eh staatlich gemeinschaftlich und/oder von Unternehmen finanziert werden, aber sicher nicht als Profitesuchende Gesellschaft/Konzern.

  2. Bernhard Rindlisbacher sagt:

    Schön. Was all diejenigen, die zwar keine Ahnung von Krippen haben, aber auch mal was dazu schreiben wollen, nicht verstehen, ist dass das Krippengeschäft ein sehr lokales (nicht einmal regionales) Geschäft ist. Welche Eltern haben denn die Zeit den Sprössling 1-2 Stunden quer durch eine Stadt oder gar in eine andere Stadt zu fahren? Man bleibt lokal, wo dann meist aber auch die Mund zu Mund Propaganda sehr gut spielt. Sollten sie zudem auf einen subventionierten Krippenplatz angewiesen sein, so bestimmt die Gemeinde wohin sie können. Für Krippen in anderen Gemeinden zahlen sie nämlich nicht.

  3. Ralf Schrader sagt:

    Es wäre schön, wenn auch in CH reflektiert werden würde, das sozoale und gesundheitliche Betreung keine gewerbliche Handlungen, mithin keine Dienstleistungen sind. Es handelt sich eher um hoheitliche Aufgaben, die eigentlich unentgeldlich und ausserhalb des sog. Marktes umfassend und flächensdeckend zur Verfügungv stehen sollten. Irgendwelche Qualitätslabel braucht es dafür nicht, dass zieht nur Geld und Aktivität vom Kernprozess ab.
    Kinder sind keine Privatsache, ohne Nachwuchs versagen die Sozialsysteme und schliesslich die ganze Gesellschaft.

    • melissa schwendener sagt:

      aha, und zu wie vielen kindern ist mann/frau denn fortpflanzungstechnisch so verpflichtet?

      • Phil sagt:

        Die Frage von Frau Schwendener verbirgt Zündstoff. In Japan haben junge Menschen kaum noch Kinder (Kinderindex : 1.3). In den nächsten 50 Jahren wird die Bevölkerung um 30% schrumpfen. 40% der Bevölkerung ist dann über 65 Jahre alt. Die katastrophalen Auswirkungen muss ich nicht erklären.
        In den alten Zeiten waren Kinder die Absicherung für das Alter. Das ist heute immer noch so, einfach auf breiter Ebene.
        Somit ist eine Verpflichtung für Nachwuchs gar nicht so abwägig und eigentlich seit 1000 von Jahren eine Notwendigkeit zum Überleben.

        • Walter Bossert sagt:

          Phil, nach dem Krieg hatten viele gesagt, die Bevölkerung in der Schweiz werde aussterben. Damals waren knapp 5 Millionen…… Wir können ja schon noch ein paar Atomkraftwerke aufstellen für die nächsten 10 Millionen, das hilft vielleicht auch gegen die Ueberalterung !

        • esther jöst sagt:

          Kinder werden sich für die Eltern im Alter kümmern, heute noch? Ich glaube ich habe mich “VERLESEN”. Wir sehen da traurige Fälle, erwachsene Kinder leben heute den totalitären Egoismus.

      • Urs sagt:

        In gewissen Ländern möglichst nur 1 Kind und das am liebsten männlich… das nachher die Frauen in der Gesellschaft zu einer Minderheit werden steigert zwar den Marktwert, ist aber als ganzes nicht wirklich lustig…

      • Ralf Schrader sagt:

        @Phil, genau der strukturelle Umbau der Bevölkerung zu immer mehr Alten ist das Problem bei der Geburtlichkeitsverweigerung. In 200 Jahren sind die mitteleuropäischen Bevölkerungen hoffnungslos überaltert, da kann auch Zuwanderung nichts dran ändern. China trifft es wegen der 1-Kind Politik sogar noch früher, aber als zentrales System können die wenigstens gegensteuern. Die sog. Demokratien, in denen jeder seinen Egoismus durchsetzen kann, verschwinden dann von der Erdoberfläche. Für den Erhalt unserer Kultur ist eine kumulative Reproduktion von 2.1 Kinder je Frau zwingend notwendig.

        • Christian Weiss sagt:

          Staatlich verordnete Zucht oder was schwebt Ihnen da vor? Solchen Schrott produzieren nur totalitäre Systeme.

          • Ralf Schrader sagt:

            Deshalb werden auch nur totalitäre Systeme die Sozioevolution überleben.Demokratien wird schon die zweite Hälfte dieses Jahrhunderts niemand mehr kennen.

  4. Laura sagt:

    Link zum ARtikel bzgl. Label fehlt! Wäre gut, ihn lesen zu können! merci

  5. Emil Roduner sagt:

    Ein Label ist OK für einen Gegenstand wie einen Kühlschrank oder einen Staubsauger. In einer Kinderkrippe geht es um Menschen, und da ist die Qualität in erster Linie eine Sache der beteiligten Personen – da mag auf dem Papier stehen, was will.

    • PW sagt:

      @Roduner: Sie sagen es. und ich stimme Ihnen zu. Ich bin in der Krippebranche aktiv und kann nur bestätigen, dass eine gute Qualität mehr bedarf als nur eine Ektikette vor der Tür oder auf dem Briefkopf steht. Zudem ist es so, dass man solche Etikette kann ja kaufen. So wie in anderen Ländern kann man eine Dr. Arbeit zahlen lassen oder einen Dr. Titel erkaufen.

  6. Christian Wyss sagt:

    Ich möchte, dass die Betreuerinnen und Betreuer in den Krippen ihre Zeit für die Kinder einsetzen und nicht für unnötige Bürokratie und Kontrollen. Diese bringen nichts und verbessern die Information nur zum Schein. Kinder betreuen lässt sich nicht wie ein technisches Produkt kontrollieren. Informationen stehen mir zu den Krippen längstens genügend zur Verfügung. Man muss mit den Eltern im Quartier sprechen und nicht nur im Internet recherchieren.

    • PW sagt:

      Wenn das Betreuungspersonal sich um die Kinder kümmert und mit Ihnen Aktivitäten unternimmt: sei es zur Förderung der Grob-, Feinmotorik, der sozialen Kompetenz, gemeinsam Kochen, Singen, Spielen etc… und die Krippe Infrastruktur kinder- und familienfreundlich ist, dann empfehlen die Krippeneltern diese Krippe “wie ein Feuerwerk” weiter. Dazu braucht die Krippe kein Qualitätslabel. Stattdessen kann man mit dem Geld für solche Etikette dem Personal ein Nachtessen zur Förderung der Teamarbeit und einen gemütlichen Krippenevent für die Eltern, Kinder und Betreuer ausgeben.

  7. CB sagt:

    Warum gibt es eigentlich noch kein Label für Frauen/Männer? Das würde die Partnersuche doch auch wesentlich vereinfachen!

    Im Ernst: Klar wäre es nett wenn ich einfach im Internet recherchieren könnte und dann habe ich – klick! – die “gute Kindertagesstätte” gefunden. Man vergesse aber nicht was so ein “Label” für einen bürokratischen Wasserkopf in einem zum Glück noch nicht völlig durch-reglementierten Bereich erzeugen würde!

    Oder vielmehr “wird” – denn solche Label kommen mit Sicherheit: Wie ich “uns” kenne ist unsere Regulierungswut fast grenzenlos – “da könnte ja sonst jeder einfach…”

  8. Marianne Stocker sagt:

    Schade konnte die dauerlügende Chaos-Ministerin die Kleinkinder-Erziehungskurse für Grosseltern nicht einführen.
    Damit hätte man den Linken die DDR-Paradies-Kinderkrippen zugesprochen.

    • iskra sagt:

      Wen meinen sie damit ?

      • Christian Weiss sagt:

        Eveline Widmer-Schlumpf wollte eine Götti- und Grosi-Lizenz einführen. Zum Glück gescheitert und wir können über diesen bürokratischen Wahnsinn lachen.

      • Sugi sagt:

        Marianne Stocker: Herzlichen Dank für Ihre zutreffende Meinung.
        Unser Grosskind ist in einer hervorraqgenden Krippe abwechselnd
        bei uns und den Eltern sehr gut, liebevoll und professionell betreut worden.
        Wir hatten jederzeit Einblick in die ganze Institution und sind überzeugt,
        dass mit staatsverordneten Psycho-Labels wenn möglich noch mit
        vorgeschriebener Maturaausbildung der Betreuer, alles nur wortwörtlich
        nach Sozi-Guschto den Bach runterrutscht. Lasst die Eltern bestimmen, was
        für “Ihr” Kind das “Beste “ist.

  9. Christian Lehmann sagt:

    Und wieder ein Label mehr – die Qualitätsauszeichnungsindustrie wird es freuen!

    Wir produzieren immer mehr heisse Luft und trauen unseren eigenen Einschätzungen und Instinkten nicht mehr. Auch mit Label wird es nicht besser. In den Schulen im Kanton Zürich mussten bspw. Leitbilder erarbeitet werden: Doch dadurch wird auch schlechter Unterricht nicht besser, das Betreuungsverhältnis Schüler/ Lehrpersonen wird nicht optimiert, etc. Schmeissen wir alle Zertifizierungen und Labels über Bord und fangen wir doch bitte an, wieder mehr Vertrauen in unsere Instinkte zu haben.

  10. Saporeil Mahani sagt:

    Ein Label bringt meiner Meinung nach nicht viel. Viel besser ist es, wir Eltern besprechen uns mit Eltern, welche schon Kinder in der Krippe haben. Bei Labels besteht immer die Gefahr, dass irgendwelche Interessenverbände zu starken Einfluss haben. Dass durch Labels die Qualität erhöht wird oder auch nur die Auswahl für uns Eltern erleichtert wird, das bezweifle ich sehr stark.

    Lieber schicke ich meine Kinder in eine gemütliche,bewährte und fröhliche aber labelfreie KITA die mir von Eltern empfohlen wurde, als in einen gelabelten aber unsympathische Kinderwartesaal.

  11. Stefan sagt:

    Heute wird vieles zertifiziert und gelabelt, doch gerade bei der Betreeung unserer Kinder hinkt die Qualitätssicherung. Darum ist dies endlich ein sinnvolles Label.

  12. melissa schwendener sagt:

    ich bin sogar der meinung, dass nicht mal krippen zwingend nötig sind. wer kinder will, soll sie bitte selber erziehen. allerdings sollten die löhne für familienmütter oder -väter erhöht werden!

    • Martina Siegenthaler sagt:

      Ich habe vollstes Verständnis dafür, dass eine Frau, welche eine gute Ausbildung oder ein Studium absolviert hat ihre Kenntnisse auch einsetzen will. Dafür bräuchte es aber endlich eine vollständige Lohngleichheit für Mann und Frau und den Willen, je einem 50 % Job nachzugehen. Dies ist nicht im Sinne der Wirtschaft. Das Geschrei nach immer mehr Krippenplätzen und Wachstum kann ich schon fast nicht mehr hören. Kinder zu kriegen scheint zu einem folkloristischen Anlass geworden zu sein. Das wird sich rächen! 1A-Krippen ja, aber für diejenigen, die wirklich darauf angewiesen sind.

    • Gia sagt:

      Oh, Danke, wieder einmal so eine unreflektierte dumme Aussage, welche völlig ausser Acht lässt, dass es nicht immer so kommt, wie man es sich vorgestellt hat… Dass ich mich nachts und am Wochenende krank gearbeitet habe, ist dann wohl ganz in Ihrem Sinne – Hauptsache ich habe meine Kids zuhause betreut???

      • Dani sagt:

        @Gia: Anderen dummheit vorzuwerfen spricht nicht gerade für eigene klugheit!

      • Martina Siegenthaler sagt:

        Nein, krank arbeiten sollte sich niemand, doch wenn ich früh morgens die aus dem Schlaf gerissenen, bleichen Kinder sehe, welche da abgeliefert werden und Mami oder Papi mit Offroader davon fahren, tauchen da schon gewisse Fragen auf. Kenne auch Fälle von Frauen mit burn out, trotz Kitag. Wer verantwortungsvoll Kinder haben will, müsste auch bereit sein, sich wenn nötig etwas einzuschränken. Man will alles, einen top Job, Ansehen, Konsum und fun und so nebenbei halt auch noch Kinder. Dies zu meinen dummen, unreflektierten Aussagen.

        • Nena sagt:

          @M.Siegenthaler & M.Schwendener: Seien Sie beruhigt, die Mehrheit der Frauen, die ihre kleinen Engel in Krippen abgeben, können sich keinen Offroader kaufen & schränken sich sehr wohl ein, weil sie arbeiten MÜSSEN. Krippen muss es geben, sowieso bei uns, wo die Familien immer kleiner werden. Der soziale Umgang mit anderen KINDERN ist wichtig für die Kids & wie bei allem im Leben, ist eine gute Mischung angesagt. Eine möglichst “gesunde” Familie und eine Krippe, ohne Zertifikat, aber von Menschen geführt, die ein Herz für Kinder haben und den Kleinen einen fröhlichen Tag bescheren.

          • Martina Siegenthaler sagt:

            Liebe Nena, entweder haben Sie meine Kommentare nicht alle gelesen oder nicht verstanden (verstehen wollen). Mit keinem Wort hatte ich die Notwendigkeit gut geführter Krippen, für diejenigen, die darauf angewiesen sind, infrage gestellt. Ein Label braucht es dazu nicht, sondern regelmässige Kontrollen! Heute haben wir den Trend, dass Akademiker sich verpaaren (es studieren ja auch mehr Frauen) und nicht wie früher sich z.B. der Zahnarzt mit seiner Gehilfin verheiratet. Das ist auch gut so, doch dürften im Normalfall zwei halbe, höhere Einkommen für eine Familie reichen.

  13. Daniel Blattmann sagt:

    Ein Label ist anwendbar für ein klar vergleichbares Produkt, z.B. eine Kaffeemaschine. Für eine höchst personenbezogene Dienstleistung wie eine Krippe sagt ein Label nichts aus, hier zählen menschliche Faktoren! Was nützt mir ein Top-Label, eine hervorragend gestaltete Internet-Seite und Werbeflyer, wenn mir (oder meinen Kids) die Krippen-Leitung überhaupt nicht sympathisch ist und die Chemie nicht stimmt? Persönliche Empfehlungen eine Krippe und ein oder zwei Besuche mit den Kids zusammen sind hier eindeutig zielführender als ein Label.

  14. thomas widmer sagt:

    liebe melissa, es gibt nebst schwarz und weiss auch grau… meine kinder werden von mir und meiner frau grossgezogen, da wir beide aber auch berufstätig sind gehen sie in die krippe und machen dort einen tag pro woche wunderbare erfahrungen und haben im alter von 2 jahren bereits beste freunde gefunden. die kinder profitieren enorm, man merkt das bspw. bei begegnungen mit andern kindern auf dem spielplatz…

  15. Beril Berk sagt:

    Ich habe keine gute Erfahrungen gemacht. Es gab nur 2 gut ausgebildete der Rest war in Ausbildung und sehr jung dafür. Die ausgebildeten hatten nur administrative Arbeit
    Sehr oft habe ich mein Kind weinend, völlif durchnässt in der Ecke allein im Laufgitter sitzend gefunden. Keine Förderung.Letzendlich war es nur ein Hütedienst!! Leider war ich wegen langen Arbeitszeiten fast immer die letzte. Bei einem Einkommen von mehr als 8000 CHF musste man mehr als 2000 CHF zahlen. Man hätte ohne Problem eine Nunny angagieren können. Ich wollte unbedingt mein Kind unter Kindern sehen. Es war ein Fehler

    • Martina Siegenthaler sagt:

      Ja, da haben Sie wirklich Pech gehabt. Eine Frage habe ich aber doch an Sie: Wieviel darf denn eine Nanny verdienen und ist die ganze Verantwortung, die sie trägt, weil Sie selber ja Fr. 8000 verdienen wollen, nicht mehr als Fr. 2000 wert?

      • Beril Berk sagt:

        Natürlich darf eine Nunny gut verdienen, wenn Mütter das auch tun könnten wäre das ja kein Problem. Zu dem Zeitpunkt konnte man die Betreungskosten mit keinen Rappen steurlich abziehen. Was heute wenig aber dennoch möglich ist.Also Sie versuchten sich in der Arbeitswelt nützlich zu machen und wurden noch bestraft. (Nunny Plus Steuern = Lohn)
        Es galt ehe das eine Frau eher zuhause lieber ihre Kinder betreuen sollte…es war sogar fast nicht zu fassen wenn eine studierte Frau trotz verdinenenden Partner arbeiten wollte…dies hat sich zum Glück auch in den letzten Jahren etwas normalisiert

    • PW sagt:

      @ Beril Berk: Wenn Sie eine neue Arbeitstelle suchen, schauen Sie sich doch einige Stellen an und entscheiden Sie für das “beste” Angebot. Mit der Krippenauswahl haben Sie heute die Möglichkeit, die für Sie “geeigneste” Krippe auszuwählen.
      Gemäss Ihrer Beschreibung war der Stand der Kinderbetreuung vor 15 Jahren so. Heute wird solche Krippe stark an Reputation verlieren, dass sie Mühe haben, Kunden zu kriegen.

    • Susanna Ernst sagt:

      Werter Herr Berk, ich kenne nur gute KITAS, ich hoffe sie haben diese Missstände den zuständigen Behörden gemeldet, hier einen Beitrag zu schreiben reicht eben nicht um Missstände in KITAS zu unterbinden. PS: ich hoffe, sie denken nicht ernsthaft eine Nanny würde für Fr. 2000.- zwei Kinder betreuen, Nannys lasst euch nicht abzocken..

  16. Rüdiger Kraus sagt:

    Label? Ja Kinder die in einer Krippe aufgewachsen sind und solche die in einer richtigen Familie (so wie ich den Begriff empfinde) aufgewachsen sind. Mehr bräuchte es eigentlich nicht…

  17. mengold sagt:

    stadtzürcher??? gibt es die noch? ich meine sehr selten

  18. Martina Hülse sagt:

    Wie wäre es mal mit einer Tagesmutter http://www.betreut.ch/kinder ?
    Dann spart man sich den Stress mit den Krippen.

    • Hans Koller sagt:

      Den Krippenbefürwortern geht es nicht um das wohl der Kinder, sondern um das Label, für jedes Label gibt es 4000Fr., nicht schlecht für nichts tun, dies zahlen dann die Eltern der Kinder. Der Staat und diese neue Industrie wollen ja verhindern das Verwandte und Grosseltern auf die Kinder aufpassen, den die nehmen ihnen die Arbeit weg. Es war ja vor ein bis zwei Jahren geplant, dass eine Grossmutter eine Bewilligung braucht um auf die Enkelkinder aufzupassen. Es graust was für kranke Menschen da herumspinnen. Viel Geld für die Krippen bezahlen und dann arbeitet dort ne 19Jährige zum Hungerlohn.

  19. Ali Ferkous sagt:

    Wer glaubt denn noch an “Qualitäts-Label”? :-D Wir sollten doch mittlerweile alle wissen, dass hinter dem Qualitätsmanagement bloss Ordner voll mit Papier stecken. Die Qualität wird selten durch Bürokratisierung gefördert und eine negative Selektion ausgeübt: kreative Pädagogen werden durch beamtische verdrängt. Unsere Volksschule ist offensichtlich durch QM so gut geworden, dass unsere Bildungsdirektorin ihre Kinder lieber auf eine Privatschule schickt…

  20. Christian Weiss sagt:

    Allenfalls sollte man auch noch die Kinder standardisieren und mit entsprechenden Ohrmarken versehen, damit man sie den entsprechend belabelten Krippen zuordnen kann. Automatisiert man noch anhand biometrischer Daten die Futterausgabe, kann man den administrativen Mehraufwand, der aus solchen Zertifizierungen immer resultiert, durch Effizienzsteigerung wieder wett machen. Einfach andere Eltern über die Erfahrungen in einer Krippe zu fragen, wär viel zu banal. Lieber Standards für die Toillettenzahl pro Kinder und Wickeltischfläche festlegen, damit so ein Krippenplatz auch richtig teuer wird.

  21. Susanna Ernst sagt:

    Liebe Alle, es gibt einen Krippenverband und genaue Richtlinien und Vorgaben für Krippen. Die Räumlichkeiten und die Ausbildung der Mitarbeitenden müssen diesen Vorgaben entsprechen, damit überhaupt eine Krippe gegründet werden darf/kann.
    Einer privaten Krippe wird übrigens viel genauer auf die Finger geschaut. Bei den gemeindeeigenen wäre ein besseres Hinsehen ab und zu auch von Nöten.

  22. Regula sagt:

    Ausgerechnet zum Thema Qualitätssicherung wird ein Bild gewählt, auf dem die Babies zwar in schönen bunten Sesseln sitzen, aber so festgebunden sind, dass sie weder ein Spielzeug selber erreichen noch ihre motorischen Fähigkeiten weiterentwickeln können…

  23. PW sagt:

    Wenn Sie schrieben: “Schliesslich fehlen den Krippen selber oft das Geld um wenigstens selbst im Internet oder in einer Broschüre einen Überblick über das Angebot und die pädagogische Grundhaltung zu machen” dann ist der jährliche Kosten für den Qualitätslabel übermässig teuer für solche Quartierkrippen.
    Für grosse Krippen mit Angebot an verschiedenen Standorten, ist der Kosten für den Qualitätslabel gerade “spotbillig”, denn sie können sich die Kosten quer über ihre Standorten aufteilen lassen. So was heisst Qualität? Ein Krippenbetrieb an jeder Ecke wie McDonald, Burger King oder Starbuck

  24. Mutter sagt:

    Herr Ralf Schrager schreibt;
    Kinder sind keine Privatsache, ohne Nachwuchs versagen die Sozialsysteme und schliesslich die ganze Gesellschaft.

    Das muss die ganze Schweiz endich verstehen!
    Die krippen sind sonderbar!! Unsere arme kinder müssen die erleben. Die kinder haben zuwenig wert in der Schweiz! Endlich müssen dir Krippen genügend kontroliert werden.Was machen die Politiker, was bieten die für unsere kinder??Für die Zukunft??Ausser Banken und Börsen berichten hören wir gar nichts in Tagesschau. Die medien muss dass Thema machen.

    • Fredi Gurtner sagt:

      Kinder sind und bleiben Privatsache,den es gibt ja schon zu viele Menschen auf der Welt,da braucht es noch mehr hier nicht

  25. Fredi Gurtner sagt:

    Krippen sollten nur den Leuten,also Alleinerziehenden zur Verfügung stehen.Alles andere ist überfluss

  26. Mutter sagt:

    Egoistische Meschen und Ihren aussagen braucht die Welt auch nicht! Es gibt davon auch genügend! Übrigens sind die nicht einmal Kinder gewesen!??

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