Politblog
Thierry Meyer am, Freitag 21. Dezember 2012

Wie viel Geschirr wird die UBS noch zerschlagen?

«Wenn du den Yen-Sechsmonatssatz unverändert lässt, werde ich … einen enormen Deal mit dir abschliessen …  einen 50’000- oder 100’00-Dollar-Deal, was du willst, ich bin dabei.» Dieser aufschlussreiche Satz, dessen Inhalt gegen jede interne Bankregel verstösst, wurde 2008 von einem UBS-Händler im Geschäft mit einer Brokerfirma geäussert. Der genaue Wortlaut steht in dem von der britischen Finanzmarktaufsicht zusammengetragenen Dossier im Rahmen der Ermittlungen um die Manipulation der Libor- und Euriborzinssätze, den Zinsen also, zu denen sich die Banken untereinander Geld leihen.

Das Dossier zeigt auf, wie die UBS – unter anderen Banken – Dutzende von Brokern mit monatlichen Zahlungen bestach und wie sich die Finanzcracks untereinander nannten, die tagtäglich ihre Berufsethik mit den Füssen traten, um sich persönlich zu bereichern: «Musketiere», «Superman» oder gar «Captain Chaos».

Wie viel Geschirr gibt es eigentlich noch in der fetten Küche der grössten Schweizer Bank, das zerschlagen werden kann?

Hauptsitz der UBS in London. (Keystone)

Hauptsitz der UBS in London. (Keystone)

Heute zahlt die UBS dafür 1,4 Milliarden. Ein astronomischer und zugleich lächerlicher Betrag. Astronomisch deshalb, weil er dem horrenden x-fachen des durchschnittlichen Lohnes eines Bankangestellten in der Schweiz entspricht. Lächerlich deshalb, weil er lediglich eine winzig kleine Auswirkung auf das Ergebnis der Bank haben wird. Diese Strafe ist in erster Linie ein Warnschuss und es ist zu befürchten, dass es nicht der letzte sein wird.

Beihilfe zur Steuerhinterziehung in den USA, Subprime-Krise, Kweku Adoboli, Liborskandal. – Wie viel Geschirr gibt es eigentlich noch in der fetten Küche der grössten Schweizer Bank, das zerschlagen werden kann? Wie lange werden «Captain Chaos» und Co. ihr Unwesen noch treiben und das Mutterhaus des Konzerns, dessen ehrliche Angestellte und mit ihnen den gesamten Finanzplatz Schweiz durch den Dreck ziehen können?

Die UBS Schweiz täte vielleicht besser daran, sich wie Wegelin von einem Teil ihrer Vergangenheit zu trennen und dann den Namen zu ändern.


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Thierry Meyer est rédacteur en chef de «24heures».
Thierry Meyer ist Chefredaktor des «24heures».

52 Kommentarecommentaires zusur “Wie viel Geschirr wird die UBS noch zerschlagen?”

  1. Dieter C. Kuser sagt:

    Der letzte Satz, ist wohl ein passabel griffiger ‘Lösungsansatz’, worauf also noch warten?

    • Peter sagt:

      … auf was noch warten? ein Team der EKZ nach London hinschicken, um konkret die Stecker zu ziehen (Strom und Daten).

    • Eric Cerf sagt:

      Gretchenfrage: Wieviel Geschir muss noch zerdeppert werden? Allmächtiger steh der UBS bei, es ist kein Geschir mehr heil! Die UBS bekam mittlerweile fast den Ruf eines gewissenslosen Checkbetrügers und Winkeladvokaten, der sich um Recht und Gerechtigkeit foutiert.. Diese Grossbank zog den einst guten Ruf des CH-Finanzplatzes dermassen in den Dreck, das wir uns schämen müssten. Trotzdem machen wir uns nichts vor: die anderen Grossbanken, egal ob CH oder nicht, sind um kein Haar besser, eher noch schlimmer! Alles klar?

      • karl sagt:

        Mit dem Geld das die Schweizer Banken an Bussen bezahlt haben koennte man die ganzen Bildungskosten der 2 ETH’s and der 7 Universitaeten finanzieren. Studiengebuehren waeren nicht noetig. Das gilgt auch fuer andere Laender nicht nur die Schweiz.

        • Reto sagt:

          Was ist die Wirkung der Bussen:
          1. Sie schaden der Schweiz (Abzug von Kapital ins Ausland), Geldentzug aus dem Markt.
          2. Wohin fliesst das Geld?
          Da die USA ein immenses Staatsdefizit haben, kann die USA damit die täglichen Neuschulden von (je nach Quelle 1,700.000.000 Dollar bis 3.000.000.000 (1,7 Milliarden bis 3,2 Milliarden) reduzieren, denn mit US-Steuer-Erhöhungen ist das laufende US-Defizit, wie auch der Sozialstaat im allgemeinen überhaupt nicht finanzierbar.
          Es wäre Zeit zu sparen, aber das ist nicht populär, Staatsausgaben und Militärausgaben, sie müssen WACHSEN.
          Das endet NICHT GUTt!

    • Martin Cesna sagt:

      … um dann mit neuem Namen in alter Manier und Gehabe weiter zu wursteln wie gehabt? So geht das nicht. Aktuell geht es um die Aufarbeitung der Geschichte, danach um “Busse”, jawohl, dieses blöde christliche Wort, was eigentlich fundamentale Umkehr bedeutet. Diese Umkehr wird aber nicht nur die UBS alleine betreffen, da sie bisher “Übliches” getan hat. Daraus folgt eine Forderung nach praktischem Geisteswandel auch in den Umgebungsstrukturen der Bank, d.h. Regierung, Gesetzen, Kunden und nicht zuletzt international, wo solche UBSers keinen Fuss nochmals hin bekommen dürfen. Viel zu tun,nötig!

    • Eric Cerf sagt:

      @dieter Kuser: Die Zeiten änderten sich und wir mit Ihnen! Die globalen, nicht endend wollenden Finanzkrisen kastrierten das CH-Bankgeheimnis nachhaltig. Der kümmerliche Rest des Bankgeheimnisses ist durchlöchert wie Emmentaler-Käse. Die Reichen verschoben mit Hilfe unserer Grossbanken schon längstens ihre Kohlen, die sie schwarz in die CH brachten, richtung Singapore, etc. Nur ganz Dumme und Einfältige lassen ihre Stütz weiterhin auf CH-Konten rumliegen. Die CH-Bankenwelt hat keinen guten Ruf mehr! Die “Weissgeldstrategie” der CH ist ein Witz, erst noch ein schlechter.

  2. Paul Schlatter sagt:

    Das Dossier zeigt auf, wie die UBS – unter anderen Banken – Dutzende von Brokern mit monatlichen Zahlungen bestach.
    -
    Kleine Frage. Wieso wehren sich die bürgerlichen Parteien konsequent die Korruption in der Privatwirtschaft auch in das Strafgesetz aufzunehmen ? Wieso wird bei den bürgerlichen Parteien Bestechung nicht als Korruption, sondern als
    Kavalliersdelikt bezeichnet ? Wieso unterstützen die bürgerlichen Parteien indirekt die Korruption ? Wieso wollen die bürgerlichen Parteien die Korruption nicht unter Strafe setzen ? Ist Bestechung bei der SVP / FDP / CVP keine Korruption ?

    • Eric Cerf sagt:

      @Paul Schlatter: Die Antwort ist einfach:seit 1932 wendet die CH das Bankgeheimnis erfolgreich an. Die Verwaltung fremder Gelder, die oft aus trüben Quellen stammten und stammen, brachten dem Land Reichtum, Anerkennung und Ruhm!
      Krethi und Plethi, die irgendwie irgendwo zu Geld kamen, brachten den Zaster flugs klandestin auf eine CH-Bank, meistens zur CS oder UBS. Dass dabei Moral, Anstand und Ehrlichkeit auf der Strecke blieben, war und ist Nebensache, Hauptsache der Profit stimmt. Unser Bankensystem ist moralisch korrupt, leider. Aber alles hat ein Ende, nur die Wurst hat deren zwei.

      • Dieter C. Kuser sagt:

        @Eric Cerf: genau, was soll’s, die CH hat lange von “moralischer Korrupton’ gut leben koennen — aber was machen wir jetzt, morgen und uebermorgen? Ich weiss es nicht. Alternativen? Zurueck zur Scholle? Jeden Morgen ‘s.Chueli’ melchen?

        • marc bugnard sagt:

          Was Sie da mit “zurück zur Scholle” oder “Chueli melche” ausdrücken, nennt sich ganz einfach ARBEITEN. Wäre doch mal was für die Schweizer, statt immer nur Steuerhinterziehungshilfe zu leisten, mit dem Iran und Apartheids-Südafrika zu geschäften und Erben jüdischer 2.WK Konten am Schalter abzuwimmeln… Dann ist auch das Nest weniger verdreckt..

    • Fritz sagt:

      Weil eben diese Parteien in hoechstem Grade korrupt sind!

      • Walter Bossert sagt:

        Fritz, Korruption ist es auch, wenn zum eigenen Vorteil, (gute Jobs ) neue Stellen geschaffen werden, in dem man mit dem Geld anderer die Voraussetzungen dazu schafft und mit allen Mitteln die geltenden Gesetze verschleppt !

  3. Hans Zumstein sagt:

    Was den Skandal noch toppt, ist die Tatsache, dass man sich -vorausgesetzt, es ist genug Geld in der Kasse- wie beim Ablasshandel vor 600 Jahren in der katholischen Kirche von Schuld und Strafe freikaufen kann. Wenn wieder hohe Boni die Gier locken, wird auch in Zukunft krimineller “Bschiss” passieren. Gegen genügend grosse kriminelle Energie schützen auch noch so ausgeklügelte Kontrollmechanismen nichts. Deshalb müssen die Anreize zu solchem illegalen handeln wie Boni etc. grundlegend überdacht werden und möglicherweise ganz abgeschafft werden.

  4. Peter Jeck sagt:

    «Das Fehlverhalten einiger weniger UBS-Banker diskreditiert die Bank als Ganzes»: Was soll denn dies — «einiger weniger»? Ab wie vielen «Einzelnen» beginnen die kriminellen Machenschaften, Sache der Bank zu sein? Oder ist es einfach so, dass der ganze Finanzzirkus derart undurchsichtig geworden ist, dass der Leitung die Kontrolle gar nicht mehr zugemutet werden kann? Der endgültige Abgesang jeder verantwortbaren Tätigkeit also?

    • Fred David sagt:

      @)Peter Jeck, darüber bin ich auch gestolpert: “Das Fehlverhalten einiger weniger”…” ist eine Formulierung der Redaktion. Das Beschönigen und Herunterspielen geht weiter. Sonst ist man ja schnell bei der Hand mit dem Wort “systemisch” = das ganze System betreffend, systemimmanent. Aber wenn es bei Banken um kriminelles Verhalten schwerweigenden Ausmasses und in Serie geht, sind es plötzlich nur “bedauerliche Einzelfälle”. Dies deutet an, dass der angebliche Wille, die Probleme an der Wurzel zu packen, nur vordergründig verbal vorhanden ist.

  5. Sabrina sagt:

    Casino-Mentalität einiger wenigen (angelsächsichen) Investment-Manager. Die Schweizer Banken tun gut daran, auf solche überbezahlte und gierige Investment-Manager zu verzichten. Allerdings ganz unschuldig ist sind die Geschäftsleitung und HR auch nicht. Mit Peer-Group-Vergleich und Bonus-Druck werden die IB-Manager gezwungen (zu) hohe Risiken einzugehen und auch illegale Machenschaften wird damit gefördert. Ohne Bonus hätte es nie ein Kweku Adoboli-Fall gegeben.

  6. Hans Müller sagt:

    Es ist doch völlig klar, dass die UBS von sich aus nichts ändern wird. Es ist höchste Zeit, dass die Politik die Zügel in die Hand nimmt und endlich das systemrelevante Zinsdifferenzgeschäft der Banken vom übrigen Geschäft trennt, bevor wieder der Steuerzahler für die Exzesse der Banker geradestehen muss. Leider ist davon wenig zu spüren. Die Politik setzt selbst nach dem x-ten Skandal noch auf “Eigenverantwortung” der Banken. Und es ist zu befüchten, dass sich daran auch nichts ändert, solange die bürgerlichen Steigbügelhalter der Banker in diesem Staat die Mehrheit haben.

    • Monica Carrara sagt:

      @Müller – Sie haben aus meiner Sicht 100% Recht: Wenn Eigenverantwortung der Banken, dann konsequent. Es kann nicht sein, dass Steuerzahler Managergehälter, Boni und Abfindungen (auch bei völligem Versagen des Beziehers) finanzieren, aber sich im Gegenzug aus der Bankenpolitik heraushalten sollen oder gar als inkompetent abgetan und einen Maulkorb verpasst bekommen. Wer hier inkompetent ist zeigt sich an den Verlusten der Finanzjongleure in Milliardenhöhe. Wie können diese “Experten” tatsächlich noch davon überzeugt sein mehr von diesem “Geschäft” zu verstehen als mein Coiffeur? Schwätzer.

  7. lucius mayer sagt:

    Klar ist die kriminelle Vereinigung UBS endgültig diskreditiert. Die Finma, wäre sie mehr als ein Feigenblatt, müsste ihr die Banklizenzen umgehend entziehen. Bisher sind nur ihre Kleinen aufgehängt worden. Die großen UBS-Bankster sind leider nach wie vor auf freiem Fuß.

  8. w.hueppi sagt:

    Wenige machtgeile Manager, welche davon traeumten, mit den maechtigsten US Banken auf Augenhohe Geschaefte zu treiben, haben die UBS u. die Schweiz an eine Wand gefahren. Es war der gleiche Wachstumswahn, welche seit der Einfuehrung der PFZ zu einer Zerstoerung eines gut funktionierenden Staates im Herzen Europas gefuehrt hat. Wachstum ueber alles, anstatt ein Wachstum, welches von einem Unternehmen, Staat, Menschen, Natur noch verkraftet werden kann.

  9. Senn sagt:

    Keine News im Artikel da Inhalt schon mehrere Tage alt – der Tagi kann mehr. Die UBS wird spätestens dann wieder im Gespräch sein wenn wir Libor-Hypothekar-Nehmer Nachzahlungen leisten müssen weil wir mit den falschen Zahlen etliche Male positiv partizipiert haben. D.h. dank tieferem Zins weniger bezahlt haben. Was Andere ausbezahlt bekommen werden wir nachzahlen dürfen. Ist doch nur Recht unf Gut oder? Könnte ja sein, dass wir ebenfalls noch mit Strafzahlungen rechnen müssen, weil wir wissentlich von tieferen Zinsen profitiert haben. Sind wir doch gierig und meldeten uns nicht.

  10. Hans Alabor sagt:

    Ja, das Ansehen der Schweiz hat wirklich infolge egoistischen Zielsetzungen und der überforderten Finma + Co. inkl. Justiz arg gelitten. Unter solchen Voraussetzungen sind selbst sachlich begründete Probleme/Anliegen kaum mehr lösbar. Die UBS-Werbung ist heute ein unzumutbares Ärgernis. Ein Banken-Lizenzentzug ist überfällig.

  11. Marc Seiler sagt:

    Die UBS sollte sich endlich von Ihrem Angelsächsischen Management trennen. Zuviele aus ex. Paine Webber sitzen im upper Management. Der Kulturelle unterschied zur Schweizer Mentalität ist riesig. Diese Leute werden die UBS noch in weitere Miseren führen. Es gilt nur das Quartalsdenken, ich habe noch keinen erlebt der irgend etwas zur Nachhaltigkeit beigetragen hat. Hingegen im Geschirr zerschlagen sind sie weltmeisterlich.

    • Danny sagt:

      @Marc Seiler
      Schön wärs. Was aber nun wenn die UBS vor allem den Asiaten, Angelsachsen und Arabern gehört und nicht den Schweizern? Ich denke das ist das Problem, sonst wäre die “Helvetisierung” schon weiter fortgeschritten.

      • Christian Bühlmann sagt:

        @Danny: dies ist einer der zentralen Punkte, ev. auch der Schlüssel zur Erkenntnis, dass die Schweiz die UBS und ev. andere Banken aufspalten sollte, will sie nicht als Land und Marke Schweiz noch weiteren Schaden nehmen. Da eben UBS und andere Banken schon lange in ausländischem Besitz sind!! An Alle mit den Durchhalteparolen möchte ich zu überlegen geben, dass ein Wirtschaftskrieg weder gegen die USA noch die EU zu gewinnen ist, also macht man besser “reinen Tisch”!! Erst dann können wir vergleichbare Machenschaften in den USA, Kanalinseln wo auch immer anprangern.

  12. maja sagt:

    Geht nicht H err Thierry Meyer wir sind doch auf diese Ausländer angewiesen.

  13. jonas sagt:

    UBS hat sich nicht entschuldigt, dies hat aber der Chef der Danske Bank in Daenemark unlaengst getan. Um eine
    gewisse Versöhnung zu bilden waere eine Entschuldigung nötig. Es gibt auch kleine Geschichten die nicht in den
    Schlagzeilen geraten, wie etwas der Absolute Return Skandal, wo UBS eigentlich viele Anleger geraubt hat. UBS
    lebt auch heute wegen der Finanzspritze des Bundes im Jahre 2008, also die Fuehrung der UBS muss auch den
    Steuerzahler respektieren, es ist nicht selbstverstaendlich dass eine Privatbank eine solche Hilfeleistung bekommt.
    Jedoch bleibt UBS arrogant und unverschaemt.

    • Monica Carrara sagt:

      Hochmut kommt vor dem Fall. Eine gesunde Konsequenz. Die Schweizer Bürger und Politiker sollten (ebenso wie andere Länder) diesen Fall nicht verhindern, sonst bleibt der Lernerfolg aus. So einfach ist das.
      Bankräuber und Kleinkriminelle müssen sich für ihre Taten verantworten. In einem Rechtsstaat erwarte ich, dass dies auch für Banker und Politiker gilt.

  14. Peter sagt:

    Das war dennoch der echte Marktzins, unter Berücksichtigung ALLER Umstände. All jene, die sich kostenlos am LIBOR angehängt haben, haben keinen Grund zur Klage. Es waren dennoch Trittbrettfahrer und sie haben entstandenen echten Marktzinsen bezahlt, oder erhalten. Als weitere Ueberlegung gehören jene auf die Anklagebank, welche das Libor-Instrument geschaffen haben, weil sie einen vollkommenen Markt vorgegaukelt haben, was der echte Markt nicht bestätigt hat.

  15. Richard Engler sagt:

    “Einzelne UBS Banker” ?? Mauscheleien mit solch mafiösem Charakter sind in einer Unternehmung nur dann möglich, wenn die allgemeine Firmenkultur ein solches Denken mitträgt oder sogar unterstützt. Jetzt alles auf wenige Erwischte abzuschieben ist viel zu einfach. Wer Eigenkapitalrenditen von 25% anstrebt (da gehören auch alle Aktionäre und sog. Investoren dazu) duldet stillschweigend, dem eigenen Profit zu liebe, Regelverletzungen bis hin zu kriminellem Verhalten. Dunkle Anzüge und Krawatten machen aus einem ethik- und moralfreien Bankster noch lange keinen seriösen Bürger.

  16. Kurt Stierli sagt:

    Jetzt wird das Gejammer der politischen Rechten wieder losgehen. Bashing der UBS durch linke Kreise in der Schweiz heisst es.
    Müsste man nicht einmal das Kind beim Namen nennen? Es ist kriminelles Verhalten, es sind Straftaten die diese Bank oder Angestellte dieser Bank begehen. Immer wieder sind es “Einzeltäter”, so wird es zumindest dargestellt. Es ist doch so: Wird ein Einbrecher auf frischer Tat erwischt beschuldigt niemand die Polizei. Wird die UBS erwischt kommt es immer zu den Verschwörungstheorien, die Amis wollten die UBS kapput machen. UBS hat leider nichts dazu gelernt, unbelehrbar.

  17. egon sagt:

    Damit kein”neues” Geschirr mehr zerschlagen werden kann, sollte man besser die UBS “zerschlage”.

  18. Beni Hochuli sagt:

    Ich frage mich, wie lange wird noch zugeschaut. Wenn ein Kleinunternehme so geschäften würde, droht diesem eine ziemlich schnelle Schliessung. Es ist ein lächerliches Verhalten der Politik und man staune, dass die Glaubwürdigkeit sinkt? Die UBS gehört nicht mehr in die Schweiz und soll ins Ausland abgeschoben werden. Eine Schande für unser Land und ein Schande, dass Verantwotliche sich nach wie vor an der Goldküsten sonnen können…Es ist Weihnachten und ich verzeihe denen, den sind wir froh, dass diese Herren nicht unter uns verkehren und sich unter Gleichen vergnügen. Da verginge der Appetit

  19. ralph kocher sagt:

    Der Schweiz “Geschirr” ward zerschlagen! Die neue “Fassaden(be)reinigung” wird Jahre, wenn nicht Jahrzehnte dauern…!

  20. Jens Gloor sagt:

    In der Tat – die Frage ist berechtigt. Das Basisgeschäft des Schweizer Wohlstandes gerät ins Wanken. Wenn UBS und CS abgewickelt werden müssen, dann wäre die Existenz der Schweiz vernichtet. Sowohl UBS wie auch CS halten extrem hohe Risiken im Ausland, die (noch) schön kaschiert sind. Die künftigen, möglichen Belastungen – z.B. durch Derivate und Staatsanleihen – sind eine Atombombe für die Schweiz. Hinweis; Wieso ‘kleckert’ sich die CS wohl derzeit mehr Eigenkapital zusammen?

    • Beat sagt:

      Hr. Gloor, Der Finanzplatz ist nicht einfach das Basisgeschäft des schweizerischen Wohlstands. Diese verbrecherischen und idiotischen Machenschaften müssen radikal aufgeräumt werden, die Existenz der Schweiz wird viel eher gefährdet wenn zu weich vorgegangen wird. Auch wenn es zur Schliessung dieser 2 Banken kommen sollte, was Sie beschönigend als “Abwicklung” bezeichnen, würde sie sich nach einem gewissen Schock erholen.

  21. Stefan Werner sagt:

    Der Witz ist, dass eine solche Strafem egal in welcher Höhe, keinerlei präventive Wirkung hat. Die Verantwortlichen haben längst ihre gigantischen Boni und Saläre ins Trockene gebracht, bevor die Rechnung in Form der Busse präsentiert wird. Und die wird auch nicht den Verantwortlichen präsentiert, sondern den Inhabern der Bank und dem Steuerzahler, da die Busse ja vom steuerbaren Gewinn abgeht. Eine neue Qualität: Nicht nur allgemeine Gewinne werden privatisiert und Verluste sozialisiert, sondern auch die Früchte krimineller Handlungen gehen an de Parasiten, die Strafe an die Allgemeinheit.

  22. Armando sagt:

    Leider unerwähnt im Artikel bleibt die undurchsichtige Rolle von Kaspar Villiger, der antrat, um für eine saubere UBS zu wirken. Wie sich zeigt, gehört er selber zur UBS-Mafia, kein Haar besser als Ospel und Grübel. Beschämend, dass sich ein Schweizer Ex-BR für sowas hergibt. Es zeigt aber auch, wie verbandelt Finanzmafia und Politik in der Schweiz sind.

  23. Andreas Schmid sagt:

    Wen wundert es noch, dass die UBS durch all diese Machenschaften da und dort als mafiöse Gruppierung wahrgenommen wird. Ea wird vielfach unterstellt, dass es sich bei vielen dieser Vergehen keineswegs nur um die Taten Einzelner geht, sondern dass halt die Geschäftsstrategie generell in solche Illegalen Richtungen weise. Mir scheint, dass diese durch Skandale und int. Steuer- und Justizbehörden durchgeschüttelte Institution immer mehr an Potenz und Geltung verliert. Eine gefährliche Entwicklung, auch für den Bankenplatz Schweiz. Schade, aber offenbar unabwendbar…

  24. Beat sagt:

    Zuerst einmal geht es nicht nur um das Geschirr das noch zerschlagen wird, sondern um bereits zerschlagenes von dem noch niemand weiss. Weitere Skandale werden in regelmässigen Abständen ans Licht kommen in den nächsten Jahren. Deshalb nützt es im Moment noch nichts wenn die UBS den Namen wechselt, der neue Name würde innert Monaten “verschmutzt”.
    In der Tat geht es um die vermutlich enorme Dunkelziffer, viel noch nicht entdeckte Fehlverhalten sind höchst wahrscheinlich passiert weil die interne Kontrolle so gut wie inexistent war, was durch die bekannten Fälle bewiesener Fakt ist.

  25. Rene R. Meier sagt:

    Es sind ja doch meistens auch SVP-Politiker im VR gesessen. Interessant.

  26. Walter Bossert sagt:

    Für die meisten Kommentatoren hier scheint es gar keine ehrliche Wirtschaft mehr zu geben in der Schweiz! Das UBS-Debakel wird zum Vorwand genommen, alles was irgendwie mit Geldverdienen zusammenhängt als Korruption oder sonst wie zweifelhaft darzustellen! Seit 1930 haben viele Schweizer und Ausländer schwer gearbeitet ! Sicher nicht um jetzt als Betrüger an den Pranger gestellt zu werden nur weil ein paar Dummköpfe kein Recht und Anstand mehr kennen! Alle Genossen und Anhänger wollen auch leben und dazu brauchen sie Geld wie die bürgerlichen auch, eine Mässigung wäre angebracht!

    • lukas sagt:

      habe nicht den eindruck – hier gehts eher um gesellschaftsschmarotzende kapitalritter. diesen gegenüber ist meineserachtens keine mässigung angebracht: die sollten auch privat zur rechenschaft gezogen werden, sonst wird das problem kaum eliminiert.

  27. Knattle sagt:

    Zuerst wird das Finanzsystem betrogen, dann die Kunden und Aktionäre bestohlen. Denn, woher kommt den das Geld, mit welchem die UBS die zugesprochenen Strafen bezahlt? Verzichten die, welche dafür verantwortlich sind, auf ihr Salär? Ich finde es interssant, dass man im Finanzsystem stehlen und betrügen kann, ohne dafür strafrechtliche Folgen fürchten zu müssen. So einen Freibrief hätte ich auch gerne. Wo bekommt man den? Muss ich dafür Manager einer Bank werden?

  28. Anton Keller sagt:

    Sessions-Notiz an die Mitglieder der Eidg.Räte vom 22.12.12: “Kappt endlich das Schlepptau zur Titanic, retabliert 271 StGB, & im übrigen (Fatca, Fatf/Gafi, Egmont, etc.): just say no!” (www.solami.com/iconoc.htm#justsayno )

  29. Nick sagt:

    Wer einmal in einer Privatbank in der Schweiz gearbeitet hat, der weiss, dass das Verstecken von Schwarzgeld das Hauptgeschäftsfeld ist.
    Das gilt genau so für die Niederlassungen ausländischer Banken – ganz speziell auch für diejenigen aus den EU-Ländern.
    ALLE Mitarbeiter sind sich dieser Tatsache bewusst.
    Da geht es nicht um “Einige Wenige”.
    Auf diesem Brutfeld von Beihilfe zu kriminellen Handlungen tummeln sich sehr viele, die noch zu ganz anderem Hand bieten.
    Und unsere Gesellschaft? Verherrlicht diese Leute.
    Kein Richter schreitet ein – die kommen durch deren Parteispenden ins Amt.

  30. Hans Alabor sagt:

    Richtig. Auf der Grundlage einer Boni-Entlöhnung ist keine seriöse Beratung möglich, andernfalls sollte wie beim Hausierergesetz ein verbindliches Rücktrittsrecht eingeräumt werden. Alternativ auf einem etwas höherem Niveau könnte vor Ort ein verbindliches Banken-Beratungsprotokoll ohne kleingedrucktem Text z.H. beider Parteien erstellt werden. Selbstlose oder neutrale Berater gibt es nicht. Ich hoffe, dass die äusländische Wertschätzung gegenüber dem korrekten schweizer Normalbürger infolge des “Bankstertums” nicht zu arg strapaziert worden ist.

  31. peter angerer sagt:

    bitte nennt doch immer die ubs – nennt doch wie in andern strafangelegenheiten die verantwortlichen, ansonst verkliert die ubs ihr ganzes geschicht, obwohl zehntausende ihre arbeit korrekt gefuehrt und nicht die protektion von oben wie haeringer, usw. genossen haben. haeringer erklomm den bize-vr der ubs nur, weil sein schwieigervater hans ruegg reich und nr war, zudem natuerlich im vr der bs. bitte also namen und nicht einfach ubs mit den tausenden von krrekten arbeitskraeften, die jetzt zum teil um ihren arbeitsplatz sich aengsten muessen.

  32. Wenn die Chefs der UBS immer noch nichts lernen wollen, dann ist ein Konkurs nicht mehr sehr weit. Sie haben’s verdient. Sie haben in seiner Zeit die Swissair fallen lassen, dasselbe können wir mit ihnen machen!

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