Politblog
Pia Wertheimer am, Dienstag 11. Dezember 2012

Mangelt es der stolzen Helvetia an Selbstvertrauen?

Kaum hat das Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport bekanntgegeben, dass Bundesbern die Kandidatur Graubündens für die Olympischen Winterspiele 2022 unterstützt, haben sie sich formiert – jene Nein-Sager, die Helvetia keine grossen Taten zutrauen. Zugegeben, sie war noch nie Gastgeberin eines derart grossen Sportanlasses. Das Kandidaturbudget allein beträgt 60 Millionen Franken. Swiss Olympic will 15 Millionen und der Bund 30 Millionen Franken übernehmen. Die übrigen 15 Millionen Franken hätten die Kantone Graubünden und die beiden Austragungsgemeinden Davos und St. Moritz zu berappen. Helvetias Sportfest würde, so schätzt es Bundesbern, 4,5 Milliarden Franken kosten, wobei die Landesregierung bereit ist, eine Defizitgarantie von 1 Milliarde Franken zu übernehmen. Es ist eine grosse Kiste, zugegeben – aber sie enthält Visionen. Den Mut, diese mit einem berechtigten Stolz in die Welt zu tragen, scheint die Schwäche der Schweizer zu sein.

Erinnert das Szenario doch an den April 2008: Damals übernahm die Europäische Kommission die Patenschaft für das Solarflugzeug von Bertrand Piccard und André Borschberg. Die beiden Westschweizer Luftfahrtpioniere wollen mit einem lediglich durch Sonnenenergie betriebenen Flugzeug die Welt umrunden. Ein Abenteuer, das mit den technischen Mitteln bisher unmöglich erschien. Die Vision hat indes die Wissenschaftler beflügelt, sie arbeiten dafür an den Grenzen des Machbaren. Die Schweiz hat es bisher verpasst, das ideelle Patronat für das Vorhaben der beiden Pioniere zu übernehmen und deren Vision als Schweizer Produkt in die Welt hinaus zu tragen – deshalb heisst die Schirmherrin des Solarflugzeugs Europa und nicht etwa Helvetia.

Herausfordernde Ziele begeistern, das wissen nicht nur die Sportler. Sie setzen Energien frei, sie motivieren zu Innovationen.

Eröffnungsfeier der Olympischen Winterspiele in Lake Placid, 13. Februar 1980. (Keystone)

Wieso werden mutige Projekte sofort schlecht geredet? Im Bild: Eröffnungsfeier der Olympischen Winterspiele in Lake Placid, 13. Februar 1980. (Keystone)

Die Schweizer sollten sich deshalb vom Pioniergeist der Sportler inspirieren lassen. Die Olympia-Initianten haben es verdient, dass die einst so stolze Helvetia ihnen Schützenhilfe leistet. Sie stellen das Land vor eine grosse Aufgabe, die sich zuweilen an der Grenze des Machbaren zu bewegen scheint. Herausfordernde Ziele begeistern, das wissen nicht nur die Sportler. Sie setzen Energien frei, sie motivieren zu Innovationen. Diese Begeisterung täte auch der Schweizer Wirtschaft gut, denn neben den Visionen, enthält die grosse Olympia-Kiste auch das Versprechen eines sportlichen, sozialen und wirtschaftlichen Erfolgs. Mangelt es der stolzen Helvetia etwa heute an Selbstvertrauen?

Statt dem Vorhaben Steine in den Weg zu legen mit den Begründungen «eine Nummer zu gross» oder «nicht umweltverträglich», täten die Gegner gut daran, genauer hinzuschauen. Die Ansätze sind vorhanden: St. Moritz ist bereits heute ein Austragungsort von Ski-Weltmeisterschaften, Davos verfügt über ein Hockeystadion, in dem die Schweiz jährlich den Spengler-Cup empfängt und der Swiss Olympic Gigathlon hat dieses Jahr bewiesen, dass es möglich ist, mehrere Tausend Sportler auf dem Schweizer ÖV-Netz zu transportieren.

Es gilt nun also, die bestehende Infrastruktur mit innovativen Ideen nachhaltig für Olympia zu rüsten. So kann die Schweiz auch nach 2022 vom Sportfest profitieren. Statt der Olympischen Flamme den Garaus zu machen, könnten die Olympia-Gegner ihre Energie aufwenden, um die Initianten in die Pflicht zu nehmen. Sie könnten sich an den Verhandlungstisch setzen und dort ihre Anliegen tatkräftig vertreten. So würden sie Teil einer Vision, ohne ihre Werte zu verleugnen. Ihre Argumente könnten die Olympischen Spiele der Schweiz mitprägen und sie mit Pioniergeist zu einer Visitenkarte Helvetias machen. Oder ist etwa die Aufbruchstimmung in den Alpen versickert, die einst den Schleifentunnel durch das Gotthardmassiv möglich machte?


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Pia Wertheimer ist Redaktorin bei Tagesanzeiger.ch.

97 Kommentarecommentaires zusur “Mangelt es der stolzen Helvetia an Selbstvertrauen?”

  1. max müller sagt:

    das ist wieder einmal ein Vorhaben von dem nur sehr wenige in der CH profitieren und der grosse Rest bezahlt die Zeche. Auch diesmal soll einfach die Alpenregion den Reibach machen die das ganze Jahr über schon subventioniert wird.

    • HansDampf sagt:

      Motzmotzmotz teuer motzmotz wasdaswiederkostet motzmotz!

    • Walter Jegi sagt:

      Sind wir wirklich schon so weit ,dass kein Gemeinschaftsgefühl ,keine Solidarität unter den Bürgern und verschiedenen Regionen mehr existiert? Jeder hat Angst der Andere profitiere mehr als er selbst.Wenn Neid und Missgunst unsere einzigen Werte sind,dann verdienen wir den Zuschlag vom IOC auch nicht,diese Spiele durchzuführen.
      Ich hoffe ,wir senden ein positives Echo an diese Welt und führen diese Winterspiele erfolgreich durch.Alle profitieren indirekt vom guten Ruf unseres Landes. Übrigens,die Alpenregion gibt auch viel, z. B. Wasserkraft und vom Tourismus profitiert auch das Unterland….

      • Richi sagt:

        Lieber Herr Jegi, tut mir leid, aber “guter Ruf”, “positives Echo”, Imagegewinn, etc ist an Plattheit nicht zu überbieten – hatte nach den Winterpielen die USA (Salt Lake) & Italien (Turin) einen guten Ruf oder wird Russland (Sotschi) danach ein positives Image haben? Kommen Sie nicht mit Norwegen (Lillehammer) oder Kanada (Vancouver), denn die hatten schon vorher ein positives Image und einen guten Ruf! Fragen Sie doch die Leute in Britisch Columbia, was übrig geblieben ist von den Spielen: Neben dem SkyTrain werden Sie v.a. höhere Steuern und weniger staatl. Leistungen (Bildung!) antworten!

        • Walter Jegi sagt:

          Richi@. Wie ich schon in anderen Blogs erwähnt habe,plädiere ich für Umweltverträgliche OS. Die Schweiz könnte ein Zeichen setzen, weg vom Gigantismus. Bestehende Pisten ohne neue Erdbewegungen nutzen, Turnhallen oder grosse Zelte für Medienzentren.Kein olympisches Dorf bauen,sondern Container -Wohnräume mieten und viele Sportler privat unterbringen.Wenn das IOC diese,der Umwelt zuliebe, abgespeckte Kandidatur nicht gutheisst, macht sich diese Organisation selbst unglaubwürdig .In diesem Sinne sehe ich für die Schweiz eine Chance,ein positives Echo an die Weltgemeinschaft auszusenden……

          • Peter Christener sagt:

            Schön wäre es wenn das so gehen würde. Ich denke da gibt es Normen die sagen wie diese Sportanlagen aussehen müssen und dann muss doch neu gebaut werden. Die grossen Massen dürften kaum mit der normalen Infrastruktur zu bewältigen sein. Kann mich immer noch erinnern wie selbst in Denver keine Mietwagen mehr zu finden waren als in Saltlake City die OS waren.

    • Eric Cerf sagt:

      Mol mol, wenn vernünftige Bündner den Mega-Schmarren Olympia ablehnen, schimpfen zuerst einmal Ahnungslose, und dann naive Befürworter, die diese Megashow einfach nur “geil” finden. Dass dabei wertvolles Kulturland zu Schanden geritten wird, ist egal. Dazu kommen noch Bauten, die hinterher keine Sau mehr braucht. Die Befürworter sollen doch einmal rund um Turin die Gaga-Bauten der damaligen Olympia besichtigen, da stehen einige noch vergammelt in der Gegend rum. NEIN zu Olympia in GR, ab nach Dubai, dort gibt es bereits ein Eisstadion, doch, doch!

    • Lucas sagt:

      Ach die Unterländer sind doch so Arm, haben keine Durchmesserlinie bekommen, keinen 15 oder 30Min Takt, keine Westtangente, keine Neubaustrecke Olten – Bern, ja sehr arm und die reichen Bergler werden immer reicher und reicher…. so kann das wirklich nicht weitergehen…..

      • Richi sagt:

        Genau, mit Zynismus und ausfälligen Bemerkungen macht man wunderbar Werbung für das Projekt, oder nicht? Und unter uns, die Bündner haben es halt nicht so mit dem Geld und der Nachhaltigkeit: Über 20 Mio. in eine Grossägerei verlocht, die schon nach 3 Jahren in Konkurs war..

        • Walter Jegi sagt:

          Weit unten in diesem Blog schreibt ein Herr Anton Keller ,wie er sich die Realisierung der Olymischen Winterspiele vorstellt.Seine nachhaltigen und überzeugenden Konzepte müssten von der Tagi-Redaktion grosse Beachtung finden und redaktionell aufgenommen und verarbeitet werden.

    • Franz Mueller sagt:

      Was heisst schon “selbstvertrauen”? Vertrauen in ein Projekt, das ausser Bauruinen, eine noch mehr verschandelte Natur, Mega-Mengen Abfall und Schulden nichts, nichts positives hinterlässt? Sämtliche Winter Olympiaden der letzten 20 Jahre entpuppten sich nach Schluss der Spiele als Flop! Deshalb Abbruch der Übung, so schnell als möglich, damit nicht noch mehr gute Steuerbatzen sinnlos den Bach runter gehen können! Dass deshalb ein paar Spekulanten & Planer massiv Stütz verlieren, ist halt ein Risiko mit Nebenwirkungen. Shit happens.

  2. Roger Walser sagt:

    Ich finde es super das Frau Wertheimer sich so toll über diese Kandidatur freut und alles durch eine rosa Brille betrachtet. Natürlich wäre es toll so ein Veranstalltung Gewinnbringend und zukunftsorientier in der Schweiz zu veranstalten. Betrachtet man aber die Realität sieht es anders aus. Die Erfahrung zeigt, das solche Grossanlässe für den Veranstalter unter dem Strich nur Verluste einbringen und die erhofften Langzeiteffekte für den Tourismuss und die Wirtschaft marginal sind.

  3. Markus sagt:

    Selten so viele Platitüden in einem Artikel gesehen.

  4. Erich Meier sagt:

    An vielen bisherigen Olympiaaustragungsorten gab es im Nachhinein nur Verluste und Schulden, die letztendlich der Steuerzahler blechen muss. Für gigantische Stadien und überdimensionierte Hotels gibt es danach keine Nachfrage mehr. Auch dass nachher mehr Touristen kommen sollen, ist eine Mär. Diese werden vielmehr die durch Mega-Bauten verunzierte Landschaft meiden. Daher sollte nicht aus kurzsichtigen Gewinnhoffnungen und Prestigedenken heraus eine Olympiade angestrebt werden.

    • hugo sagt:

      Viele haben Verlsute geschrieben? Fragen wir umgekehrt: Nennen Sie mir EINE Olympiade, egal ob Sommer oder Winter, welches keinen Verlust hatte? Einer Sommerolympiade kommt es zu gute, dass die Infrastruktur fuer alle gebaut wird. Im Winter nur fuer die Betuchten.

    • Dominik Friedli sagt:

      “gigantische Stadien!,Megabauten!” also bitte Herr Meier, sie werfen der Kandidatur Grössenwahn vor,und selber schmeissen sie verbale Superlativen durch die Gegend, dass man annehmen muss, handfeste Argumentation seien nicht so Ihr Ding.Es ist allerdings so, dass jedem in unserem Land der auch nur im Ansatz an grosse, ambitionirte Sachen denkt, gleich mit der Klapsmühle gedroht wird. Sie mögen auf diese Hosenscheissermentalität stolz sein, ich jedenfalls nicht. Aber vermutlich wollen sie mir jetzt das Auswandern schmackhaft machen, oder ?

  5. Sabrina sagt:

    Auch wenn ich für eine Winterolympiade in der Schweiz bin, kann ich die “Nein-Sager” verstehen. Mit der unaufhörlichen Zuwanderung und dadurch stetigen Zunahme der Bevölkerung wird der (grüne) Boden immer rarer, die Mieten steigen, der ÖV ist überfüllt (und wird immer teurer), in den Strassen steckt man im Stau und nun will man noch diese Olympiade, mit all ihren negativen Erscheinungen. Aus meiner Sicht sollte man das eine und das andere trennen, aber ich verstehe diejenigen die das so nicht wollen.

    • Simon Schenker sagt:

      Liebe Sabrina, Du möchtest das eine und das andere trennen, vermischst aber selber eine Olympiade mit dem Freizügigkeitsabkommen und so weiter. Ein Widerspruch in sich selber. Trennen wir also das ganze wirklich. Die CH möchte eine Nachhaltige Olympiade, dies ist möglich, sogern der stets beschworene und sogar in der Welt geschätzte Pioniergeist der Schweiz nicht völlig verloren ist. Und ich würde behaupten, nein, das ist er nicht. Anstatt jetzt einfach nur laut NEIN zu brüllen und sich stur zu stellen, besteht die grosse Möglichkeit, dass sich ALLE an einen Tisch setzen und Lösungen finden.

  6. Ruok Admundsson sagt:

    Es ist mir unverständlich, wie man in Zeiten, in denen die Gemeinwesen aller drei Stufen den Gürtel enger schnallen müssen, überhaupt auf die Idee kommen kann, einen solchen Grossanlass mit ohnehin umstrittener nachhaltiger Wirkung durchführen und vor allem mit Steuergeldern finanzieren zu wollen. Olympische Spiele waren noch nie selbsttragend und die Allgemeinheit zahlte an sämtlichen Durchführungsorten stets einen hohen Preis. Da stecken wir doch lieber eine Milliarde in nachhaltigere und zukunftsträchtigere die Bildungsprojekte gesteckt! Die dienen dem Standort Schweiz mehr.

  7. Matthias Bloch sagt:

    Man könnte sich vorstellen, die Milliarde an andere, wirklich innovative Projekte zu verteilen. Auch die Förderungen von Randregionen ist in Ordnung. Aber bitte – und hier passt das Wort in meinen Augen – nachhaltig.
    Um bei Ihrem Beispiel zu bleiben: Man stelle sich vor, der Gotthardtunnel wäre für die Gebrauchsdauer von einigen wenigen Wochen erstellt und anschliessend als Weinkeller benutzt worden.
    Olympische Spiele sollten im Turnus an die selben Orte vergeben werden. Wie Skiweltmeisterschaften, z.B.

    Die Bereicherung Einzelner auf Kosten der Steuerzahlenden ist nicht zu fördern.

  8. Alissea sagt:

    Wurde dieser Politblog mit einer Mutpille geschrieben?
    Oder gehört sie zu den Personen, die gerne nach St. Moritz oder Davos in die Ferien kommen, aber noch nie dort wohnte? Und deshalb nicht wissen, wie trist es bereits jetzt ausserhalb der wenigen Wochen Hochsaison ist? Und deshalb denken, man solle für eine kurze Hochsaison noch mehr Infrastrukturen schaffen, damit die lange Nebensaison für die Einheimischen noch unerträglicher und unbezahlbarer wird? Hauptsache es stehen genügend Unterkünfte bereit für die Unterländer während der visionären Olympiade. Warum nicht Olympia Zürich & GR?

  9. Aeschbacher Thomas sagt:

    Die Schweiz kann das Geld anders nutzen, es gibt genug finanzielle Baustellen, allerdings ist dieses Geld in der Schweiz auszugeben! Dass solche Grossanlässe nicht nachhaltig sind, haben zahlreiche Spiele gezeigt. Und überhaupt: der Schweizer und speziell die Bündner dürfen bezahlen, an den Spielen teilnehmen, sprich Tickets beziehen, ist dann den Politikern, Sponsoren und Grosskapitalisten vorbehalten. Dass die Budgetzahlen sowieso geschönt sind, weiss heute auch jeder der noch bei Verstand ist. Fazit: Spiele für eine Minderheit, die “richtigen” Fans sind gar nicht zugelassen. Pfui!

  10. Anton Schneider sagt:

    Frau Wertheimer, haben Milliarden für Olympia Priorität? KEINER hätte etwas gegen Olympia – aber der Preis ist zu hoch, es noch mehr um Geld, um sehr sehr viel Geld. Es ist ein leichtes, von den Idealen, von Pioniergeist etc. zu sprechen, solange die Befürworter andere in die Pflicht nehmen? Für Olympiaveranstalter geht es um PRESTIGE. Teilen Sie die Kosten durch den Beitrag ihrer Steuerrechnung… wie viele Wertheimers braucht es dafür? Oder denken Sie auch, die anderen sollen doch mehr? Das Hobby Olympia ist unnütz und zerstörerisch – wo bitte soll hier Pioniergeist liegen?

  11. Philipp Rittermann sagt:

    die schweiz legt schon in der politik den hang zum grössenwahn-offen, (u.a. kyoto-protokoll). nun wird der gigantismus auch hier gepflegt mit verheerenden auswirkungen auf die natur. der bündner olympia-lobby gehts rein um die kohle. wenn die das schon wollen, sollen sie es aber gefälligst selber berappen und nicht beim bund betteln gehen. meines erachtens ist der gesamtaufwand hier weitaus grösser als der ertrag. und nach einem jahr spricht niemand mehr über die olympiade in der ch. das ganze ist nicht nachhaltig und wir sollten die finger davon lassen.

  12. Ralph Geh sagt:

    Grosse Würfe zeichnen sich durch ein hohes Mass an Qualität und Nachhaltigkeit aus. Olympische Spiele hatten das früher. Heute nicht mehr. Die Spiele sind eine Massenkarawane, die alle vier Jahre ihre Zelte an einem anderen Ort aufschlägt. Es gibt keine Nachhaltigkeit mehr. Die Olympischen Spiele sind nur noch eine Geldmaschine für einen steuerbefreiten kleinen Zirkel. Deshalb hat es auch Grösse, da nicht mitzumachen und auf eine Kandidatur zu verzichten. Die dafür vorgesehenen Mittel können sinnvoller eingesetzt werden.

  13. Silvie sagt:

    Für wen eine grosse Chance? Für ein paar Abzocker, die grosszügig von Steuergeldern gefüttert werden. Ich hoffe, dass die Bündner sich nicht blenden lassen.

  14. Mark Meier sagt:

    Frau Werthmeier, haben Sie auch denn Mut, bei den finanziellen Aspekten etwas genauer hinzuschauen?

  15. sepp z. sagt:

    Frau Wertheimer, Mutig ist es, NEIN zu sagen, und nicht einfach alles abzunicken und den Steuerzahlern die Kosten aufzubürden.

  16. Romeo Study sagt:

    Wenn die reiche Schweiz, mit der perfekten Kulisse unserer Alpen, das nicht fertig bringt, wer dann?
    Wäre es nicht überfällig, dass wir für unser leider angeschlagenes Image etwas Gutes tun?
    Können wir unser kleinkariertes Denken überwinden?

    • Karl Renner sagt:

      Sie argumentieren mit reinen Klischees, dies scheint mir viel kleinkarierter zu sein.

    • Lennart Kirill sagt:

      Wenn der einzige Weg um unser nationales Image aufzubessern, darin besteht einen pompösen Grossanlass für die Reichen dieser Welt mit Schulden auf Pump zu finanzieren dann gelte ich lieber als kleinkariert und geizig und halte dafür weiterhin die Grenzen offenen für die Arbeitssuchenden aus den Krisenländern der EU. Deren Dankbarkeit für eine Arbeitsstelle bei uns macht mich stolzer als eine Olympiade und ist eine nachhaltigere Investition in das Image dieses Landes.

  17. Urs sagt:

    Nein Sager… ?! Mehr nicht …!? Wo doch das IOC und das ganze Drumherum bisher in jedem Land zweifelhafte Ruinen hinterlassen haben? Ein Aufwand und verschleiss von Ressourcen für 10 Tage Profite scheffeln die noch dazu von Steuern befreit sind, so wie die aller anderen Akteuere, also organisatoren, Auftragnehmer, Sportler Lieferanten etc.? Wer also bezahlt am Ende die Spiele und wer hat die Ruinen am Hals und wer die Profite? Keine Spiele solange hier nicht jeder gleich am Profit/Loss und Risk beteiligt ist.. inkl. dem IOC und den paar grauen Eminenzen ganz oben…

  18. Milesi sagt:

    Das IOK ist eine Organisation, die mafiaähnliche Züge aufweisst. Die zahlen keine Steuern, kassieren gross ab und das Defizit wird dem Mittelstand aufgebrummt.
    Nimmt mich ja Wunder, wie man sich eine Olympia-fahrspur von Davos nach St. Moriz vorstellt zu bauen. Nachhaltig ist was anderes. Ich hoffe dass die Mehrheit der Bündtner dem IOK und den Politikern die rote Karte zeigt.

    • Urs sagt:

      Hier ein Bericht auf ria.ru
      IOC: Die Weltherrscher des Sports
      “…Das Internationale Olympische Komitee (IOC) ist bei den Spielen in London nahezu in allen Bereichen präsent – egal ob es sich um Politik, Geschichte, Soziale Netzwerke oder Medizin handelt. Kann dieses supranationale, unkontrollierbare Monstrum überhaupt reformiert werden?…”
      http://de.ria.ru/opinion/20120801/264105279.html

  19. Stefan sagt:

    Der unglaubliche Erfolg der Schweiz basiert auf möglichst neutraler Zurückhaltung/Bescheidenheit, Konsensvertrauen und dem Geschick des Kaufmanns. Der Kanton Neuchâtel weist die pro Kopf höchste Dichte an Bundesräten auf: Ausdruck einer Konsensorientierten Zurückhaltung mit einer neutralen Selbständigkeit. Der Kanton ist zweisprachig, verbindet zum Beispiel Genauigkeit und Eleganz – Stärken unserer verschiedenen Kulturen. Didier Burkhalter, Neuenburger, repräsentiert diesen Typ Mensch. Genau diese Zurückhaltung müssen die Banken, schlicht alle wieder einnehmen. Darauf müssen wir stolz sein.

  20. Tom sagt:

    Soll nun die Bearbeitung der Bevölkerung an Nebenschauplätzen mit Emotionen durchgeführt werden?
    Statt das wirkliche Problem anzusprechen, wird x Mal die Kunstfigur Helvetia bemüht, mit dem Sportsgeist sollen unsere hochfliegenden Gefühle angesprochen werden.
    Die Gegenargumente seien folgende: “eine Nummer zu gross” oder “nicht umweltverträglich”.
    Unser wirkliches Argument spricht Frau Wertheimer jedoch nur verschlüsselt an. Sie nennt es “eine grosse Kiste”. Weshalb nicht offen ansprechen, dass Milliardendefizite heutzutage nicht drin liegen?

  21. Karl Renner sagt:

    4,5 Mia, am Schluss zumindest 6 Mia mit zusätzlichen Folgekosten für überdimensionale Sportanlagen, ohne jegliche Nachhaltigkeit. Gigantismu,s der der Schweiz nichts bringt, sondern im Gegenteil noch schadet.

  22. Levin sagt:

    Finde ich einen sehr tollen Beitrag. Ich bin ebenfalls der Meinung, dass sich die Schweiz nicht immer so klein machen sollte, wie sie flächenmässig ist. Wir haben viel zu bieten und eine Olympiade wäre doch etwas grossartiges. Aber irre ich mich oder waren nicht schon einmal Olympische Winterspiele in der Schweiz?

  23. Hans Last sagt:

    “Visionen, Schweiz als Produkt, grosse Aufgabe”: Sicherlich kann man mit einem solchen Mega-Anlass sein Land international etwas positionieren. Aber sind wir doch ehrlich: Praktisch alle Anlässe in dieser Grössenordnung sind hoch defizitär. Was sollen wir ausgerechnet jetzt in wirschaftlich schwierigen Zeiten solch einen Monsteranlass bei uns organisieren? Die einzigen, die wirklich (und nur kurzfristig) profitieren sind die Bauunternehmer und die Hotelliersin der Region . Der Rest der Bevölkerung hat wenig bis nichts davon. Abgesehen davon, dass er es mitfinanzieren muss. Daher: Nein danke.

  24. Meyerhans sagt:

    Wenn man 60 Mio ausgeben muss, um ein IOK zu überzeugen, dass man die Anlagen und Infrastruktur für die Spiele schon hat und diese nur etwas erneuert und ausgebaut werden müssten, so geht doch die Rechnung nur schon für die Kandidatur nicht auf. Die Vision kann auch sein: 14 Tage im Rampenlicht, Jahre danach an den Schulden kauen. Andere Austragungsorte haben das schon eindrücklich erlebt. Und das muss für uns ja nicht ein herausforderndes Ziel sein.

  25. Herr Lampart sagt:

    vielleicht denken viele schweizer einfach pragmatisch. die finanzierung eines solchen events ist in zeiten von eurokrise etc. einfach nur dekadent… und wie die zeit schon immer sommer prognostizierten, könnten die spiele in england die letzten “freien” spiele gewesen sein..
    http://www.zeit.de/2012/31/01-Olympia-London/seite-2

    • Stefan Joesler sagt:

      Dekadent ist vielleicht auch die Kurzsichtigkeit nicht zu erkennen, dass es wenige andere Orte gibt, wo Winterolympiaden mit einem kleineren ökologischen Fussabdruck veranstaltet werden könnten. Vielleicht tut der Schweizer der ganzen Welt einen Gefallen, wenn er hier in die Tasche greift und damit eine Wiederholung des Szenarios von Sochi vermeidet.

  26. Heinz Butz sagt:

    Die voraussichtlichen Kosten werden auf 4.5 Milliarden Franken geschätzt. In Wirklichkeit werden es aber erfahrungsgemäss sicher 50% mehr, also 7 Milliarden. Wer bereit ist einmal 20% Bundes-Steuern mehr zu bezahlen kann sich mit dem Gedanken befassen die Spiele zu unterstützen, wer nicht, sollte sich als Befürworter zurückziehen. Wie sieht das bei Ihnen aus Frau Wertheimer, sind Sie bereit?

  27. Hansli sagt:

    Teurer Spass für nichts. 4,5 Milliarden sind zudem viel zu wenig, da muss mehr geklotzt werden. Ich bin jedoch nicht bereit auch nur einen Rappen dafür zu verschwenden.

  28. Edgar Wibeau sagt:

    Frau Wertheimer, wie naiv sind sie. Auch als absoluter Sportfan (aktiv und passiv) sage ich ihnen, olympisches Spiele sind nicht nachhaltig (ausser in den jährlich wiederkommenden Unterhaltskosten für ungebrauchte Sportanlagen), olympische Spiele sind ein Hort der Korruption und Abzocke (da nützt es auch nichts, wenn man die Gegner sich mit den Befürwortern an den Tisch setzen, dann werden nur beide vom IOC über diesen gezogen). Nein Frau Wertheimer, als Journalistin sollten sie gegen die Missstände im Sport ankämpfen (Doping, Korrupition, Betrug) und sich nicht als PR-Schreiberin betätigen.

  29. Richi sagt:

    Liebe Frau Wertheimer fragen Sie doch mal die Einwohner in Vancouver, B.C. was von den “Visionen”, den freigesetzten “Energien” und den “motivierten” Innovationen zurückgeblieben ist? Vor allem höhere Steuern auf unabsehbare Zeit und Leistungsabbau bei der öffentlichen Hand, insbesondere bei der Bildung. Infrastruktur gab’s dort ja auch schon (Stadien, Whistler). Man wollte auch hier schon die „grünsten Olympischen Winterspiele“ veranstalten und ist komplett gescheitert. “Awareness” (od. Vision, wie Sie es nennen), ist im Marketing die Entschuldigung, wenn eine Kamapgne nichts gebracht hat!

  30. Walter Jegi sagt:

    Frau Wertheimer,Sie sprechen aus meinem Herzen. Dieser Internationale Anlass ist “die Chance”, unser weltweit angeschlagenes Image ,nach Bankskandalen und Rosinenpicker -Image ,der Weltgemeinschaft zu beweisen,dass wir als kleines Land Grosses leisten können und fähig sind ,diese Winterolympiade auszuführen. Beweisen,dass wir nicht nur kleingeistlich auf uns Selbst fokussiert sind ,sondern der Welt etwas zurückgeben wollen, gerade weil es uns im internationalen Vergleich so gut geht.Ich sehe eine Bewerbung um diese Winterspiele deshalb fast als moralische Verpflichtung.Wir können das stemmen!

    • Karl Renner sagt:

      Dies ist wie ein bla bla bla aus einer Kochanleitung.

      • Christian Weiss sagt:

        Ich finds kleingeistig, wenn man nach jedem Anrempler aus dem Ausland gleicht glaubt, kuschen zu müssen und eine Wir-sind-Kumpel-und-ganz-nette-Leute-Kampagne zu fahren. Olympische Spiele fürs Image? Nein Danke! Wenn überhaupt Olympische Spiele, dann, weil wir Schweizer uns ein solches Fest leisten wollen und die besten Wintersportler live vor Ort anschauen und anfeuern wollen. “Image”, “Werbung nach Aussen”, “Grosses leisten”… alles hohle Floskeln, die Diktaturen und andere Failed States brauchen, weil sie den ganz normalen Alltag nicht auf die Reihe kriegen. Hat die Schweiz nicht nötig.

  31. Gion Saram sagt:

    Steuern die wir alle bezahlen müssen, sollten auch zum Nutzen der Allgemeinheit ausgegeben werden. Ich sehe absolut keinen Mehrwert für die Allgemeinheit an einem 5 Mia. Anlass der 3 Wochen dauert und nur Bauruinen hinterlässt. Von mir aus sollen Banken und die Pharmaindustrie so einen Anlass finanzieren und dann heisst das Ding halt UBS-CS-Novartis Winterolympiade. Meine Kinder sollen nicht später für die Schulden meiner Generation gerade stehen müssen, sondern als freie Menschen leben können. Ich möchte ihnen ein griechisches Schicksal möglichst ersparen das würde mich wirklich stolz machen.

  32. Dan Bourque sagt:

    Mit Mut hat das nichts zu tun. Olympische Spiele sind ein gigantisches Verlustgeschäft, sparen wir uns diese Milliarden.

  33. Nic Barandun sagt:

    Was ist das nur für eine kleinliche Argumentation? Nur weil man es kann, muss etwas noch lange nicht tun. Ich bin überzeugt, dass die Schweiz fähig ist, eine Olympiade auf die Beine zu stellen. Aber ist das ein Grund, ein nicht nachhaltiges Projekt durchzuboxen? Mir gehen diese Kleingeister langsam auf den Wecker, die immer wieder verlangen, die Schweiz müsse eine Olympiade, eine Landesausstellung am Gotthard eine EM etc. durchführen, um wem auch immer was auch immer zu beweisen. Haben wir das nötig? Nein.

  34. Walter Boshalter sagt:

    Selbstverständlich ist der Anlass defizitär, so what. Wenn ich sehe, welcher Schwachsinn teilweise durch die öffentlichen Finanzen auf allen drei Ebenen Bund/Kanton/Gemeinde subventioniert wird, sagt mir dies dass genug Geld auch für olympische Spiele rumliegt. Nachhaltigkeit und Naturschutz? Davos und St. Moritz brauchen das nicht, sie sind gebaut. Kleine, hässliche Städtchen in den Alpen wo man nicht mehr viel kaputtmachen kann. So gesehen gereichen die Spiele zu internationalem Renomee und positiver Stimmung. Mich jedenfalls würde es freuen.

  35. Nicole Wermelinger sagt:

    Wenn der Bundeshaushalt einen 5 Mia Ueberschuss aufweisen würde, die Staatsschulden vollständig beglichen wären und die Finanzierung der IV und der AHV auf die nächsten 30 Jahre vollständig gesichert wäre, dann würde in der Tat nichts dagegen sprechen, dass sich die Schweiz mal so eine Megasause leisten würde. Leider sind aber all diese Bedingungen bei weitem nicht erfüllt und deshalb sollten wir dieses Projekt den leichtsinnigeren Nationen überlassen. Oder besser gesagt den Nationen in den denen die Bürger nichts zu melden haben.

  36. Jürg Schweri sagt:

    Vorher blinde Euphorie – nachher gewaltiger Katzenjammer!
    Sponsoring Milliarden für das IOK – Infrastrukturmilliarden für den Steuerzahler!
    Beton für die Spiele – Zerstörung für die Umwelt!
    Überrissene Hotelpreise an Olympia – Vertriebene Gäste und Bundessubventionen für Hoteliers danach!
    Es scheint, dass alle KommentrschreiberInnen etwas mehr Weitblick haben als die unbedarfte Autorin des Artikels.

  37. Thomas Steffen sagt:

    Die Schweiz sollte den Mut haben bei so einem irrsinnigen Sportanlass nein zu sagen. Bringt mir ein Land, welches unter dem Strich von den Olympiaden (finanziell) profitiert hat ? Die meisten knabbern heute noch an den Mehrausgaben. Zudem scheint jede nächste Olympiade zu meinen, sie müsse noch grösser, noch spektakulärer sein. Das Budget wird nie und nimmer eingehalten. Das wird ein Fass ohne Boden. Klar sind die GR dafür. Der brökelnde Tourismus zehrt hart am Kanton. Mit einer Olympia lösst sich dieses, funtamentale, Problem jedoch nicht.

  38. Eva Wüthrich sagt:

    Viel zu teuer! Nachhaltigkeit? Vonwegen! Darum: keine olympischen Winterspiele in der Schweiz!

  39. Hans Maag sagt:

    In einem Land, in dem bald ein Viertel der Bevölkerung, Jugendliche eingeschlossen, übergewichtig ist, sollte der Sport anders gefördert werden. Mega-Anlässe wie die Olympiade freuen vor allem Fernsehsportler und ihre Bier- und Chipslieferanten. Finanziell sind sie interessant für die Profiolympiker im IOK. Schaden tun sie der Natur und dem Portefeuille des Steuerzahlers. Stecken wir die 4 – 6 Milliarden lieber in die Forschung, bringt langfristig mehr.

  40. Christoph Rast sagt:

    und was ist übriggeblieben von:
    Vancouver, Turin, Salt Lake City, Nagano, Lillehammer, Albertville, Calgary usw?
    Nichts ausser Schulden und Ruinen!

  41. Peter Müller sagt:

    Wie kann man auch nur so naiv sein und an diesen Etikettenschwindel zu glauben, dass es möglich sei kleine nachhaltige umweltfreundliche Olympischen Spiele zu organisieren die auch noch nur 1 Milliarde Defizit verursachen. Die Olympischen Spiele ist wieder einen Präzedenzfall von Inequality unser Gesellschaft der Steuerzahler soll für die Party von den anderen bezahlen und der darf höchsten am Fernsehen die Wettkämpfe mitverfolgen. Tickets gibt es nur für Sponsoren oder werden für den Steuerzahler so teuer sein, wie in Vancouver

  42. Michael W. sagt:

    Natürlich würde die Schweiz alles besser machen als die vergangenen Austragungsorte und hätte die Finanzen von Anfang an im Griff, so wie alle vorherigen Veranstalter jeweils behauptet haben! Allein mir fehlt der Glauben!!!

  43. iskra sagt:

    Kaum zu Glauben:
    Bevor das Bündner Stimmvolk “Ja” gesagt und das Parlament zugestimmt hat, meldet sich Verteidigungsminister Maurer: “Der Bundesrat hat sich bereit erklärt eine Defizitgarantie von 1 Milliarde Fraken zu übernehmnen.”
    Dümmer gehts nümmer !

  44. Andreas Tase sagt:

    Frau Wertheimer sei die Lektüre des Artikels im Bund empfohlen: Perspektiven: Die olympische (Schnaps-)Idee und vielleicht noch ein Blick in die Archive betreffend das Fiasko um Athen 2004, ein Mitauslöser der Finanzkrise um Griechenland. Es hat nichts mit Nationalstolz zu tun (ich bin selbst ein grosser Patriot), sondern rein mit einem ökonomischen Unsinn.

  45. marcel sagt:

    Solange die Einnahmen bei grossen Veranstaltungen in die Tachen einiger weniger Profiteure (FIFA, UEFA, IOC, usw) abfliessen, die Ausgaben (Sicherheit, Infrastruktur usw) hingegen an die Allgemeinheit delegiert werden, werden solche Spiele immer Probleme haben, in aufgeklärten demokratischen Staaten akzeptiert zu werden, speziell, wenn diese Profiteure im Ausland beheimatet sind. Und zwar zurecht. Man soll nicht Mut mit Dummheit verwechseln, oder noch schlimmer, sein persönliches Interesse über das der Bevölkerung stellen.

  46. Hannes Müller sagt:

    Ich find’s auch schön, wenn andere mir die grossen Würfe bezahlen.

  47. Mark O. Vischer sagt:

    Warum wird das Klischee vom kleingeistigen Schweizer, der keine “grossen Würfe” verträgt, stets von kleinwürfigen Schweizern vorgetragen, die keinen grossen Geist haben bzw. den “olympischen” als einen solchen missverstehen? Das kann doch kein Zufall sein. “Pioniergeist der Sportler?” Freunde, schont mein armes Zwerchfell!

  48. hans sagt:

    liebe fr.w. die einwohner des kanton bern haben dieses jahr eine halbierung der autosteuer beschlossen. das heisst jetzt nicht, dass weniger strassen gebaut werden, nein. wir sparen unseren kinder den werk und turnunterricht weg, wir sparen in der lehrerbildung und dem ÖV. weiter muss die schweiz wegfallende steuern der unternehmen in milliardenhöhe einsparen. wir müssen die infrastrukturausbau für die zuwanderer für die wirtschaft finanzieren. ES HAT KEIN GELD FÜR OLYMPIA. ausserdem ist olympia eine schöne marketingshow aber bringt nachweislich langfristig nicht mal dem lok. gewerbe was.

  49. Fabien sagt:

    Nachdem der Ringier-Laden aus total uneigennützigen Motiven die Werbetrommel rührt, fühlt sich wohl die Tamedia genötigt, ebenfalls als Lobbyistin auf die Bühne zu treten. Frau Wertheimer, so blauägig, wie sie sich geben, sind sie nämlich gar nicht.

  50. Dr. Amiel Piwko sagt:

    Die Vergangenheit hat gezeigt, dass Sportgrossanlässe keine nachhaltige Wirkung zeigen. Gewisse Gewerbe können sicher kurzfristig profitieren, aber die vom Bundesrat zugesagte Defizitgarantie zeigt doch, dass schlussendlich der Steuerzahler zur
    Kasse gebeten wird und wieder einmal zahlen müsste. Es ist doch so, dass einige profilierungsgeile Leute sich gerne wieder einmal
    eben , profilieren möchten. Also 3 mal nein. Man könnte dieses Geld sicher sinnvoller investiren, wie gesagt, dass eine nachhaltige Wirkung dabei herausschaut.

  51. Alain Michel sagt:

    Was hat denn Olympia bitte mit PIONIERGEIST zu tun? – die Winterspiele wurden bereits über 20 Mal durchgeführt, davon zweimal in St. Moritz. Ich kann an einer ewig (fast) gleichen Massenveranstaltung nun wirklich NICHTS pionierhaftes erkennen. – Wenn schon dann sollte Deutschland bald wieder die Möglichkeit erhalten die Spiele auszutragen. Schliesslich hatten sie das letzte Mal keine faire Chance sich in einem “günstigen Licht” zu präsentieren.

  52. imre sagt:

    können wir uns vielleicht einmal darüber verständigen, was wir aus der perspektive eines landes als “grossen wurf” oder mutige “vision” bezeichnen wollen? etwa olympische winterspiele…?

  53. ueli keller sagt:

    Schön, dass der Bundesrat soviel Geld übrig hat. Entweder machen die Olymiakantone ein Defizit, das wir Unterländer dann wieder ausgleichen dürfen, oder sie kassieren Millionen, von denen wir Unterländer nichts sehen werden. Den zusätzlichen Fluglärm aber, den haben wir in jedem fall.

  54. Sven Ledermann sagt:

    Ich verstehe nicht, wie unsere Politiker und Wirtschaftler (unter anderem auch Politblog-Schreiber) es befürworten können in einer Zeit, in der man Geld sparen und ein neues Budget aufstellen sollte, noch mehr Geld auszugeben.
    Man sieht wieder klar, dass ein kleiner Zirkel von kapitalistisch veranlagten Profitnutzern die heimische Bevölkerung dazu treibt, ihr Geld zu investieren. Selber aber wollen sie keinen Rappen daran geben. Dass Personen wie Frau Wertheimer dies noch unterstützen, versteh ich ganz und gar nicht. Oder denken Sie wirklich, dass nachhaltiger Tourismus dabei herauskommt?

  55. Mozartino sagt:

    Offenbar sind Sie noch sehr jung Frau Wertheimer : 1928 und 1948 wurden die “Olympischen Winterspiele” in St,Moritz ausgetragen ….!!! Was jetzt erstaunt, dass allein für die Kanditatur 60 Millionen aufgewendet werden müssten … tz tz tz …!!!
    In welche Taschen verschwinden denn diese Millionen ? 4 – 5 Milliarden würden besser in die AHV investiert, dann würde die absurde Idee bis zum 67. Altersjahr zu arbeiten, hoffentlich wieder begraben ! Allenfalls könnten Sie ja die 300 reichsten Bewohner unseres Landes um die Finanzierung bitten, da sind genug Milliarden vorhanden … !!!

  56. Gerda Schuurman sagt:

    Ich habe den Artikel gelesen, kann aber kein Vorteil für die Schweiz. Bevölkerung darin finden. Persönlich finde ich die Olympische Spielen schlecht. Denn sie sind wirklich zu teuer und umweltunfreundlich. Tatsache ist, dass die CH während den Spielen etwas mehr in die Media erwähnt wird. Was dann eigentlich Werbung ist, aber viel zu viel kostet. Nein! Keine Olympische Spiele! Weil unrendabel für die CH.

  57. Gerda Schuurman sagt:

    Laut Leserkommentare sind wieder mal die Bürger schlauer als deren “Führer”. Freut mich, soviel geschriebener Vernunft zu lesen!

  58. Laura B e e r sagt:

    Olympia – Si La
    Besuche bei Wikipedia ” Sochi” und mache sich dazu einige Gedanken.
    Unvorstellbar , diese Winterspiele in den Bezirken Maloya und Prättigau -Davos durchzuführen.
    Kurz wäre der Wahn – 14 Tage . That`it
    Bitte Si La -unsere Nachfolger werden es uns danken

  59. Walter Kunz sagt:

    Fremden kommentarlos laufend Geld hinterher zu schmeissen ist, in Anbetracht
    des dem Staat auferlegten Sparauftrages, bestimmt keine besondere Leistung?

  60. Rene R. Meier sagt:

    Auch die Olympischen Spiele in Athen haben positive Wirkung hinterlassen. Was für ein Dumbi muss man sein, dem Maurer seine ohnehin schon wiedergekauten Sprüche nochmals nachzuplappern.

  61. Jan Holler sagt:

    Die Argumente pro Olympia erschöpfen sich in einem Appell ans Selbstvertrauen und an den Nationalstolz. Das reicht nicht. Selten einen so lauen Artikel gelesen. Etwas mehr Mühe hätte sich die Autorin schon geben können.

  62. Markus sagt:

    Ich finde die NEAT einen ziemlich grossen Wurf, und die Berichterstattung in ausländischen Medien zum Gotthard-Durchstich zeigte, dass dies auch andere Länder so sehen. Von wegen die Schweiz traut sich nichts mehr zu.

    Mir scheint, mit der kuerzlichenSki-WM in St. Moritz, Engadiner Ski-Marathon und dem FIS Weltcup Finale in der Lenzerheide ist Graubuenden bei den Wintersportlern schon jetzt ein Begriff. Wird irgendjemand ins Engadin in die Ferien fahren, nur weil dort mal Eiskunstlauf-Medaillien vergeben wurden?

  63. Anton Keller sagt:

    Die Versprechen “klein, weiss und grün” sowie die angesagten Ziele “Nachhaltigkeit, Innovation
    und Vermächtnis” stehen im Gegensatz zu den Tatsachen der vergangenen Spiele. Um für den Souverän dennoch
    glaubwürdig und mehrheitsfähig zu werden, müssen diese Attribute von Anfang an nachvollziehbar sein,
    und muss das national einende und mobilisierende Vorhaben von einer politisch, gesellschaftlich und wirtschaftlich
    kritischen Masse mitgetragen werden. Dies bedingt den Einbezug der Umweltverbände, welche in den meisten Punkten
    ihrer Kritik überzeugen (www.solami.com/2022.htm)

  64. Anton Keller sagt:

    Die damit aufgezeigte politische Dimension macht eine auf höchster Ebene zu führende dezidierte und nachdrückliche Vertretung der Schweizer Grundanliegen unabdingbar. Dies auch und besonders gegenüber einem IOC, welches – bei einem routinemässigen freien Lauf der Dinge – in die statutenwidrige Richtung des bankenähnlichen und sich selbst zudienenden Gigantismus tendiert (und wozu die derzeitige Rechtsgrundlage – Art.60 ZGB – ohnehin recht fragwürdig ist: http://www.solami.com/2022.htm) .

  65. Anton Keller sagt:

    Nicht Konzentration der Veranstaltungen auf Graubünden ist anzustreben, sondern Verteilung auf die Kantone Graubünden, Tessin, Uri und Wallis: von Sitten bis nach Samedan, von Ambri bis nach Göschenen. Die Austragungsorte sind unter Beizug der am Vernehmlassungsverfahren teilnehmenden Umweltschutzorganisationen und unter der Schirmherrschaft von Swiss Olympic nach den Geboten des Umweltschutzes, der Nachhaltigkeit, den besonderen Bedürfnissen der Bergbevölkerung und dem Vorrang des öffentlichen Verkehrs festzulegen.

  66. Anton Keller sagt:

    Für die Beherbergung ist wesentlich auch auf den Bestand an Zweitwohnungen zurückzugreifen. Und für die
    Eröffnungs- und Schlussfeiern sind keine besonderen Stadien zu errichten, sondern es sind die alpinen Besonderheiten –
    z.B. Matterhorn – u.a. mit Lichtspielen in den Fokus zu bringen.

  67. Anton Keller sagt:

    Die Integration aller Austragungsorte durch die Alpenbahnen und deren freizügige Benutzung durch die Besucher ist Wesensmerkmal und Marketing-Schwergewicht dieser Alpen-Olympiade. Dahingehend soll der NEAT-Anschluss mit einer ausgebauten Porta Alpina zumindest via Sedrun und über den Operalp-Pass und den Furkatunnel sichergestellt werden. Für eine lawinengeschützte Verbindung zwischen Graubünden und Uri anerbietet sich zusätzlich ein optionaler Horizontalstollen vom Porta Alpina-Schacht nach Andermatt.

    • Christian Weiss sagt:

      Es wäre gut, wenn die Porta Alpina wieder mal aus den Köpfen der Leute verschwinden würde. Wenn hunderte Millionen von Franken dafür aufgewendet werden, dass ein abgelegenes Bergdorf eine Haltestelle kriegt und dabei auch noch die Durchlasskapazität des Gotthard Basistunnels Flöten geht, dann ist das volkswirtschaftlicher und infrastrukturpolitischer Unsinn.

  68. Anton Keller sagt:

    Der weltweit einzigartige und ausserordentlich resonanzstarke NEAT-, Porta Alpina- und Alpenbahn-Hintergrund der hier skizzierten Alpen-Olympiade ist eine weit über die Spiele hinaus werthaltige Visitenkarte. Unter den gegebenen Umständen kann auch damit gerechnet werden, dass bei sorgfältigerer und zweckmässigerer Handhabung unserer Hoheitsrechte ausländische Investoren zur Mitfinanzierung dieser dauerhaften Bahnzusatz-Infrastrukturen gewonnen werden können – quasi in Erinnerung an die Schweizer Pionierinvestitionen beim damaligen Bau der russischen Eisenbahnen.

  69. Anton Keller sagt:

    Die besonders auf dem Finanz- und Werkplatz Schweiz um sich greifenden Schwierigkeiten dürften in den nächsten zehn Jahren noch zunehmen. Die Gesellschaft, die Wirtschaft und das Selbstwertgefühl der Bürgerinnen und Bürger werden darunter leiden. Umso bedeutungsvoller und allseits gewinnbringender wäre da ein die Eigenständigkeit betonendes gesamtschweizerisch getragenes Vorhaben. In diesem Sinne ist unsere Kandidatur für die Alpen-Winter-Olympiade 2022 zu begrüssen.

  70. Alfred Siffert sagt:

    Warum kann eigentlich nicht auf der Steuererklärung noch ein weiteres Blatt drann sein: mit Kreuzchen für Kampfjet, OLYMPIA, Armee, Kirche, Int. Entwicklungshilfe etc. Dann zahl ich paar Tausend weniger Steuern, nämlich für Bildung, Polizei, Schulen, ein effiziente Verwaltung, Strassenunterhalt. Und die paar Tausender die dann jeder spart kann man per Kreuz ausgeben für OPTIONEN mit entsprechendem Betrag in Hundert Franken. Ich bin überzeugt, allein SVP und FDP werden freiwillig 6 Milliarden für die Armee und Flieger spenden etc. Und wenn es weniger sind, hat es halt das, was gespendet wird.

  71. Stefan Balz sagt:

    Liebe Frau Wertheimer,

    Träumen Sie ruhig weiter. Aber vorher bitte noch kurz diese Lekture hier >> http://www.nolympia.de/grunde-gegen-olympia-2018/bisherige-erfahrungen-mit-olympischen-winterspielen reinziehen. Wenn die Hälfte von dem Stimmt, dann gute Nacht Olympia…

  72. Yoo Pa Dy Dooda sagt:

    Mut zu was? Oeffentliches Geld verschleudern, Mut, Lug und Betrug unterstuetzen. Olympiaden sind ein Milliardengeschaeft. Nichts dagegen aber nicht mit oeffentlichen Geldern.

  73. Christian Weiss sagt:

    Genau so wenig wie Piccards Solarflugzeug ein technischer Meilenstein ist (und eigentlich nur beweist, dass ein Solarflugzeug wohl nie für den kommerziellen Passagierverkehr taugt), bringen Olympische Spiele in der Schweiz irgendeinen nachhaltigen Impuls. Graubünden wird noch mehr Geldprobleme bekommen, der Ausbau der Infrastruktur wenig nutzen. Es gibt nur einen guten Grund für Olympische Spiele: Wir Schweizer wollen ein solches Volksfest, weil wir Spass daran haben und bereit sind, dafür ein paar Milliarden in den Sand zu setzen. Dafür braucht es aber ein klares Ja in einer Volksabstimmung.

  74. Peter Müller sagt:

    Es ist schön wenn junge Menschen auch in Online-Zeitungen eine Platform bekommen, ihre Träume darzulegen. Ich vermute allerdings, dass all die Platitüden und Wunschvorstellungen ihre Ursache darin haben, dass Frau Wertheimer eine der jüngeren Google Journalisitinnen ist die wahrscheinlich noch nie live an einem solchen Anlass vor Ort dabei war, oder 1 Jahr nach einem solchen Anlass vor Ort die meist bereits verrottenden Sportarenen und völlig überdimensionierten Infrastruktur Bauten gesehen hat. Die finanziellen Katastrophen der letzten Veranstalter sind ihr wahrscheinlich auch nicht bekannt.

  75. Frau Wertheimer verwechselt grosse Taten mit grossem Spektakel.. Die olympischen Spiele mögen kommen – dann aber nicht mit leeren Händen.

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